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In  Hannover  wurde  nach  96  Stunden  abgeimpft.  Der  Impfstoff  wurde  mit
Glyzerinwasser  (2  Glyzerin:  1  Wasser)  verrieben,  und  zwar  im  Verhältnis  von  1:  4  —  11mal,
von  1:  5  =  71  mal,  von  1:  6  -1  mal.

In  Cassel  erfolgte  die  Abnahme  wie  seither  nach  88  Stunden  unter  Vermeidung
von  Desinfektionsmitteln.  Der  Rohstoff  wurde  im  Mörser  verrieben  und  mit  5  Teilen
Glyzerinwasser  verdünnt.  Die  Lymphe  wurde  im  Kühlhause  des  Schlachthofes  aufbewahrt
und  von  dort  in  kleinen  Mengen  nach  dem  Eisschranke  in  der  Wohnung  des  Leiters  der
Anstalt  zum  Versand  übergeführt.

In  Cöln  wurde  vom  getöteten  Tiere  nach  Zmal  24  Stunden  in  der  bisherigen
Weise  abgeimpft;  Spatel  und  Löffel  wurden  in  1  prozentiger  Sodalösung  ausgekocht.

Die  Verreibung  erfolgte  wie  bisher  in  großen  Porzellanmörsern  ohne  sonstige  Apparate.
Verrieben  wurde  der  Impfstoff  von

1  Kalb  zu  1:  ½  Teil  Wasser  +  2  Teile  GElgyzerin,

1  „  „  1:  1  +  2  #  n  -
6  Kälbern  „  1:  1½  „  1  3  „  „  „
43  „  1:  1  +  4  rr  "  /
20  n  „  1:2  #  #  +  4  n  l  -
9  "5  „"  1:  2  r  i  +  5  r„  7  -
2  „"„  1:3  „  „  T  7  „  (

Die  Emulsion  war  immer  tadellos.

In  München  geschah  die  Abnahme  des  Impfstoffs  bei  4  Tieren  im  Verlaufe  des
4.  Tages,  bei  12  am  Ende  des  4.,  bei  39  im  Verlaufe  des  5.,  bei  10  am  Ende  des
5.  Tages,  bei  5  am  6.,  bei  1  am  7.  Tage.  3  Tierimpfungen  verliefen  ohne  Ergebnis.
Die  früheste  Abnahme  erfolgte  nach  Verlauf  von  91,  die  späteste  nach  Verlauf  von
153  Stunden.  Bei  den  mit  animaler  Lymphe  geimpften  Tieren  ersorderte  wie  in  früheren
Jahren  die  Pustelreifung  eine  längere  Zeit.  Die  Lymphesorten,  welche  durch  die  Verimpfung
  von  Tierlymphe  gewonnen  wurden,  standen  vor  allem  in  der  Menge  weit  hinter
den  Erträgnissen  zurück,  welche  durch  Verimpfung  von  Kinderlymphe  erzielt  wurden.  Die
mit  Tierlymphe  geimpften  7  Kälber  ergaben  insgesamt  44/,58  g  Rohstoff  =  33900  Portionen
Emulsion,  mithin  kam  auf  jedes  Tier  die  Durchschnittsmenge  von  6,37  g  Rohstoff  —
4843  Portionen  Emulsion.  3  von  diesen  Tieren  wurden  mit  einer  Lymphe  geimpft,  welche
von  einem  in  Radolfzell  vorgekommenen  Pockenfalle  abgezüchtet  worden  war.  Der  davon
bereitete  Impfstoff  hatte  jedoch  bei  der  Fortzüchtung  auf  den  Tieren  nur  sehr  kümmerliche
Erfolge  und  befriedigte  auch  bei  der  Menschenimpfung  so  wenig,  daß  nach  wiederholten
Proben  von  seiner  weiteren  Verwendung  abgesehen  werden  mußte.  Dagegen  zeigte  die  im
Berichtsjahre  gezüchtete  Retrovakzine  wieder  die  bewährte  Wirksamkeit,  wenn  auch  beim
Eintritte  der  diesmal  besonders  warmen  Jahreszeit  die  Haltbarkeit  der  einzelnen  Sorten  zu
leiden  begann.  Mit  den  aus  Oppeln  erhaltenen,  zu  Emulsion  verriebenen  Borken  von
Variolapusteln  wurden  2  Kälber  ohne  den  geringsten  Erfolg  geimpft.

In  Dresden  wurden  14  Tiere  nicht  abgeimpft,  1  wegen  Notschlachtung,  1  wegen
Todes  im  Stall  nach  der  Impfung,  12  wegen  unvollkommener  Pustelentwickelung.  78  Tiere
wurden  lebend  abgeimpft,  44  sofort  nach  der  Tötung.  Die  Abimpfung  geschah  12  mal
4  Tage  nach  der  Impfung,  43  mal  nach  4½/  Tagen,  58  mal  nach  5,  5  mal  nach  5½
und  4  mal  nach  6  Tagen.  Bei  122  abgeimpften  Tieren  war  von  8  der  Impfstoff  nicht
verwendbar,  weil  der  Schlachtbefund  7  mal  alte  tuberkulöse  Drüsen,  1  mal  Nierenentzündung
aufwies.  Der  abgeschabte  rohe  Impfstoff  wurde  unter  Zusatz  von  verdünntem  Elgyzerin
(3  Teile  Glyzerin  und  1  Teil  Wasser)  zum  Teil  sofort,  zumeist  erst  nach  mehreren  Wochen