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Zugenommen  haben  die  Impfungen  mit  Thierlymphe  in  21  Bezirken,  darunter
erheblich,  weil  fast  überall  schon  im  Vorjahre  ein  sehr  hoher  Prozentsatz  ermittelt  wurde,  nur
im  Reg.-Bez.  Schleswig  (um  1/0%⅝),  im  Fürstenth.  Lübeck  (um  1,69%)  und  in  Hamburg
(um  110%),  sonst  meist  um  weniger  als  010.  Eine  Abnahme  wurde  14  mal  festgestellt,
darunter  in  Sachsen-Weimar  (um  2,"5⅝%),  im  Reg.-Bez.  Frankfurt  (um  1,/68%);  in  12
Bezirken  war  der  Unterschied  geringfügig.  In  den  noch  verbleibenden  48  Bezirken  trat
eine  Veränderung  nicht  ein.

Unter  denjenigen  21  Bezirken,  in  welchen  die  Thierlymphe  zu  den  Erstimpfungen
häufiger  Verwendung  fand  als  im  Vorzjahre,  befanden  sich  3,  deren  Erfolgsziffern  sich  um
0,  u  bis  06%  verbessert  hatten.  Die  anderen  18  Bezirke  rc.  hatten  jedoch  zum  Theil
erheblich  weniger  Erfolge  zu  verzeichnen,  so  z.  B.  der  Bez.  Lothringen  (Abnahme  der  Erfolge
  um  9/22%),  das  Fürstenth.  Lübeck  (4/10%),  Bremen  (2,9%),  Hamburg  (1,79%),  der
Reg.-Bez.  Pfalz  (110⅝%)  u.  s.  w.  Diejenigen  14  Bezirke  mit  vermindertem  Thierlympheverbrauch
  konnten  durchweg  nur  niedrigere  Erfolgsziffern  erzielen  (um  O#u9  bis  1/3%  nur
in  Sachsen-Koburg-Gotha  um  3,09%).  Von  den  48  Bezirken,  in  welchen  ebenso  viel  Thierlymphe
  benutzt  wurde  wie  im  Vorjahre,  wurden  in  10  um  0,/##  bis  0,72%  bessere  Erfolge
festgestellt,  in  den  übrigen  dagegen  ein  Nachlaß  der  Erfolge  bis  um  9/68%  (vereinzelt  in
der  Kreishauptmannsch.  Bautzen).

Im  Fürstenth.  Birkenfeld,  aus  welchem  die  besten  überhaupt  erreichten  Impferfolge
(99,/62%)  gemeldet  wurden,  sind  sämmtliche  Impfungen  mit  Thierlymphe  vorgenommen
worden.  Die  schlechtesten  Erfolge  von  den  ausschließlich  Thierlymphe  verwendenden  Bezirken
hatte  der  Reg.-Bez.  Bautzen  (88.#832).

Die  Gesammtzahl  der  Erstimpfungen  mit  Lymphe  unbekannter  Abstammung
betrug  für  das  Reich  0,o83%  (im  Vorjahr  0,11%).  Solche  Impfungen  sind  nur  aus
Berlin  (0,62⅝%),  dem  Reg.-Bez.  Schleswig  (O,%%),  Mecklenburg-Schwerin  (O,1%%)  und
Hamburg  (4/02%%)  gemeldet.

Die  Zahl  der  im  Geschäftsjahre  geborenen  und  bereits  mit  Erfolg  geimpften  Kinder
beträgt  66  419.  Menschenlymphe  dürfte  bei  ihnen  fast  gar  nicht  verimpft  worden  sein.  In
der  angegebenen  Zahl  sind  die  in  den  Anmerkungen  1  auf  S.  218  u.  218  erwähnten  4  715
Kinder  mit  enthalten.

Außerdem  wurden  im  Reg.-Bez.  Niederbayern  noch  407  im  Berichtsjahre  geborene
Kinder  geimpft;  der  Erfolg  ist  nicht  bekannt.

2.  Wiederimpfungen.

I.  Zur  Wiederimpfung  waren  im  Jahre  1896  insgesammt  1176070  Kinder  —  2  %
der  mittleren  Bevölkerung  vorzustellen  (im  Vorjahre  1149  361  =  2)41  0).

Unter  diesen  wurden  von  der  Impfpflicht  befreit:
a)  weil  sie  während  der  vorhergehenden  5  Jahre  die  natürlichen

  Blattern  überstanden  hateten  164
„  b)  weil  sie  während  der  vorherhehenden  5  dehre  mit  Eifolg
geimpft  waren  .  .....6333

zusammen  6  497;
wiederimpfpflichtig  blieben  sonach  1  169  573  Kinder  (gegen  1142  153  im  Vorjahre).