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am  27.  November  41,00  41,00
„  28.  „  40,39  40,60
„  29.  2  40,0  40,60
„  320.,„  4060%  40/60
„  1.  Dezember  4050.

Am  22.  November  (dem  3.  Tage)  zeigte  das  Tier  Fieber,  Kurzatmigkeit,  Anschwellung
der  Injektionsstelle;  am  23.  war  der  Leib  sehr  gespannt,  es  bestand  hochgradige  Dyspnoe;
am  27.  zeigte  sich  ein  allgemeiner  Ausschlag  an  Nase,  Lippen,  Achsel,  der  sich  am  28.  vermehrte;
  die  Dyspnoe  verminderte  sich  am  29.,  das  schwer  kranke  Tier  bewegte  sich  wenig.

Am  1.  Dezember  wurde  das  Tier  geschlachtet  und  zeigte  folgenden  Befund:  Die
Geschwulst  der  Injektionsstelle  bildet  eine  pflaumengroße,  ziemlich  feste  Masse,  deren  Maschen
viel  Lymphe  enthalten,  Lunge  und  Rippenfell  sind  gesund.  Der  Labmagen  ist  mit  einem
dichten  Knötchenausschlag  besetzt.  Niere  blutreich,  Milz  etwas  vergrößert.  Unter  der  Haut
viele  runde  derbe  Knoten  von  1  bis  2  cm  Durchmesser,  die  mit  kleinen  Pockenbläschen  in
der  Haut  unmittelbar  zusammenhängen.  Es  ist  anzunehmen,  daß  sowohl  der  Injektionstumor
  wie  die  unter  der  Haut  befindlichen  zahlreichen  Knoten  zur  Nekrose  der  darüber
liegenden  Haut  geführt  haben  würden;  wahrscheinlich  würde  das  Tier  hieran  zugrunde  gegangen
  sein.  In  der  Milz,  der  Niere  und  dem  Knochenmark  des  Femur  fand  sich  nichts
Besonderes.  Das  Blut  erwies  sich  als  steril.  Die  auf  dem  gewöhnlichen  Wege  der  Ansteckung
  entstandenen  Schafpocken  verlaufen  in  der  Regel  unter  hochgradiger  eigenartiger
Erkrankung  der  Lunge.  Bei  diesen  mittels  Einspritzung  angesteckten  Tieren  fanden  sich  die
Lungen  unbeteiligt,  vermutlich  deshalb,  weil  das  Kontagium  nicht  eingeatmet,  sondern
eingespritzt  worden  war.

4.  Ovine  auf  den  Menschen  übertragen.  Gelegentlich  sollen  Menschen  von  den
Schafpocken  ergriffen  werden.  Bei  der  am  28.  November  vorgenommenen  Probepunktion
der  mit  klarer  Lymphe  gefüllten  Ovinegeschwulst  des  erwähnten  Hammels  drang  die  Spitze
der  bereits  gefüllten  Pravazkanüle  ziemlich  tief  in  die  Kuppe  von  Dr.  P's  Mittelfinger;  es
erfolgte  keinerlei  örtliche  oder  allgemeine  Reaktion.  Dr.  P.  hat  sich  im  Laufe  seiner  Tätigkeit
  an  der  Impfanstalt  mehrmals  mit  Vakzine  infiziert  und  besitzt  einen  erheblichen  Grad
von  Immunität  gegen  die  Pocken.  Wie  es  scheint  hat  ihm  diese  Immunität  auch  gegen  die
Schafpocken  genützt.

5.  Schafpocken  am  Kalbe.  Gegenüber  der  schweren  Erkrankung  des  Hammels  und
des  Lammes  ist  die  geringfügige  Wirkung  der  Ovine  auf  das  Rind,  auf  Kaninchen  und
auf  das  Schwein  bemerkenswert.  Das  zur  Prüfung  dieser  Beziehungen  eingestellte  Kalb
Nr.  45  bekam  am  9.  Dezember  subkutan  etwa  2  cem  einer  Verreibung  der  Ovinegeschwulst
des  obigen  Lammes  mit  physiologischer  Kochsalzlösung;  außerdem  wurde  dem  Tiere  die
gleiche  Flüssigkeit  mit  15  Schnitten  eingeimpft.  Einige  dieser  Impfschnitte  bildeten  am
4.  Tage  hellgesärbte,  dickliche,  etwas  erhabene  Linien,  die  mit  dem  7.  Tage  ohne  Borkenbildung
  verschwanden.  Der  unter  die  Haut  gespritzte  Schafpockenstoff  erregte  keinerlei  Anschwellung,
  wurde  einfach  aufgesogen,  die  Haut  blieb  glatt  und  weich.  Das  Kalb  blieb
überhaupt  anscheinend  gesund.  Seine  Körpertemperatur  maß  bei  der  Impfung  390,  stieg
folgenden  Tages  auf  89,60,  sank  dann  auf  396°  und  später  allmählich  bis  zum  10.  Tage
auf  38,40,  also  unter  die  Norm.  Am  13.  Tage  kam  es,  ohne  daß  sonst  irgend  etwas  an
dem  Tiere  sich  änderte,  zu  einer  zweitägigen  Steigerung  der  Temperatur  auf  39,,0.  Die
am  21.  Tage  vorgenommene  Probevakzination  mit  frischem,  kräftigen  Kuhpockenstoff  schlug
ziemlich  kräftig  an,  doch  sahen  einzelne  Pusteln  perlschnurförmig  aus  und  ihre  Reifung  verlief
  schneller  als  bei  dem  winterlichen  Wetter  zu  erwarten  stand,  so  daß  doch  wohl  von  der