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Waldeck,  Reuß  ä.  L.  und  Lübeck.  Die  betheiligten  Staaten  sind  auf  dieser  Karte  in  75  größere  Verwaltungsbezirke,
  welche  den  preußischen,  bayerischen,  sächsischen  Regierungsbezirken  entsprechen,  gesondert,
da  für  alle  kleineren  Bezirke,  (Kreise  2c.)  die  zur  Errechnung  der  betr.,  Sterbeziffern  erforderlichen  Ergebnisse
der  letzten  Bolkszählung  über  die  Alterszusammensetzung  der  Bewohner  noch  nicht  veröffentlicht  waren.

Am  günstigsten  waren  die  Sterblichkeitsverhältnisse  dieser  Personen  von  15—60  Jahren,  wenn
man  die  Ausweise  von  1895  und  1896  berücksichtigt,  in  den  Regierungsbezirken  Bromberg,  Schleswig,
Köslin,  ferner  im  Herzogthum  Gotha  und  in  Schaumburg-Lippe,  am  ungünstigsten  waren  sie  im  Reg.=Bez.
  Breslau,  im  Herzogthum  Coburg  und  in  den  Regierungsbezirken  Schwaben  und  Unterfranken  nebst
dem  an  Schwaben  grenzenden  Reg.-Bez.  Sigmaringen.  Zieht  man  aber,  wie  es  geschehen  ist,  auch  diejenigen
  Staaten  in  Betracht,  welche  nur  für  1896,  noch  nicht  für  1895,  Ausweise  zur  Sterbefallsstatistik
eingesandt  haben,  und  nimmt  an,  daß  in  ihnen  während  des  Jahres  1895  dieselben  Sterblichkeitsverhältnisse
  wie  im  Jahre  1896  geherrscht  haben,  so  gewinnt  man  nach  der  Höhe  der  Sterbeziffer  diejenigen
Reihennummern  der  Verwaltungsbezirke  (Nr.  1  bis  Nr.  75),  welche  weiter  unten  mitgetheilt  sind.

Betrachtet  man  auf  der  Karte  nach  einander  den  mittleren,  dann  den  östlichen  und  westlichen
Theil  des  Reiches,  so  zeichnen  sich  die  nachstehend  benannten  Staatsgebiete  durch  die  niedrigsten  Sterbeziffern
für  Erwachsene  mittleren  Lebensalters  aus  (unter  9,5  000)

1)  im  mittleren  Norddeutschland  (zwischen  Oder  und  Weser):  die  Bundesstaaten  Mecklenburg-Schwerin,
  Anhalt,  Schwarzburg-Sondershausen,  Reuß  ä.  L.,  Schaumburg-Lippe,
  Lübeck,  das  Herzogthum  Gotha,  die  preußischen  Regierungsbezirke  Schleswig,  Lüneburg,
  Magdeburg,  Merseburg,  Erfurt  und  die  sächsische  Kreishauptmannschaft  Zwickau:

2)  im  Osten  des  Reiches  (östlich  der  Elbe):  die  8  Regierungsbezirke  Gumbinnen,  Marienwerder,
  Bromberg,  Posen,  Potsdam,  Frankfurt,  Stettin  und  Köslin;

3)  im  Westen  und  Süden  nur  das  Fürstenthum  Waldeck,  der  Reg.-Bez.  Aachen  und  der  Bezirk
Lothringen;

4)  im  Nordwesten  der  Reg.-Bez.  Aurich.

Bon  den  entsprechenden  Verwaltungsbezirken  Bayerns,  Württembergs,  Badens,  Hessens  hat  kein

einziger  im  Durchschnitt  der  beiden  Berichtsjahre  eine  bezügliche  Sterbeziffer  unter  8,6  900  gehabt.

Andererseits  gehören  zu  den  auf  der  Karte  am  dunkelsten  bezeichneten  Gebieten,  hatten  also  die  höchste
Sterbeziffer  (mehr  als  9,48000):

1)  im  Süden  und  Südwesten  des  Reiches  alle  vier  Landeskommissariatsbezirke  Badens  und
von  den  acht  Regierungsbezirken  Bayerns  alle  außer  Niederbayern,  ferner  der  Schwarzwaldkreis
  nebst  dem  angrenzenden  Reg.-Bez.  Sigmaringen,  die  Provinz  Starkenburg
und  das  Oberelsaß;

2)  im  Westen  und  Nordwesten:  die  Regierungsbezirke  Münster,  Arnsberg,  Osnabrück,
Kassel,  Wiesbaden,  Koblenz  und  der  Staat  Bremen;

3)  im  Osten  die  Regierungsbezirke  Breslau  und  Liegnitz;

4)  in  Mitteldeutschland  nur  das  Herzothum  Coburg.

Eine  mittlere  Sterbeziffer  der  Erwachsenen  hatten  in  den  beiden  Berichtsjahren  u.  a.  Berlin,  der
Reg.-Bez.  Düsseldorf,  das  Herzogthum  Braunschweig  und  auch  der  größte  Theil  der  Königreiche
Sachsen  und  Württemberg,  denn  die  Reihenfolge  der  Gebiete  nach  der  Höhe  der  (in  Klammern  beigefügten)
Sterbeziffer  ist  folgende:

1.  Schwarzburg-Sondershausen  (7/05),  2.  Anhalt  (7,70,  3.  Mecklenburg-Schwerin  (7,84),  4.  Reg.-Bez.
Bromberg  (7.,56),  5.  Schleswig-Holstein  (7,66),  6.  Staat  Lübeck  (7,68),  7.  Herzogthum  Gotha  (7/69),
8.  Schaumburg-Lippe  (7,  ),  9.  Reg.-Bez.  Köslin  (7.,78),  10.  Reg.-Bez.  Aurich  (7,84),  11.  Reg.-Bez.
Marienwerder  (7,88),  12.  Reg.-Bez.  Potsdam  (7,01),  18.  Reg.-Bez.  Posen  (7,658),  14.  Reuß  ä.  L.  (8/02),
15.  Reg.-Bez.  Lüneburg  (8,06),  16.  Reg.-Bez.  Merseburg  (8,11),  17.  Reg.-Bez  Magdeburg  (8,42),  18.  Waldeck
(8,29),  19.  Reg.-Bez.  Frankfurt  (9,83),  20.  Kreishauptmannschaft  Zwickau  (8,65),  21.  Reg.-Bez.  Stettin  (8,89),
22.  Bezirk  Lothringen  (8,12),  23.  Reg.-Bez.  Aachen  (8,48),  24.  Reg.-Bez.  Gumbinnen  (8,68),  25.  Reg.-Bez.
Erfurt  (8,45),  26.  Reg.-Bez.  Stralsund  (8,67),  27.  Reg.-Bez.  Königsberg  (8,68),  28.  Kreishauptmannschaft
Leipzig  (8,,4),  29.  Kreishauptmannschaft  Bautzen  (8,69),  30.  Reg.-Bez.  Hildesheim  (§,78),  31.  Staat
Hamburg  (8,78),  32.  Reg.-Bez.  Hannover  (8,80),  33.  Reg.-Bez.  Danzig  (8,#5),  34.  Herzogthum  Braunschweig
(6,66),  35.  Kreishauptmannschaft  Dresden  (8,91),  36.  Reg.-Bez.  Stade  (8,97),  37.  Unter-Elsaß  (8,9),
38.  Reg.-Bez.  Düsseldorf  (8,02),  39.  Rheinhessen  (9,0),  40.  Stadtbezirk  Berlin  (9/09),  41.  Niederbayern  (9,10),
42.  Sachsen-Meiningen  (9,897),  43.  Neckarkreis  (9,28),  44.  Donaukreis  (9,58),  45.  Reg.-Bez.  Köln  (9,82),
46.  Jagstkreis  (9,#),  47.  Reg.-Bez.  Oppeln  (9,/“7),  48.  Reg.-Bez.  Minden  (9,##),  49.  Reg.-Bez.  Trier  (9,89),