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Etwa  der  fünfte  Theil  der  in  diesem  Alter  aus  bekannter  Ursache  eingetretenen
Todesfälle  ist  auf  entzündliche  Krankheiten  der  Athmungsorgane  oder
Tuberkulose,  und  fast  der  dritte  Theil  auf  nicht  im  Schema  genannte
Krankheiten  (3.  B.  Schlagfluß,  Herzleiden,  Nierenleiden)  zurückgeführt.

Bei  etwa  dem  vierzigsten  Theile  der  Todesfälle  so  bejahrter  Personen  ist  die
Todesursache  unbekannt  geblieben.

Die  besonderen  Sterblichkeitsverhältnisse  unter  der  großstädtischen  Bevölkerung.

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In  den  Großstädten  des  Reiches  kamen  auf  je  1000  Bewohner  im  Jahre  weniger
Geburten  und  weniger  Sterbefälle  vor  als  unter  der  Gesammtbevölkerung
der  19  betheiligten  Staaten.

Sterbefälle  unter  Personen  von  15—60  Jahren.

Im  Alter  von  15—60  Jahren  starben  auf  jede  Million  Lebende  dieses  Alters  in
den  Großstädten  330  mehr  als  in  der  Gesammtheit  der  Staaten.

In  den  Großstädten  erlagen  mehr  Personen  dieses  Alters  der  Lungentuberkulose,
  jedoch  weniger  den  entzündlichen  Krankheiten  der  Athmungsorgane.
  Aus  beiden  Ursachen  zusammen  starben  in  der  Gesammtheit  der  Großstädte
  etwa  ebenso  viele  wie  außerhalb  derselben.

Dem  Typhus  erlagen  in  den  Großstädten  weniger,  den  Neubildungen
mehr  Personen.

In  den  Großstädten  war  die  Zahl  der  Selbstmorde  höher,  die  Zahl  der
tödtlichen  Verunglückungen  geringer  als  in  der  Gesammtheit  der  Staaten.

Sterbefälle  unter  Kindern  von  1—15  Jahren.

Im  Alter  von  1—15  Jahren  starben  auf  jede  Million  Lebende  dieses  Alters  in
den  Großstädten  1  3290  mehr  als  in  der  Gesammtheit  der  Staaten.

In  den  Großstädten  starben  an  Dipyhtherie,  Magen=  und  Darmkatarrh  sowie
durch  Verunglückung  weniger,  an  Tuberkulose  und  entzündlichen  Krankheiten  der
Athmungsorgane  mehr  Kinder  dieses  Alters  als  in  der  Gesammtheit  der  Staaten.
Sterbefälle  unter  Kindern  des  ersten  Lebensjahres.

Im  ersten  Lebensjahre  starben  auf  je  10  000  Lebendgeborene  in  den  Großstädten
86  Kinder  mehr  als  in  der  Gesammtheit  der  Staaten,  und  zwar  an  Magen=  und
Darmkatarrh,  entzündlichen  Krankheiten  der  Athmungsorgane  und  an  Tuberkulose
mehr,  dagegen  u.  a.  an  „Keuchhusten“  weniger  Kinder.

Sterbefälle  im  Wochenbett  und  Todtgeburten.

An  den  Folgen  der  Entbindung  einschl.  Kindbettfieber  starben  in  den  Großstädten
verhältnißmäßig  weniger  Frauen  als  in  der  Gesammtheit  der  Staaten,  doch  ist
„Kindbettfieber“  in  den  Großstädten  weit  öfter  als  Todesursache  der  im  Wochenbette
Gestorbenen  angegeben.

Auf  je  10  000  geborene  Kinder  kamen  in  den  Großstädten  9  todtgeborene  mehr
als  in  der  Gesammtheit  der  Staaten.

Natürliche  Bevölkerungszunahme.

Der  Ueberschuß  der  Geburten  über  die  Sterbefälle  war  in  den  Großstädten
auf  jede  Million  Bewohner  um  1  959  geringer  als  in  der  Gesammtheit  der  Staaten
und  um  rund  2  300  geringer  als  außerhalb  der  Großstädte.