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In  Oppeln  war  der  Gesundheitszustand  durchweg  gut;  daher  konnte  der  gewonnene
Impfstoff  von  sämtlichen  Kälbern,  soweit  es  sich  nicht  um  Variola-Versuchskälber  handelte,
zur  Verwendung  gelangen.  Die  Temperatur  vor  der  Impfung  der  Tiere  betrug  38,5
bis  390,  vor  Abnahme  der  Lymphe  stieg  sie  nur  ausnahmsweise  bei  einigen  Tieren
bis  40

In  Halle  a.  S.  war  der  Gesundheitszustand  der  Tiere  im  ganzen  recht  gut,  was  am
deutlichsten  daraus  hervorgeht,  daß  bei  keinem  nach  dem  Schlachten  sich  krankhafte  Veränderungen
  vorfanden,  und  der  Ertrag  aller  Tiere  verwendet  werden  konnte.  Bei  33  Tieren
war  der  Gesundheitszustand  tadellos;  6  soffen  schlecht  vor  dem  Impfen,  2  nach  dem  Impfen.
Kalb  Nr.  38  bekam  täglich  12  Eier,  da  es  fast  gar  keine  Milch  nehmen  wollte;  leichten
Durchfall  hatten  7,  erheblichen  2  Kälber.  Keine  Gesundheitsstörungen  zeigten  Kalb  Nr.  58,
dem  ¾  1,  und  Kalb  Nr.  59,  dem  11¼1  Blut  4  Tage  vor  dem  Impfen  zu  Versuchszwecken
  entzogen  waren,  nur  soff  Kalb  Nr.  59  zunächst  wenig.

Die  Körpertemperatur  schwankte  bei  dem  Impfen  zwischen  38,6  und  4060,  bei  dem
Abimpfen  zwischen  39  und  40,0.  Die  Gewichtszunahme  betrug  im  Durchschnitt  5  kg  (4  %09),
die  höchste  Zunahme  11  kg,  nur  2  Tiere  nahmen  ab  (5,6  und  2,  kg).

In  Hannover  wurde  von  der  Impfung  eines  eingestellten  Tieres  Abstand  genommen,
weil  es  am  Tage  vorher  an  hochgradigen  Atmungsbeschwerden  litt.  Im  übrigen  war  der
Gesundheitszustand  der  Tiere  gut,  nur  ausnahmsweise  kamen  am  letzten  Tage  Durchfälle
vor.  Der  Schlachtbefund  war  bei  einem  Tier  ungünstig,  es  litt  an  Leber-,  Darm=  und
Milzentzündung;  der  gewonnene  Rohstoff  wurde  vernichtet.

Der  Lieferant  hat  über  die  Beschaffenheit  des  Fleisches  nicht  geklagt;  im  Gegenteil  ist
das  Fleisch  der  Impfkälber  von  verschiedenen  Seiten  besonders  gesucht,  da  die  Tiere  in  der
Anstalt  gut  ernährt  werden  und  an  Gewicht  zunahnen.  Diese  Zunahme  betrug  bis  zu
5  kg,  im  Durchschnitt  3  kg.

Die  Körperwärme  der  Tiere  betrug  vor  der  Impfung  38.6  bis  40,,,  im  Durchschnitt
39,20,  bei  der  Abimpfung  38,  bis  41,1,  im  Durchschnitt  40,,0;  7  mal  stieg  sie  über  410
1mal  war  sie  bei  der  Abimpfung  ebenso  hoch  wie  am  Tage  der  Impfung,  5  mal  wurde
eine  Abnahme  um  0#  bis  O060  beobachtet.  Auch  in  diesem  Jahre  zeigten  wieder  die  Kälber
mit  den  bestentwickelten  Pusteln  die  größte  Temperaturzunahme.

In  Cassel  war  der  Gesundheitszustand  der  Impftiere  im  allgemeinen  gut;  die  Körperwärme
  der  Kälber  schwankte  zwischen  38,,  und  3950,  bei  2  sank  sie  während  der  Impfzeit.
  Die  höchste  Temperatur  erreichte  Kalb  Nr.  60  mit  40,60.  Bei  der  Schlachtung  wurden
2  Kälber  krank  befunden;  sie  zeigten  ein  starkes  Odem  der  Bauchdecken  und  des  Unterhautbindegewebes;
  infolgedessen  wurde  die  Lymphe  nicht  verwendet.  Eine  Probeimpfung,  welche
nach  einigen  Monaten  mit  dieser  Lymphe  versucht  wurde,  blieb  erfolglos.

Aus  Cöln  wurde  über  Gesundheitsstörungen  nichts  berichtet.  Die  Körperwärme  betrug
vor  der  Abnahme  der  Lymphe  39,  bis  40,60.

In  München  hielt  sich  die  Temperatursteigerung  in  der  Zeit  der  Pustelreifung  durchweg
in  mäßigen  Grenzen.  Eine  Steigerung  bis  zu  1°  zeigten  4  Tiere,  um  1  bis  20  32,  um
2  bis  30  24,  um  3  bis  40°  8  Tiere,  bei  6  blieb  die  Körperwärme  unverändert.  In  keinem
Falle  überstieg  sie  400.  Bei  2  Impftieren  ergab  die  Schlachtung  einen  krankhaften  Befund.
Das  Kalb  Nr.  41  litt  an  einem  Leberabszeß;  der  Impfstoff  kam  nicht  zur  Verwendung.
Da  der  Impferfolg  sehr  dürftig  war,  so  fiel  der  Verlust  nicht  ins  Gewicht.  Beim  Kalb
Nr.  59  wurden  sogenannte  „Flecknieren“  gefunden.  Obwohl  gegen  die  Verwertung  des