—  124  —

in  großer  Menge  subkutan  injizierte  Ovine  veranlaßte  nur  eine  verhältnismäßig  milde  Schafpockenkrankheit.


3.  Ovine  auf  Hammel  und  Lamm.  Derselbe  junge  Hammel  erhielt  am  18.  November
  in  die  Achselhöhle  etwa  2  bis  3  g  einer  Mischung  von  Ovine  und  physiologischer
Kochsalzlösung  subkutan.  Die  Staatsimpfanstalt  verdankt  die  Sendung  eines  Räöhrchens
Ovine  dem  Institut  Pasteur  und  dem  Professor  Würtz  in  Paris,  der  auf  einer  Studienreise  die
Hamburger  Anstalt  besucht  und  diese  Sendung  vermittelt  hat.  Die  Einstichstelle  schwoll  an;
vom  3.  Tage  an  bildete  sich  eine  länglichrunde  Geschwulst  bis  zu  6  cm  Länge,  die  auf  Druck
empfindlich  war,  undeutlich  fluktuierte,  schließlich  ziemlich  hart  wurde,  vom  10.  Tage  an  sich
wieder  verkleinerte  und  an  der  Oberfläche  zu  einer  harten  Borke  eintrocknete.  Mittels  Probepunktion
  wurden  der  Geschwulst  am  10.  Tage  einige  Röhrchen  klaren  Serums  entnommen.
Die  Temperatur  des  Hammels  blieb  bis  zum  3.  Tage  normal,  39,,0,  dann  begann  starkes
Fieber  mit  starker  Dyspnoe:

am  22.  November  40,,0  40770

„  23.  „  40,%  4200
„  24.  „  42,00  41,20
„  25.  „  40,%  40770
„  26.  „  40,40  40,00
„  27.  „  3960  39,60
„  28.  „  39,,60  39,70
„  29.  6  39,5°%  4000
„  30.  »  404040x0
»1.Dezember40,4040,20
„  2.  6  3980  390
„  3.  („  40%%  40,00
„  4.  2  39,,0  39;60
„  5.  („  39,60  39,60
„  6.  »  39403990

,,7.  »  39,8039,20»normal.

Am  27.  November,  dem  9.  Tage  nach  der  Einspritzung,  zeigte  sich  nach  dem  Ablaufe
des  Invasionsfiebers  der  Ausschlag,  der  aber  sehr  sparsam  auftrat  und  schon  am  29.  eintrocknete.
  Das  Tier  war  nachher,  obwohl  anfangs  noch  etwas  fieberhaft,  wieder  munter
und  hatte  Freßlust.  Als  es  am  8.  Dezember,  dem  20.  Tage  nach  der  Impfung,  geschlachtet
wurde,  zeigten  sich  die  Lungen  gesund,  nur  der  Labmagen  war  mit  vielen  kleinen  Knötchen,
ähnlich  geschwollenen  Solitärfollikeln,  besetzt.  An  der  Haut  war  nichts  Abnormes  mehr  zu
finden.  Das  Blut  erwies  sich  als  steril.

Bei  einem  Lamme,  das  keinerlei  Vorimpfung  unterzogen  war,  verlief  die  Schafpockenkrankheit
  viel  schwerer,  obwohl  ihm  nur  die  Hälfte  des  dem  vorigen  Tiere  eingespritzten
Ovinesalzwassers  subkutan  beigebracht  worden  war.  Zur  Zeit  der  Einspritzung  am  18.  November
  hatte  das  Tier  eine  Temperatur  von  39060,

am  21.  November  39,,0  40)10
„  22.  4½%  4180

„  23.  „  40,%  41,20
„  24.  6„  417°%  41880
„  25.  „  41,,0  41880
„  26.  2  41,0  41880