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Zu  3  b:  Durch  den  Seeverkehr  wurden  in  Hamburg  2  Pockenfälle  eingeschleppt.
Auf  dem  am  28.  März  von  London  in  Hamburg  eingetroffenen  englischen  Dampfer  „Heron“
befand  sich  ein  in  der  Kindheit  geimpfter  27jähriger  Heizer,  welcher  unterwegs  an  Pocken
erkrankt  war.  Nach  Angabe  des  Kapitäns  hatte  sich  auf  dem  Schiffe  schon  3  Wochen  früher
ein  leichter  Pockenfall  ereignet.  Der  Kranke  wurde  in  das  Allgemeine  Krankenhaus  Eppendorf
gebracht  und  die  aus  17  Köpfen  bestehende  Besatzung,  welche  teils  schon  in  London  bei  dem
früheren  Pockenfall,  teils  jetzt  in  Hamburg  zur  Wiederimpfung  gelangte,  unter  Beobachtung
gestellt.  Zwei  Feuerleute,  welche  die  Wiederimpfung  verweigerten,  wurden  an  Bord  zurückgehalten.
  Der  andere  Pockenfall  betraf  einen  24jährigen  griechischen  Matrosen  unbekannten
Impfzustandes,  welcher  auf  dem  am  12.  April  von  Odessa  in  Hamburg  angekommenen  österreichischen
  Dampfer  „Corvin  Matyas“  krank  darniederlag.  Angeblich  waren  an  Bord  des
Schiffes  im  Schwarzen  Meer  einige  Leute  ähnlich  erkrankt,  von  denen  einer  gestorben  war.

Zu  4:  Durch  Lumpen  aus  dem  Auslande  wurden  im  Königreiche  Sachsen
2  Pockenfälle  veranlaßt.  Betroffen  waren  2  geimpfte  Arbeiterinnen  im  Alter  von  43  und
47  Jahren,  welche  in  einer  Papier=  bezw.  Preßspanfabrik  Lumpen  sortierten  und  sich  vermutlich
  hierbei  die  Krankheit  zuzogen.  Der  eine  Fall  ereignete  sich  im  Monat  Februar  in
Thürmsdorf  (Amtsh.  Pirna,  Krh.  Dresden),  der  andere  im  August  in  Schwarzenberg
(Schwarzenberg,  Zwickau).

In  3  Fällen  haben  die  Ermittelungen  keine  Anhaltspunkte  für  die  Art  der  Ansteckung
ergeben.  Hiervon  betraf  der  erste  eine  wiedergeimpfte  28jährige  Frau  in  Niedersaathen
(Kreis  Königsberg  i/N.,  Reg.-Bez.  Frankfurt),  welche  schon  nach  wenigen  Tagen  starb,  der
zweite  eine  geimpfte  54  jährige  Taglöhnerfrau  in  Oberneukirchen  (Bez.  Mühldorf,  Reg.-Bez.
Oberbayern),  welche  mit  Besen  hausierte,  der  dritte  ein  geimpftes  13jähriges  Mädchen  in
Gnadenberg  (Bunzlan,  Liegnitz);  von  letzterem  wurde  eine  geimpfte  7  jährige  Schwester
angesteckt,  welche  etwa  2  Wochen  später  erkrankte.

Gesamtübersicht  über  das  Lebensalter  und  den  Impfzustand  der  Erkrankten.

Lebensjahr  Diagnose
Zu-Impszustandy

  Verlauf  52  EESE
1  2  [([[[[IIImend  2
5  S  J  §*6.  8

gestorben  )  5.  3—  1  –0  11  1111  7

ungeimpft  schwer  bezw.  mittelschwer2  IU11  8  1  7—
leicht  10  4%  2  1—MUL„  ——

1.  l

.  .  gestorben  —  —  1  ——  —  ——4152121  2  —
wn  schwer  bezw.  mittelschwer  ——11  1  443  6/  6—  —
geimp  leicht  EEEIEEILLEE
enereen  –  1
wiedergeimpft  schwer  bezw  mittelschwer  —  —  —  —  32  5  1  —116  5—  —
Vreicht  –—1  %  N3
gestorben  W  ——S1
——  schwer  bezw  mittelschherr—□J.é¼"èç[-q’’
Impstustandes  seicht  –·□
15  %/%½¼10%  Lss

1)  Die  Angaben  des  Impfzustandes  bezlehen  sich  nur  auf  die  rechtzeitigen  Impfungen;  die  Zahl  derjenigen  Personen,
welche  erst  im  Inkubationsstadium,  also  zu  spät,  zum  erstenmal  oder  wiederholt  gelmpft  worden  sind,  ist  hierunter  angegeben.
  —  )  Darunter  1  zu  spät  geimpft.  —  5)  Desgl.  2.  —  4)  Desgl.  4.  —  5)  Außerdem  starb  am  5.  Januar  1903  in
Altona  ein  53  jähriger  Mann,  dessen  Erkrankung  bereits  im  vorjährigen  Bericht  nachgewlesen  wurde.