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Pfalz  und  im  Großherzogthum  Baden,  die  wenigsten  —  weniger  als  20  —  in  Ost=  und
Westpreußen,  in  Schwarzburg-Sondershausen  und  wie  außerdem  hervorzuheben  ist,  im
gothaischen  Theile  des  Herzogthums  Sachsen-Coburg-Gotha.

Die  nächst  wichtige  Todesursache  in  diesem  Lebensalter  sind,  wie  auch  früher,  die
entzündlichen  Krankheiten  der  Athmungsorgane  gewesen.  Denselben  erlag  mehr
als  der  achte  Theil  aller  nach  dem  15.  und  vor  dem  60.  Lebensjahre  gestorbenen  Personen;
  von  je  1000  in  den  18  Staaten  Gestorbenen  dieses  Alters,  deren  Todesursache  bekannt
  geworden  ist,  sind  75  der  „Lungenentzündung“  und  56  „sonstigen  entzündlichen
Krankheiten  der  Athmungsorgane“  erlegen.

Im  Vergleich  zum  Vorjahre  hat  die  Zahl  der  aus  diesen  beiden  Ursachen  gestorbenen
Personen  der  Altersklasse  im  Ganzen  unerheblich  abgenommen,  denn  in  den  während  beider
Jahre  an  der  Statistik  betheiligten  Staaten  sind  daran  im  Berichtsjahre  32  935,  im  Vorjahre
  32  868  gestorben.  Zugenommen  hat  die  Zahl  der  betreffenden  Sterbefälle  namentlich
  in  Sachsen-Meiningen,  der  Rheinpfalz,  in  Braunschweig,  Westpreußen  und  im  rechtsrheinischen
  Bayern,  abgenommen  namentlich  in  Ostpreußen  (um  118),  in  Elsaß-Lothringen
(um  111),  in  Westfalen  (um  106),  Bremen  und  Hamburg.

Zieht  man  die  Verheerungen,  welche  nicht  nur  die  Lungentuberkulose  sondern  auch
die  entzündlichen  Krankheiten  der  Athmungsorgane  unter  Personen  der  lebenskräftigsten
Altersklasse  verursacht  haben,  gemeinsam  in  Betracht,  so  zeigt  sich,  daß  auf  je  10  000
Lebende  der  Altersklasse  von  15—60  Jahren  während  des  Berichtsjahres  im  Durchschnitt
etwa  40  diesen  Leiden  erlegen  sind.  Weit  geringer  war  die  betreffende  Sterbeziffer  einerseits
  in  einigen  an  das  Meer  grenzenden  Gebieten,  namentlich  Lübeck  (25,"),  Schleswig-Holstein
  (30,)),  Hamburg  (32),  Westpreußen  (29,,),  Ostpreußen  (31,/),  andererseits  in
einigen  mitteldeutschen  Bundesstaaten,  wie  Schwarzburg-Sondershausen  (296),  Schaumburg-Lippe
  (26,4),  Reuß  ä.  L.  (80,0),  Anhalt  (31.,;)  und  Sachsen-Coburg-Gotha  (32,).
Die  größte  Sterblichkeit  an  den  bezeichneten  Krankheiten  der  Athmungsorgane  wurde  dagegen
  in  der  bayerischen  Pfalz  beobachtet,  wo  ihnen  mehr  als  50  auf  je  10  000  Lebende
der  Altersklasse  (50,,)  erlagen,  demnächst  in  Westfalen  (49,2),  der  Rheinprovinz  (47,1)  und
Hessen-Nassau  (46.).

Nächst  der  Lungentuberkulose,  der  Lungenentzündung  und  sonstigen  entzündlichen
Krankheiten  der  Athmungsorgane,  welche  zusammen  45,6  %,  also  wie  im  Vorjahre  fast  die
Hälfte  aller  im  Alter  von  15—60  Jahren  eingetretenen  Todesfälle  bekannter  Ursache  veranlaßt
  haben,  sind  noch  krankhafte  Geschwülste  („Neubildungen"),  Unglücksfälle  und
Selbstmorde  recht  bedeutsame  Todesursachen  in  diesem  Lebensalter  gewesen,  da  von  je
10  000  Gestorbenen,  über  welche  Nachrichten  vorliegen,  316  durch  Selbstmord,  437  durch
Verunglückung,  686  in  Folge  von  Neubildungen  zu  Grunde  gegangen  sind.  Die  drei
Ursachen  zusammen  haben  also  mehr  als  den  7.  Theil  der  in  diesem  Lebensalter  eingetretenen
Sterbefälle  herbeigeführt.

Neubildungen  sind  am  häufigsten  —  bei  mehr  als  9  auf  je  10.000  Lebende  der
Altersklasse  —  in  Bremen,  Lübeck,  Hamburg  und  Berlin  als  Todesursache  verzeichnet,  was
zum  Theil  wohl  dem  Umstande,  daß  in  den  dortigen  großen  Heilanstalten  viele  Kranke  der
Art  sich  ansammeln,  zuzuschreiben  ist.  Unglücksfälle  waren  besonders  oft  in  Westfalen
—  etwa  bei  6—7  von  je  100  Gestorbenen  dieses  Alters  —  Ursache  des  Todes,  demnächst
recht  häufig  —  nach  Tabelle  F  —  in  Hamburg,  Ostpreußen,  Westpreußen  und  Schlesien,  am
seltensten  in  Schwarzburg-Sondershausen  und  in  Berlin.  Die  Zahl  der  Selbstmorde
war  im  Verhältniß  zur  Zahl  der  bei  der  letzten  Volkszählung  ermittelten  Lebenden  der