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stehende  Altersklasse  d  entfällt.  Es  kommt  hinzu,  daß  man  aus  einer  niedrigeren  Sterbeziffer
  in  dieser  Altersklasse  nicht  ohne  Weiteres  auf  günstigere  Daseinsbedingungen  schließen
darf,  denn  auch  die  Altersgliederung  der  Lebenden  hat  gerade  bei  so  bejahrten  Personen
einen  gewichtigen  Einfluß  auf  die  Höhe  der  Sterbeziffer.

Die  durchschnittlich  geringe  Höhe  der  Sterbeziffer  der  Altersklasse  d  in  den  Großstädten
  beruht  z.  B.  darauf,  daß  die  Lebenden  dieser  Altersklasse  in  den  Großstädten  mehr
als  anderwärts  aus  minder  betagten  Personen  des  siebenten  Lebensjahrzehnts  bestehen,
während  in  kleineren  Orten,  namentlich  auf  dem  Lande,  die  ältesten  Personen  des  achten,
neunten  und  höherer  Lebensjahrzehnte  stärker  vertreten  sind.  Da  nun  aber  diese  ältesten
Personen  naturgemäß  dem  Sterben  in  weit  höherem  Grade  ausgesetzt  sind,  muß  solche
andere  Altersgliederung  der  Lebenden  auf  die  Sterbeziffer  der  gesammten  Altersklasse  einen
wesentlichen  Einfluß  ausüben.

Folgende,  den  Tabellen  in  Heft  148.  2  der  Preußischen  Statistik  entnommene  Zahlen
erweisen  die  verschiedene  Zusammensetzung  der  Altersklasse  d.

In  den  18  Großstädten  des  Preußischen  Staates  lebten  am  2.  Dezember  1895  im
Ganzen  264  337  Personen  von  60  und  mehr  Jahren,  von  denen  101  094  im  Alter  von
60—65  Jahren  und  72  625  im  Alter  von  65—70  Jahren  sich  befanden.  In  den  Landgemeinden
  und  Gutsbezirken  des  Preußischen  Staates  lebten  damals  1  543  .070  Personen
von  60  und  mehr  Jahren,  deren  559  164  im  Alter  von  60—65  Jahren  und  421  541  im
Alter  von  65—70  Jahren  sich  befanden.  Von  je  10  000  Lebenden  der  Altersklasse  d
standen  also

in  den  in  den  Land-Großstädten
  gemeinden  2c.

im  Alter  von  60  bis  65  Jahten  7  824  3  624
„  „  „  65  „  70„  2  747  2732
„  „  „  70  und  mehr  Jahren  3  426  3644

Diese  Thatsache,  daß  auf  dem  Lande  mehr  Personen  der  höchsten  Altersstufen
  leben,  muß  aber  eine  hier  höhere  Sterbeziffer  der  Altersklasse  zur  Folge  haben,
und  zwar  leuchtet  dies  besonders  ein,  wenn  man  erwägt,  daß  nach  Vollendung  des  60.  Lebensjahres
  die  Sterbenswahrscheinlichkeit  mit  zunehmendem  Lebensalter  sehr  rasch  ansteigt.
Im  Königreich  Preußen  kamen  nach  Heft  149  der  Preußischen  Statistik  auf  je  10  000  am
2.  Dezember  1895  gezählte  Lebende

im  Alter  von  60—65  Jahren  .  .  340,
5  5  „  65—70  „  57%½,
„  „  „  70  und  mehr  Jahren  1  777  Sterbefälle  von

Personen  des  gleichen  Alters;  wenn  also  die  letzte  Altersstufe,  wie  oben  gezeigt,  auch  nur
um  2—  3  Prozent  in  den  Landgemeinden  stärker  vertreten  ist,  muß  hier  die  Sterbeziffer
der  gesammten  Altersklasse  d  schon  beträchtlich  höher  sein.

Auch  beim  Vergleich  zwischen  der  einen  und  der  anderen  Großstadt  läßt  sich  manche
Differenz  der  Sterbeziffern  dieser  Altersklasse  d  lediglich  dadurch  erklären,  daß  die  ältesten
Leute  in  der  einen  Großstadt  mehr  als  in  der  anderen  überwiegen.  So  sind  auf  je  1.000
Lebende  der  Altersklasse  während  des  Berichtsjahres  in  Breslau  73,  in  Barmen  nur  36
gestorben,  und  dem  entspricht  es,  daß  von  je  1000  Lebenden  der  Altersklasse  nach  der
letzten  Zählung  in  Breslau  330,  in  Barmen  317  das  höchste  Alter  von  70  und  mehr