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Neubildungen  haben  in  Berlin,  Hamburg,  Bremen  und  namentlich  in  Lübeck  recht
oft  —  bei  mehr  als  dem  zehnten  Theile  der  Gestorbenen  —  den  Tod  verursacht,  fast  ebenso
oft  im  Königreich  Sachsen,  in  Hessen  und  Baden,  anderwärts,  besonders  im  Osten  des
Reiches,  sind  sie  wesentlich  seltener  genannt.

Auf  gewaltsame  Weise,  d.  h.  durch  Verunglückung  oder  Selbstmord  sind  nach
zurückgelegtem  60.  Lebensjahre  in  den  19  Staaten  —  einschl.  Mecklenburg-Schwerin  —
4766,  d.  i.  etwa  18  von  je  1000  in  diesem  Alter  aus  bekannter  Ursache  Gestorbenen,  zu
Grunde  gegangen,  und  zwar  durch  Verunglückung  verhältnißmäßig  viele  in  Hohenzollern,
Elsaß-Lothringen  (hauptsächlich  im  Oberelsaß),  Posen,  Westpreußen,  Hamburg.

Selbstmorde  kamen  am  häufigsten  in  Schwarzburg-Sondershausen,  Sachsen-Meiningen
  und  im  gothaischen  Theile  des  Herzogthums  Sachsen-Coburg-Gotha,  also  in
bestimmten,  auch  sonst  durch  Häufigkeit  der  Selbstmorde  sich  auszeichnenden  Gebietstheilen
Thüringens  vor.

Anhang.
Die  Sterbefälle  im  Kindbett.

Todesfälle  von  Frauen  in  Folge  einer  Geburt  sind  während  des  Berichtsjahres  verhältnißmäßig
  am  häufigsten  in  Hohenzollern,  demnächst  in  den  Fürstenthümern  Waldeck  und
Schaumburg-Lippe  vorgekommen,  die  Gesamnmtzahl  der  aus  diesen  drei  Gebieten  gemeldeten,
bezüglichen  Todesfälle  —  41  auf  5  361  geborene  Kinder  —  war  jedoch  so  gering,  daß  hier
Zufälligkeiten  leicht  die  hohen  Verhältnißziffern  von  6  bis  9  auf  je  1000  geborene  Kinder
veranlaßt  haben  können.  Allerdings  sind  in  Schaumburg-Lippe  schon  während  des  Vorjahres
  verhältnißmäßig  viele  Todesfälle  im  Kindbett  —  6  auf  1  308  geborene  Kinder  —
vorgekommen.

Durch  eine  wie  im  Vorjahre  hohe  Verhältnißziffer  zeichnen  sich  ferner  Westpreußen
  und  Ostpreußen  aus,  woselbst  708  Wöchnerinnen  auf  147  024  geborene  Kinder,
d.  h.  von  je  1000  Entbundenen  —  wenn  man  die  in  den  Ausweisen  nicht  angegebene
Zahl  der  Mehrgeburten  außer  Rechnung  läßt  —  mehr  als  4  im  Kindbett  gestorben
  sind.

Immerhin  haben  in  Ost=  und  Westpreußen  die  Sterblichkeitsverhältnisse  der  Wöchnerinnen
  seit  dem  Vorjahre  sich  gebessert,  während  sie  in  Hohenzollern  und  Schaumburg-Lippe
sich  verschlechtert  haben.

Nachstehende  Zahlenzusammenstellung  H  giebt  eine  Uebersicht  über  die  Zahl  der  Todesfälle
  in  Folge  von  Geburten,  und  sind  die  einzelnen  Staaten  bezw.  preußischen  Provinzen
nach  dem  Verhältniß  dieser  Todesfälle  zur  Zahl  der  geborenen  Kinder  geordnet.  Der
Rückblick  auf  die  vorjährigen  Verhältnißziffern  (Spalte  6)  ergiebt,  daß  eine  wesentliche
Besserung  der  Sterblichkeitsverhältnisse  der  Wöchnerinnen  —  außer,  wie  erwähnt,  in  Ostund
  Westpreußen  —  namentlich  in  Baden  und  Sachsen-Meiningen  eingetreten  ist,  ferner
im  Staate  Hamburg,  in  der  Provinz  Posen,  in  Bremen  und  Schleswig-Holstein,  auch  in
Brandenburg,  Westfalen,  der  Rheinprovinz  und  im  Großherzogthum  Hessen.  Ungünstiger
als  im  Vorjahre  1895  lagen  die  Verhältnisse  —  außer,  wie  erwähnt,  in  Hohenzollern  und
Schaumburg-Lippe  —  namentlich  in  der  bayerischen  Pfalz,  in  Sachsen  -Coburg-Gotha,
im  Königreich  Sachsen  und  in  Elsaß-Lothringen;  in  den  nicht  genannten  Staaten  2c.  war
die  Differenz  gegenüber  dem  Vorjahre  unerheblich,  nur  etwa  —  1:  1000  geborenen  Kindern.