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gelten.  Die  beobachteten  Temperaturen  betrugen  vor  der  Impfung  2  mal  38,,  je  1  mal
38,,  38,,  und  38,,  3  mal  89,0  und  1  mal  39,/10;  bei  der  Abimpfung  je  1  mal  39,  und
39,6,  3  mal  39,,  je  1  mal  40,,  40,,  40,5  und  40,60.  Feststehende  Beziehungen  zwischen
den  Temperaturerhöhungen  beim  Abimpfen  und  der  Menge  der  Erträge  ließen  sich  aus  den
Temperaturbeobachtungen  nicht  ableiten.

In  Schwerin  war  der  Gesundheitszustand  der  Tiere  gut.  Mit  Ausnahme  eines
Tieres,  bei  welchem  Tuberkulose  der  Lungen,  Leber  und  einzelner  Gekrösdrüsen  festgestellt
wurde,  wurden  sämtliche  übrigen  Tiere  nach  der  Schlachtung  gesund  befunden.

In  Weimar  kamen  regelwidrige  Temperatursteigerungen  oder  sonstige  Erkrankungen
nicht  vor.  Odematöse  Anschwellung  der  Impffläche  und  des  Nabels  wurde  nicht  beobachtet.
Diese  Erkrankung  beruht  nach  der  Ansicht  des  Berichterstatters  auf  einer  besonderen,  unter
Umständen  dem  Stalle  anhaftenden  Infektion.  Seitdem  nach  jeder  Einstellung  von  Impftieren
  der  Betrieb  unterbrochen  und  Desinfektion  der  Lattenroste  vorgenommen  wird,  ist  dieser
unangenehme  Zwischenfall  nicht  wieder  eingetreten.

In  Bernburg  sind  Durchfälle  in  erwähnenswerter  Weise  nicht  aufgetreten.
Die  Körperwärme  betrug  bei  der  Einstellung  38,,  bis  39,80,  bei  der  Abimpfung  39,
bis  40%#.

In  Lübeck  war  der  Gesundheitszustand  der  Tiere  dauernd  gut.  Die  höchste  Körpertemperatur
  vor  dem  Impfen  betrug  396,  bei  der  Abnahme  des  Impfstoffes  40,,0.  Sofort
darauf  wurde  die  Schlachtung  vorgenommen;  krankhafte  Veränderungen  wurden  nicht  vorgefunden.



In  Hamburg  war  die  Gesundheit  der  Tiere  im  allgemeinen  günstig.  Das  Kalb
Nr.  3  zeigte,  als  es  zum  Zwecke  der  Impfung  rasiert  worden  war,  eine  runde,  kartenblattgroße,
  mit  Ausschlag  behaftete  Stelle;  das  Kalb  Nr.  24  erwies  sich  nach  der  Abimpfung,
als  es  geschlachtet  worden  war,  als  tuberkulös.  Das  Kalb  Nr.  3  wurde  sofort  weggegeben,
die  Lymphe  des  Kalbes  Nr.  24  wurde  vernichtet.

Die  Temperatur  der  Tiere  schwankte  zwischen  39,  und  40,10;  ihr  Gewicht  zwischen
90  und  146  kg,  dieses  nahm  während  der  Blatternentwickelung  im  Durchschnitt  um  0,/  kg
zu.  Die  Kaninchen  sind  von  Krankheiten  fast  ganz  verschont  geblieben,  nur  2  sind  krank.-heitshalber
  getötet  worden,  weil  sie  Abszesse  bekommen  hatten.

In  Straßburg  i.  E.  waren  alle  Tiere  gesund.  Die  Körperwärme  betrug  bei  der
Impfung  39,  bis  398,  durchschnittlich  39,)0,  bei  der  Abimpfung  39,  bis  40,/  durchschnittlich
  400.

In  Metz  war  der  Gesundheitszustand  sowohl  während  der  Entwickelung  der  Blattern
als  bei  der  tierärztlichen  Beschau  nach  der  Lympheentnahme  gut  Nur  Zmal  ist  im  Verzeichnisse
  der  Impftiere  vermerkt,  daß  vom  3.  Tage  nach  der  Impfung  an  etwas  Diarrhöe
bestanden  hat;  bei  1  Kalb  hatte  das  Gewicht  um  0,,  kg  abgenommen,  bei  2  um  4  bezw.
1  kg  zugenommen.

Die  Temperatur  betrug  im  Mittel  bei  der  Impfung  390,  unmittelbar  vor  der
Lympheentnahme  40,80.  Wie  wiederholt  bisher  festgestellt  worden  war,  scheint  die  Höhe  der
Temperatur  mit  der  Wirksamkeit  der  Lymphe  nicht  in  geradem  Verhältnis  zu  stehen;  es
betrug  die  Temperaturerhöhnng  z.  B.  bei  Kalb  Nr.  5,  das  eine  der  wirksamsten  Lymphen
geliefert  hat,  nur  0,o  (von  39,2  auf  39//0),  dagegen  zeigte  Kalb  Nr.  4,  dessen  Ernte  gleich
von  vornherein  völlig  versagte,  eine  Erhöhung  von  39,/1  auf  4060.

Mediz.-stat.  Mitteil.  a.  d.  Katserl.  Gesundheitsamte.  Bd.  K.  5