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in  Badeer  von  14  auf  106,  d.  i.  um  35  %
ü„Mecklenburg-Schwerin..  „  76  „  28,  „  „  „  63  „
„  Braunschweig  „  61  „  36,  „  „  „  41  „
„  Pommern  und  Posen  „  581  „  333,  „  „  „  42,7„

„  Brandenburg  und  Berlin.  408  „  247,  „  „  39,  „

Eine  geringe  Zunahme  der  Typhustodesfälle  wurde  nur  in  Sachsen-Meiningen,
Anhalt,  Hamburg  und  der  Provinz  Hannover  beobachtet.

Einen  ebenso  befriedigenden  Schluß  auf  den  Erfolg  hygienischer  Bestrebungen  wie  aus
der  Abnahme  der  Typhustodesfälle  darf  man  aus  der  beträchtlichen  Abnahme  der  an
„selteneren  gemeingefährlichen  Krankheiten“  Gestorbenen  ziehen.  Die  Gesamtzahl
  dieser  in  Spalte  6a  des  Todesursachen-Schemas  eingetragenen  Gestorbenen  ist,  wie
erwähnt,  um  709,  nämlich  von  993  auf  284  gesunken,  im  besonderen  sank  die  Zahl  der
Todesfälle  an  Fleckfieber  von  13  auf  1,  an  Pocken  von  54  auf  15  (s.  a.  den  Nachtrag
  zu  den  Zahlentabellen  S.  68“),  an  bösartiger  Ruhr  von  925  auf  270.

Von  den  durch  übertragbare  Tierkrankheiten,  wie  Milzbrand,  Rotz,  Tollwut,
Trichinose  veranlaßten  Todesfällen  bei  Menschen  sind  im  Berichtsjahre  durch  Tollwut  und
Trichinose  etwas  mehr,  durch  Milzbrand  etwas  weniger  als  im  Vorjahre  herbeigeführt;  an  Rotz
ist  ebensowenig  wie  im  Vorjahre  jemand  gestorben.  Nach  den  vorliegenden  Ausweisen  starben

an  Milzbradd  im  Berichtsjahre  26,  im  Vorjahre  34,
„Tollwut  ....................  „  „  5,  „  „  4,
„  Trichinsooooe  („  „  8,  „  „  4.

Im  Anschluß  hieran  sei  erwähnt,  daß  nach  den  aus  einigen  Bundesstaaten  vorliegenden
Angaben  über  die  Zahl  der  durch  Genickstarre  und  Syphilis  herbeigeführten  Sterbefälle
erstere  etwas  häufiger,  letztere  etwas  seltener  als  im  Vorjahre  vorgekommen  sind;  jedoch
sind  aus  Bayern,  Sachsen,  Baden,  den  3  sächsischen  Herzogtümern  und  Anhalt,  aus  Waldeck,
Reuß  ä.  L.,  Schaumburg-Lippe,  Lübeck,  Angaben  über  die  Zahl  der  an  Genickstarre  oder
Syphilis  Gestorbenen  überhaupt  nicht  gemacht.  In  den  übrigen  an  der  Todesursachenstatistik
  beteiligten  10  Staaten  des  Reiches  starben  i.  J.  1902  (bezw.  1901):

an  an
Genickstarre  Syphilis
im  ersten  Lebensjaher  38  0  34)  455  (451)
„  Alter  von  1—15  Jahtrten  150  (150)  20  (19,)
„  „  „  1—00  93  0  81)  70  0  97)
„  „  „  60  und  mehr  Jahren  10  (14)  6  (10)
im  ganzen  (289)  551  (587)

Die  Abnahme  der  durch  Lungentuberkulose  verursachten  Sterbefälle  in  den
21  Staaten  (um  1,29/0)  verliert  dadurch  an  Bedeutung,  daß  die  durch  „Tuberkulose  anderer
Organe"“  verursachten  Sterbefälle  um  2,2  %  zugenommen  haben;  indessen  hat  sich,  wenn
man  beide  Todesursachen  zusammen  in  Betracht  zieht,  immerhin  für  die  Angehörigen  von
3  Altersklassen  eine  Abnahme  der  Tuberkulosesterbefälle  feststellen  lassen,  nur  unter  den
jugendlichen  Personen  von  1—15  Jahren  hat  Tuberkulose  häufiger  als  im  Vorjahre  zum
Tode  geführt.  Es  starben  an  Tuberkulose  der  Lungen  oder  anderer  Organe:

im  ersten  Lebensjahre  während  des  Berichtsjahres  4  144  (während  des  Vorjahres  4499),
im  Alter  von  1—15  Jahren  „  2  „  13  866  5  (2  »  13  674),
rW  r  15—60  -in  r  r  84  362  r  *  85  206),
«  „  60  und  mehr  Jahren  „  „  „  13  932  „  "  »  14  208),

im  ganzen  während  des  Berichtsjahres  116  816  (während  des  Vorjahres  117  596).