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Impftiere  wurden  geimpft  Gesamtmit
  zahl  der

Menschen!  Tier.  Menschen-  geimpften

und  Tiler-  e
lymphe  lymphe  louphe  Tier

Anstalt  Bemerkungen

Laufende  Nr.

übertragen  worden.  Im  übrigen  blieb
der  Lymphestamm  animal.  Im  Juli  war
es  möglich,  einen  neuen  Variolavakzinestamm
  aus  den  Pockenborken  eines  in
Flensburg  an  den  Pocken  erkrankten  Mannes
zu  gewinnen.  Dieser  Stamm  wurde  benannt:
  „Hamburger  Variolavakzine  von
1904".  Die  Lymphe  dieses  Stammes  ist
#r  öffentlichen  Impfungen  mit  vorzüglichem
Grfolge  benutzt  worden.

21  Straßburg  i.  E.  8  1  —  9  Zur  Impfung  wurde  reine  Kinderlymphe
mit  Glyzerin  verdünnt  angewendet,  welche
von  einem  Arzt  in  Hagenau  bei  den  öffentlichen
  Impfungen  abgenommen  worden  war.

22Metz.  ..  ..  .  .  ..  .  —  17  3  20  Auf  die  Mannigfaltigkeit  in  der  Herkunft

des  zur  Verwendung  gekommenen  Iwstoffes
  werden  vom  Berichterstatter  die  beobachteten
  5  Mißernten  zurückgeführt.  Es
wurden  9  Kälber  mit  Lymphe  aus  Tours
(davon  8  mit  Erfolg),  8  mit  einer  Mischung
von  Lymphe  aus  Tours  und  Metgzer  Retrovalzine
  (2  mit  Erfolg),  8  mit  Metzer  Retrovakzine
  und  Kinderlymphe  (sämtlich  ohne
Erfolg),  2  mit  Lymphe  aus  Tours  und
aus  Dresden  (mit  Erfolg),  1  mit  Lymphe
aus  Tours  und  aus  Kuba  mit  recht  schönem
und  1  mit  Lymphe  aus  Kuba  mit  meist
sehr  schönem  Erfolg  geimpft.  Diefer  letzte
Stoff  wurde  jedoch  nicht  auf  Kinder  weitergeimpft,
  diente  vielmehr  zur  Weiterimpfung
eines  Kalbes  mit  einem  Rest  der  aus
Straßburg  bezogenen  Lymphe.  Sowohl
bei  Hrobginrpsungen  als  auch  bei  den
öffentlichen  Impfungen  in  und  außerhalb
Metz  wurden  mit  diesem  Stoffe  schöne
Kusteln  ohne  auffallende  Reizerscheinungen
erzielt.

Das  Impfverfahren.

In  Königsberg  i.  Pr.  wurde  zur  Impfung  wie  bisher  die  hinter  dem  Nabel  gelegene
  Bauchfläche,  sowie  die  Innenfläche  der  Oberschenkel  benutzt.  Das  rasierte  Impffeld
wurde  mit  Seife  und  sterilisiertem  Wasser  gründlich  gereinigt.  Die  Impfung  erfolgte  in
parallel  verlaufenden  Längsschnitten  von  1  bis  15  cm  Abstand.

In  Berlin  erfolgte  die  Impfung  durch  lange  Parallelschnitte,  welche  meist  dicht
nebeneinander,  im  Juni  und  Juli  aber,  als  mehrfach  eingetretene  Odeme  zur  Vorsicht  aufforderten,
  in  größeren  Abständen  voneinander  angelegt  wurden.  Flächenimpfungen  wurden
gelegentlich  zu  Demonstrationszwecken  vorgenommen.  Eine  Desinfektion  mit  5%  0  Sublimatlösung
  und  Entfernung  der  letzteren  durch  Abspülen  mit  gekochtem  Wasser  ging  den  Kälberimpfungen
  in  allen  Fällen  voran.

In  Stettin  wurde  nur  reines  abgekochtes  Wasser  zum  Reinigen  der  Impffläche  und
der  Impfpocken  verwendet.  Die  Impfschnitte  wurden  in  der  üblichen  Entfernung  von  1  bis
2  cm  gemacht.  Immun  zeigte  sich  keins  der  geimpften  Kälber.