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Die  Zahl  der  aus  der  Anstalt  versandten  Portionen  zu  je  1  Impfung  betrug  578
gegenüber  420  im  Vorjahre.

In  Stettin  wurde  der  Impfstoff  in  sterilisierten  und  gut  verkorkten  Glastuben  zu
1,  5,  50  und  100  Portionen  versandt,  auf  besonderen  Wunsch  auch  zu  10  und  20  Portionen.
  Kapillaren  wurden  nicht  abgegeben.  Die  Glastuben  wurden  in  Holzhülsen  unter
Verwendung  von  Briefumschlägen  aus  festem  Papier  zum  Versande  gebracht.

In  Oppeln  wurde  die  Lymphe  wie  bisher  in  Kapillaren  und  in  Fläschchen  von
O,as  bis  2  cem  Inhalt  versandt.  An  die  Impfärzte  erfolgte  die  Absendung  4  Tage  vor
dem  Impftermin,  damit  ausreichende  Zeit  zur  Nachsendung  blieb,  falls  die  Sendung  unterwegs
  Schaden  erlitten  hatte.  Die  zum  Verschluß  der  Gläschen  benutzten  Korke  wurden  bis
zur  Verwendung  in  Alkohol  aufbewahrt.

In  Halle  a.  S.  sind  die  Abgabebehälter  dieselben  geblieben,  ebenso  die  zu  ihrer
Versendung  benutzten  Holzbüchsen  und  Briefhüllen.  Wie  früher  wurde  Bedacht  darauf  genommen,
  daß  die  Lymphesendungen  den  größten  Teil  ihres  Weges  während  der  Nachtzeit
zurücklegten,  um  sie  der  Einwirkung  höherer  Lufttemperaturen  zu  entziehen.  Bei  der  Versendung
  hat  sich  die  Befestigung  der  die  Lymphebehälter  enthaltenden  Holzbüchsen  am  Grunde
der  Briefhülle  durch  eine  mit  der  Heftmaschine  eingetriebene  seine  Drahtklammer  vorzüglich
bewährt.

Auf  den  den  Lymphesendungen  beigegebenen  Gebrauchsanweisungen  ist  die  Warnung
vor  dem  Gebrauche  scharfer  Lanzetten  und  vor  der  unzweckmäßigen  Verwendung  von  Desinfektionsmitteln
  auf  dem  Kinderarme  wie  am  Impfinstrumente  beibehalten  worden.

Auch  in  Hannover  wurde  die  Art  der  Versendung  nicht  geändert.  Seit  dem  Jahre
1902  ist  der  Verbrauch  von  Einzelportionen  von  1328  auf  2441,  der  von  Röhrchen  zu
5  Portionen  von  1  475  auf  1860  gestiegen.  Wie  u.  a.  aus  den  Meldekarten  festgestellt
werden  konnte,  wurde  häufig  eine  Einzelportion  zur  Impfung  mehrerer  Personen  verwendet.
Es  ist  zu  befürchten,  daß  dabei  der  Vorzug  der  Einzelportionen,  eine  Aufbewahrung  des
Impfstoffes  zu  vermeiden,  verloren  geht.

In  Cassel  blieb  die  Art  der  Versendung  gegen  das  Vorjahr  unverändert.

In  Stuttgart  wurde  der  Impfstoff  an  die  amtlich  bestellten  Impfärzte  in  Zylindergläsern
  aus  hinreichend  starkem  Glase  in  Portionen  zu  25,  50,  100,  150  und  200  Impfungen
versandt.  Der  Verschluß  erfolgte  mit  Korken  und  Staniol.  Die  Privatärzte  erhielten  die
Lymphe  in  Röhrchen  zu  5  bis  6  Impfungen  zum  Preise  von  1  M.  für  das  Röhrchen.
Da  bezüglich  der  Kapillarröhrchen  der  Wunsch  geäußert  ist,  daß  entweder  die  Lymphen  etwas
dünnflüssiger  hergestellt  werden  oder  die  Röhrchen  einen  größeren  Durchmesser  erhalten  möchten,
damit  das  Ausblasen  des  Impfstoffes  erleichtert  werde,  wurden  vom  Herbst  an  weitere  Röhrchen
verwendet.  Die  Versendung  an  die  Physikate  fand  hauptsächlich  in  den  Monaten  April,
Mai,  Juni  und  September,  diejenige  für  das  Militär  im  Oktober  und  November  statt.

In  Cannstatt  wurde  der  Impfstoff  in  mittelgroßen  und  kleinen,  in  der  Mitte
bauchigen  Kapillaren  versandt;  die  größeren  enthielten  etwa  15,  die  kleineren  5  Einzelportionen.
  Nur  wenige  öffentliche  Impfärzte  erhielten  Lymphe  in  Zylindergläschen  zu  5  g.

In  Karlsruhe  hat  sich  die  seit  2  Jahren  eingeführte  Art  der  Versendung  bewährt.
Die  bis  Sonnabend  jeder  Woche  bestellte  Lymphe  gelangt  so  rechtzeitig  zur  Absendung,  daß
jeder  Impfarzt  sich  am  Montag  früh  im  Besitze  des  Impfstoffes  befindet.  Die  Verpackung
geschah  zum  Teil  noch  in  Holzhülsen,  zum  größten  Teile  jedoch  in  Blechdosen.  Diese  seit
2  Jahren  eingeführte  Neuerung  hat  sich  vollständig  bewährt;  Zertrümmerungen  der  Lymphegläschen
  infolge  Anwendung  des  Poststempels  kamen  dabei  nicht  mehr  vor.