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Weimar.
Im  Berichtsjahre  wurden  etwa  90  0000  Portionen  abgegeben.

Bernburg.

Für  die  Arzte  des  Herzogtums  Anhalt  sind  in  448  Sendungen  21  712  Portionen,  einschl.
1  580  Portionen  für  Impfung  von  Ausländern,  versandt  worden.  Ferner  erhielten  das  Herzogtum
Braunschweig  21  565,  das  Großherzogtum  Oldenburg  18  552,  davon  das  Fürstentum  Birkenfeld  1  805,  die
Marine  30  010,  das  IV.  Armeekorps  6  947,  deutsche  Privatärzte  außerhalb  Anhalts  13  028  Portionen.
Zur  Impfung  von  13  Kälbern  wurden  etwa  1  650,  zu  bakteriologischen  Untersuchungen  etwa  1000  Portionen
verwendet,  ferner  wurden  1  400  bis  1  500  Portionen  im  Sommer  als  unwirksam  vernichtet,  240  Portionen
gingen  durch  Röhrchenbruch  usw.  verloren.  Es  blieb  ein  Vorrat  von  ungefähr  3  000  bis  3  500  Portionen.
Aus  dem  Vorjahre  waren  etwa  1  800  Portionen  übernommen.

Lübeck.

Zum  Bersand  gelangten  an  die  öffentlichen  Impfärzte  4  Röhrchen  zu  je  30,  54  zu  je  20,  203  zu
je  15,  19  zu  je  10  und  1  zu  5  Portionen,  an  Privatärzte  4  Röhrchen  zu  je  20,  22  zu  je  15,  58  zu  je
10  und  165  zu  je  5  Portionen.

Hamburg.

Die  Hauptmenge  des  gewonnenen  Impfstoffes  wurde  in  der  Impfanstalt  selbst  zu  26  901  Impfungen
und  Wiederimpfungen,  sowie  zur  Impfung  der  Kälber  und  sonstigen  Impftiere  verwendet.  Die  Distriktsärzte
  erhielten  87  Büchsen  mit  Impfstoff,  ausreichend  für  etwa  7000  Impfungen.  Das  übrige  ging  an
Privatärzte,  an  staatliche  Impfanstalten,  an  Auswandererärzte,  an  Krankenhäuser,  Lazarette  usw.  Je  eine
Sendung  erhielten  die  Privat-Impfstoffgewinnungsanstalten  von  Dr.  Boltz  in  Hamburg  und  von  Pissin  in
Berlin,  ferner  die  Anstalten  von  Würtz  in  Paris,  Chaumier  in  Plessis  les  Tours,  Dreyer  in  Kairo  und
Kinyoun  in  Washington.  Im  ganzen  sind  146  Glasbüchsen  und  8  331  Röhrchen  mit  Impfstoff  abgegeben
  worden.

Straßburg  i.  E.

Außer  dem  Impfstoffe  für  etwa  15  000  Militärimpfungen  wurden  an  öffentliche  Impfärzte  usw.
auf  772  Bestellungen  61  600  Portionen,  an  Privatärzte  auf  206  Bestellungen  3  710  Portionen  abgegeben.
Diese  Mengen  blieben  um  etwa  20  000  Portionen  hinter  denjenigen  des  Vorjahres  zurück,  in  dem  wegen
des  Pockenausbruches  einem  außergewöhnlich  großen  Bedarf  an  Lymphe  zu  genügen  war;  sie  entsprechen
aber  den  Mengen  der  früheren  Jahrgänge.

Metz.

Es  gelangten  zur  Abgabe  120  Sendungen  mit  41269  Portionen  (davon  stammten  32  379
Portionen  aus  der  eigenen  und  8  890  aus  anderen  Anstalten)  für  öffentliche  Impfungen  und  Wiederimpfungen
  an  Impfärzte  im  Absatzgebiete  der  Landesimpfanstalt,  70  Sendungen  mit  600  Portionen
für  Privatimpfungen  und  26  Sendungen  mit  11  010  Portionen  (8  510  Metzer,  2500  auswärtige  Lymphe)
für  Schutzimpfungen  aus  Anlaß  von  Pockenausbrüchen  in  den  Kreisen  Diedenhofen  und  Metz,  sowie  auf
Bestellung  des  Sanitätsamtes  des  XVI.  Armeekorps  52  Sendungen  mit  15  739  Portionen  (davon  15  470
für  Rekrutenimpfungen).  Insgesamt  erfolgten  268  Sendungen  mit  68  618  Portionen.

Rechnet  man  zu  dieser  Summe  der  versandten  Portionen  noch  den  zu  den  öffentlichen  Impfungen
in  der  Stadt  und  zu  Probeimpfungen  verwendeten  Impfstoff  hinzu,  so  sind  in  diesem  Jahr  über
70  000  Portionen  Lymphe  zur  Abgabe  und  zur  Verwendung  gekommen.

Art  der  Versendung  des  Impfstoffes.

In  Königsberg  i.  Pr.  trat  in  der  Versendungsart  keine  Anderung  ein.

In  Berlin  gelangte  der  Impfstoff  ausnahmslos  in  verkorkten  Fläschchen  zur  Abgabe,
welche  in  Holzhülsen  oder  Pappschachteln  verpackt  den  Empfängern  in  Briefumschlägen  zugingen.
  Die  für  Apothekenniederlagen  bestimmten  Fläschchen  wurden  in  Papierhülsen  mit
Siegelmarken  verklebt  abgegeben.

Bei  der  brieflichen  Zusendung  von  Einzelpackungen  in  Pappschachteln  kam  es  gelegentlich,
  wenn  auch  selten,  vor,  daß  einige  Fläschchen  zerdrückt  anlangten.  Für  7  Sendungen
  mit  872  Portionen,  die  beschädigt  eintrafen,  mußte  Ersatz  geleistet  werden.