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sie  meist  nicht  unerheblich  an  Gewicht  zu;  nur  2  Tiere  hatten  am  Tage  ihrer  Ablieferung
dasselbe  Gewicht  wie  am  Aufnahmetage.  Gewichtszunahmen  von  1—2  kg  hatten  39,
2—3  kg  27,  3—4  kg  6  Tiere  aufzuweisen.

In  Dresden  diente  grobe  Holzwolle  als  Stallstreu.

In  Stuttgart  wurden  die  Tiere  mit  gutem  Wiesenheu  reichlich  gefüttert;  sie  zeigten
in  der  Regel  keinen  Gewichtsverlust,  auch  erfuhr  ihre  Freßlust  durch  die  Impfung  keinen
Abbruch.  Wenn  die  Ausleerungen  der  Tiere  nicht  genügend  dicklich  waren,  setzte  man  dem
Heu  etwas  Hafer  zu.  Die  Kosten  des  Futters  betrugen  für  1  Tier  im  Durchschnitt  4  M
während  des  Aufenthaltes  im  Stalle  der  Anstalt.  Dieser  dauerte  in  der  Regel  6  Tage,
weil  die  Tiere  meist  2  Tage  vor  der  Impfung  eingestellt  wurden  und  die  Reifung  der  Pocken
4  Tage  in  Anspruch  nahm:  vom  Sonnabend  früh  bis  Mittwoch  vormittag.  Die  Verpflegung
durch  den  Wärter,  welcher  einen  Wochenlohn  von  20  M  (Sonntag  einschl.)  erhielt,  kostet
für  das  einzelne  Tier  7  (—  1  täglich),  Futter  und  Wartung  zusammen  11  JX  für
jedes  Tier.

In  Cannstatt  erhielten  die  Tiere  gutes  Heu  und  wenig  Futtermehl.

In  Darmstadt  wurde  auf  eine  gute,  gesunde  Ernährung  der  Tiere,  die  übrigens
keine  Schwierigkeiten  machte,  mit  Sorgfalt  Bedacht  genommen.  Eine  Anderung  gegen  die
seitherigen  Verhältnisse  trat  nicht  ein:  Heu,  Kleie  und  Hafer  wurden  am  zuträglichsten  für
die  Tiere  gefunden.

Von  Wichtigkeit  für  die  Ernährung  und  die  Erhaltung  des  Gesundheitszustandes  ist
die  Sorge  für  Reinlichkeit  der  Tiere  und  ihrer  Stallung.  Für  die  Säuberung  der  Tiere
sorgte  der  Wärter  durch  Putzen  und  Striegeln;  das  Lager  und  der  Standort  der  Tiere
wurden  durch  eine  auf  einem  Lattenrost  ausgebreitete  Strohstreu  rein  gehalten.  Der  Harn
wurde  unmittelbar  in  die  städtischen  Kanäle  abgeführt.  Die  Stallwände  wurden  während  der
Impfzeit  wiederholt  mit  Kalkmilch  gestrichen.  Der  Kot  wurde  von  dem  Wärter  täglich  mehrmals
  entfernt.

Die  Fütterung,  Pflege  und  Wartung  der  Tiere  waren  einem  im  Hause  wohnenden,
verheirateten  Diener  anvertraut,  welcher  auch  das  Rasieren  der  Tiere  besorgte  und  bei  der
Impfung  und  Abimpfung  der  Tiere,  sowie  bei  der  Bereitung  der  Lymphe  Hilfe  leistete.

In  Schwerin  geschah  die  Ernährung  ausschließlich  durch  Milch.  Jedes  Kalb  erhielt
täglich  12  1.  Abgenommen  hatte  kein  Kalb;  zwei  Kälber  zeigten  weder  Zu=  noch  Abnahme,
die  übrigen  nahmen  sämtlich  an  Gewicht  zu  und  zwar  um  1  bis  7  kg,  durchschnittlich
um  3,6  kg.  —

In  Weimar  wurden  die  Kälber  mit  Vollmilch  und  je  6  Eiern  täglich  ernährt.
Eine  Abnahme  des  Gewichtes  während  des  Aufenthaltes  im  Impfstall  ist  in  keinem  Fall
beobachtet  worden.  Die  großen  Tiere  erhielten  Heu,  Luzerne  und  nassen  Schrot.  Das  Lager
bestand  aus  Haferstroh  auf  Lattenrost;  dieser  wurde  nach  jedesmaligem  Gebrauch  abgewaschen,
an  der  Luft  getrocknet  und  frisch  mit  Kalkmilch  angestrichen.  Der  Stall  wurde  nach  Bedarf
geheizt.  Die  Kaninchen  wurden  mit  Gemüseabfällen,  Grünfutter,  Heu  und  Klee  gefüttert.
Ein  Grundstück  in  der  Nähe  des  Schlachthofes  ist  gepachtet  und  mit  Klee  bestellt,  wodurch
voraussichtlich  die  Futterbeschaffung  vom  nächsten  Jahre  ab  erleichtert  wird.  Ein  Vorrat
von  Runkelrüben  und  Hafer  ist  bereit  gestellt.  Im  Sommer  wurden  die  Tiere  zweimal,  im
Winter  einmal  reichlich  gefüttert,  immer  mit  Beigabe  von  Hafer,  Brot,  gekochtem  Mais,
Kartoffeln  oder  Kleie.  Der  Hafer  wird  ihnen  in  flachen  Schüsseln  mit  frischem  Wasser
übergossen  gereicht.

In  Bernburg  erhielten  die  Tiere  Milch,  Eier  und  Mehlsuppe.  Mit  Ausnahme
eines  Kalbes  hatten  alle  Tiere  an  Gewicht  zugenommen,  im  Durchschnitt  2,,  kg.