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seitlich  vom  Garten  aus  zugängliche  Teil  als  eigentlicher  Impfstall  dient  und  mit  dem  Impfzimmer
  in  Verbindung  steht.  Im  Garten  ist  außerdem  ein  Anbau  errichtet  zur  Unterbringung
  der  Kälberwage,  welche  am  Jahresschluß  angeschafft  wurde.  Die  Beleuchtung,  die
sonst  im  Impfzimmer  und  im  Impfzubereitungszimmer  eine  unvollkommene  war,  wurde
durch  Anbringung  von  Glühstrümpfen  verbessert.

In  Cassel  wurde  aus  dem  Raume,  in  welchem  der  Rohstoff  verarbeitet  wird,  alles,
was  nicht  zur  Zubereitung  der  Lymphe  dient,  entfernt  und  fand  im  Impfraum,  der  genügend
  groß  ist,  Aufstellung.  Es  geschah  dies  in  der  Absicht,  die  Mitbenutzung  jenes
Raumes,  wie  sie  seither  üblich  gewesen  war,  nach  Möglichkeit  zu  vermeiden.  Im  Impfraum
  wurde  ein  neuer  Dampf-  und  ein  neuer  Trockensterilisationsapparat  aufgestellt,  im
Kälberstall  eine  neue  Kälberwage.  Ebenda  wurde  ein  Wolpertscher  Sauger  angebracht  und
ein  verschließbarer  Kasten  für  Torfstreu,  sowie  ein  zweiter  für  Gegenstände  angeschafft,  die
im  Stall  gebraucht  und  frei  aufgestellt  waren.  Um  diese  letzteren  Neuanschaffungen  unterzubringen,
  mußten  einige  Stände,  die  seither  nicht  benutzt  wurden,  wegfallen.

In  Cöln  erfuhren  im  Frühjahr  der  Kälberstall  und  im  Herbste  der  Impfraum  eine
wesentliche  Veränderung,  indem  der  alte  Asphaltfußboden,  der  immer  rauh  und  unsauber
war,  entfernt  und  durch  hartgebrannte  gelbe  Tonplatten  (von  den  Vereinigten  Servaiswerken
zu  Ehrang)  ersetzt  wurde.  Überall,  wo  die  Kälber  gehen  müssen  (auf  einem  Mittelsteig
durch  beide  Räume),  wurden  geriefte  Platten  genommen,  im  übrigen  glatte.  Um  eine
ununterbrochene  Verbindung  mit  dem  weißen,  schwer  zu  behauenden  Porzellanplattenbelag
der  Wände  herzustellen,  wurde  der  alte  Glassteinsockel  abgehauen,  die  unterste  Reihe  Porzellanplatten
  entfernt,  ein  Hohlkehlensockelstein  und  darüber  eine  entsprechend  zugehauene  Tonplatte,
beide  von  demselben  Material  wie  der  Fußbodenbelag,  angebracht.  Dadurch  wurde  zugleich
die  frühere  scharfe  Ecke  beseitigt.  Bei  dem  Umbau  des  Fußbodens  im  Kälberstall  wurden
auch  die  Kälberbuchten  so  aufgestellt,  daß  sie  nicht  mehr  wie  früher  eine  gemeinsame  Wand
haben,  sondern  je  durch  einen  Gang  getrennt  sind.  Dies  hat  den  Vorzug,  daß  die  Kälber
sich  nicht  mehr  belecken  können,  und  man  um  die  Tiere  herumgehen  und  sie  bequem  auch
von  der  Seite  besichtigen  kann.  Es  stehen  jetzt  beiderseits  vom  Mittelgange  je  vier  Buchten.
Ebenso  wurde  dem  Fußboden  eine  andere  Neigung  gegeben.  Während  sonst  der  einzige
Abfluß  in  dem  Mittelgang  lag,  so  daß  hier  am  Kopfende  der  Tiere  die  Jauchepfützen  standen,
ist  jetzt  der  Mittelgang  und  das  Kopfende  der  Buchten  hochgelegen,  das  Schwanzende  tief;
hier  führt  eine  Rinne  Kot  und  Urin  hinter  den  Buchten  an  beiden  Längswänden  zu  je
einem  Sinkkasten  und  zum  Kanal.  Der  Stall  hat  hierdurch,  sowie  durch  die  Glätte  des
Fußbodens,  wesentlich  an  Reinlichkeit  gewonnen,  auch  ist  jetzt  beinahe  kein  Stallgeruch  mehr
vorhanden.  Auch  im  Impfraume  wurde  der  Mittelgang  hochgelegt  und  ein  Gefälle  beiderseits
  nach  zwei  neuangelegten  Sinkkasten  geschaffen,  die  gerade  unter  dem  festen  und  fahrbaren
  Tische  liegen.  An  der  Hinterwand  wurden  zwei  große  Waschbecken  mit  fließendem,
durch  den  Fletscherschen  Schnellwärmer  erhitzbaren  Wasser  und  mit  einem  Abfluß  nach
dem  Kanal  angebracht,  da  die  bisher  benutzten  Waschschüsseln  ohne  fließendes  Wasser  schon
lange  unzulänglich  waren.  Im  Impfstalle  erhielten  Decke,  Wände  und  Fenster  einen  neuen
Anstrich  von  keimtötender  Porzellanemaillefarbe  (Pefton  Rosenzweig),  nachdem  die  Wände
vorher  durch  Spachtelmasse  geglättet  worden  waren.

In  München  wickelte  sich  der  Betrieb  im  Jahre  1904  in  den  Räumlichkeiten  ab,
welche  in  dem  Berichte  des  Jahres  1901  beschrieben  worden  sind.  Nach  vollendeter  Durchführung
  der  Heeresimpfung  konnten  am  26.  November  die  Gebäude  der  inzwischen  fertiggestellten
  neuen  Zentralimpfanstalt  bezogen  werden.  Diese  befindet  sich  im  Osten  der  Stadt
in  der  rechts  der  Isar  gelegenen  Vorstadt  Au.  Eine  nahe  Straßenbahnlinie  verbindet  diese