—  2  —

war  die  Abnahme  sehr  beträchtlich  u.  a.  in  Anhalt  (9%  ),  Sachsen-Altenburg  (9  ½%),
Braunschweig  (8,9  %),  Mecklenburg-Schwerin  (8  %)  und  im  Koönigreiche  Sachsen  (7  ½).
Innerhalb  der  Königreiche  Preußen  und  Bayern  stieg  die  Zahl  der  Sterbefälle  in  Hessen-Nassau,
  der  Rheinprovinz  und  der  Pfalz  etwas  an,  sank  dagegen  sehr  erheblich  in  Posen,
Westpreußen,  Brandenburg  und  Berlin.

Die  Angaben  über  das  von  den  Gestorbenen  erreichte  Lebensalter  lassen  ersehen,
daß  besonders  unter  Kindern  des  ersten  Lebensjahres  und  unter  den  älteren  Kindern  bis
zum  vollendeten  15.  Lebensjahre  die  Sterblichkeit  im  Jahre  1902  geringer  als  im  Vorjahre
gewesen  ist,  von  Personen  der  höchsten  Altersklasse  sind  dagegen  mehr  als  im  Vorjahre  gestorben,
  und  zwar  mehr  als  dem  mutmaßlichen  Wachstum  der  Lebenden  dieser  Altersklasse
entspricht.  Es  starben  in  den  22  Staaten  des  Reiches:

—  —  —  —  —  —  —  —  —  —  —

2  .  „
i.  J.  i.  J.  .  o
M-Mns)isiereuzu0)«
Kind-kmerstenLebensjahkcg............  415412366789«—48623(11,7030)
.von1-—15Jahren....».........  168831157188—11648(6,90,-0)
Perioum»15—so»...............  277420276588—837(0,80,-0)
,,  ,,60nndmehrJahren-»...».  297793307962-—f-10169(3,4010)
«unbekanntenAlterö...............  447  —  28
im  ganzen1159  9081  108  946  —  50  957  (4/20)

Nach  den  Ergebnissen  der  letzten  Volkszählung  lebten  in  den  an  der  Todesursachenstatistik
  z.  Z.  beteiligten  22  Staaten  des  Deutschen  Reiches  55669  434  Personen,  und  nach
der  üblichen  Schätzung  lebten  um  die  Mitte  des  Berichtsjahres  in  den  22  Staaten
56  952284  Personen.  Von  diesen  Bewohnern  der  22  Staaten  standen

mithin  am

am  1.  Dezember  1900  I.  Juli  1902

a.  im  ersten  Lebensjahern  1  612  616  =  28,97  %  1  649  777
b.  „  Alter  von  1—15  Jahren  17  759  545  —  319,0%  „  18  168  797
c.  „  „  „  15—6000  31  963  485  =  574,  16,  32700  054
d.  „  „  „  60  und  mehr  Jahren.  4333  788  =  77,66  „  4433  656

Auf  je  1000  um  die  Mitte  des  Berichtsjahres  Lebende  der  betreffenden  Altersklasse
sind  hiernach  gestorben:

während  (während

d.  J.  1902  d.  J.  1901)

a.  Kinder  des  ersten  Lebensjahres  222,6  (255,4)
b.  im  Alter  von  1—15  Jahren  8,66  (9,“#3)
c.  „  „  „  15—00  8,46  (68,61)
d.  „  „  „  60  und  mehr  Jahren  69,66  (668,14)
im  ganzen  19,47  (20,66)

Vergleicht  man  die  Verhältnisziffern  von  1902  mit  denjenigen  von  1901,  welche  in
Klammern  daneben  gesetzt  sind,  so  ersieht  man,  daß  die  Sterbensgefahr  bis  zum  Lebensalter
von  60  Jahren  während  des  Berichtsjahres  durchweg  geringer  und  nur  für  Personen  der
ältesten  Altersklasse  etwas  höher  als  im  Vorjahre  gewesen  ist.

Die  für  die  einzelnen  Monate  des  Berichtsjahres  vorliegenden  Sterblichkeitsausweise
aus  den  301  größten  Ortschaften  des  Reiches,  in  denen  fast  der  dritte  Teil  der  Gesamt-