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störungen  im  Ganzen  nur  62,  in  den  Großstäden  aber  durchschnittlich  91  Kinder  im  ersten
Lebensjahre.

Daß  die  Großstädte  unter  einander  auch  in  dieser  Hinsicht  erhebliche  Unterschiede
aufweisen,  ist  nach  den  bereits  mitgetheilten,  sehr  verschiedenen  Ziffern  der  Säuglingssterblichkeit
  zu  erwarten,  es  starben  z.  B.  auf  je  1000  Lebendgeborene  an  den  beregten  Ernährungsstörungen:
  in  Krefeld  kaum  40,  in  Elberfeld  und  Frankfurt  46,  in  Dortmund
49,  in  Bremen  59,  in  Hannover  63,  in  Braunschweig  und  Hamburg  64,  aber  in  Danzig
120,  in  Leipzig  127,  in  Stettin  162,  in  Königsberg  167  Kinder  des  ersten  Lebensjahres.
In  den  meisten  der  nicht  genannten  25  Großstädte  war  die  Abweichung  vom  Mittel  (91)
nicht  so  beträchtlich,  die  Ziffer  betrug  z.  B.  in  Berlin  §8,  in  München  116,  in  Dresden
117,  in  Köln  95,  in  Straßburg  96  u.  s.  w.

„Angeborene  Lebensschwäche“  ist  in  den  25  Großstädten  durchschnittlich  ebenso
häufig  als  Todesursache  genannt  wie  in  der  Gesammtheit  der  18  Staaten,  dagegen  sind
Diphtherie,  Keuchhusten,  Masern  und  Scharlach  seltener,  andererseits  Tuberkulose  und  Lungenentzündung
  nebst  den  sonstigen  entzündlichen  Krankheiten  der  Athmungsorgane  sehr  viel
häufiger  als  Todesursache  genannt.  Von  je  1000  im  ersten  Lebensjahre  aus  bekannter
Ursache  gestorbenen  Kindern  hatten  nach  den  Sterbelisten  gelitten

in  der

Gesammtheit  in  den

der  19  bezw.  25  Großstädten

18  Staaten
an  Diphtherie  (Bräünnnnnneeeegg  16  5
„  Keuchhusen  36  19
„Scharlach  ...  ..  ...  .....  ..  .  ........  .  .  ..  ...  .  ...  ..  .  ...  3  1
„Masern  ....  .....  ....  ......  ............  ..  ....  .  .  ...  13  12
„  Tuberkulsoo  12  20
„  Lungenentzünndddnnaa  42  58
„  sonstigen  entzündlichen  Krankheiten  der  Athmungsorgane  52  69
„  angeborener  Lebensschwäche  163  168

Die  Vermuthung  liegt  nahe,  daß  von  den  vielen  außerhalb  der  Großstädte  auf
„Keuchhusten“  oder  „Bräune“  zurückgeführten  Todesfällen  manche  thatsächlich  durch  Tuberkulose
  oder  Lungenentzündung  bedingt  gewesen  sind,  so  daß,  wenn  die  Eintragungen  dort
ebenso  oft  wie  in  den  Großstädten  ärztlich  bestätigt  worden  wären,  das  Verhältniß  dieser
vier  Todesursachen  zu  einander  so  große  Unterschiede  nicht  zeigen  würde.  Als  unbekannt
ist  die  Todesursache  im  Ganzen  bei  fast  39,  in  den  Großstädten  durchschnittlich  nur  bei  13
von  je  1000  gestorbenen  Kindern  des  ersten  Lebensjahres  bezeichnet.

Die  Sterblichkeitsverhältnisse  in  den  Großstädten  nach  zurückgelegtem  60.  Lebensjahre.

Für  die  der  Altersklasse  4  angehörigen  Personen  von  60  und  mehr  Lebensjahren
war,  wie  bereits  erwähnt  (S.  180)  die  Sterbeziffer  in  den  25  Großstädten  des  Reiches
durchschnittlich  eine  etwas  geringere  als  außerhalb  derselben,  denn  während  des  Berichtsjahres
  sind  auf  je  10  000  Lebende  dieser  Altersklasse

in  der  Gesammtheit  der  19  Staaten  rund  666,

in  den  25  Großstädten  „  600
gestorben,  indessen  muß  dieser  Thatsache  eine  weniger  große  Bedeutung  beigelegt  werden,  da  ja
kaum  der  siebzehnte  Theil  der  großstädtischen  Bevölkerung  (5/76%  derselben)  auf  die  in  Rede