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gebiete,  doch  handelt  es  sich  bei  diesen  um  sehr  kleine  absolute  Zahlen  (s.  die  folgende
Übersicht).

Unter  je  10  000  im  Deutschen  Reich  lebenden  Ausländern  befanden  sich  nur  2,,  unter
10  000  Reichsangehörigen  aber  6,1  Blinde.  Das  relativ  viel  seltenere  Vorkommen  der
Blindheit  unter  den  ersteren  dürfte  darauf  beruhen,  daß  die  dauernd  in  Deutschland  anwesenden
  Ausländer  hauptsächlich  Berufs=  oder  Erwerbszwecke  verfolgen,  wobei  das  Augenlicht
  nicht  entbehrt  werden  kann.  Die  blinden  Reichsausländer  sind  daher  vorzugsweise
unter  den  (berufslosen)  Angehörigen  fremder  Familien,  zum  Teil  auch  unter  den  Insassen
deutscher  Blindenanstalten  zu  suchen.  —

Angaben  über  die  Muttersprache  fehlten  nur  auf  209  der  34  334  Blindenzählkarten,
373  Karten  betrafen  im  Auslande  geborene  Blinde;  unter  den  übrigen  Zählkarten  bezogen
sich  30  943  auf  Blinde  mit  deutscher,  2  241  auf  Blinde  mit  rein  polnischer  und  134  auf
solche  mit  französischer  Muttersprache.  Die  letzteren  lebten  vorzugsweise  in  den  Reichslanden
  (im  Bezirk  Lothringen  allein  94),  die  Blinden  polnischen  Sprachstammes  ausschließlich
im  Königreiche  Preußen,  und  zwar  der  überwiegenden  Mehrzahl  nach  in  den  Regierungsbezirken
  Oppeln  (671),  Posen  (588),  Marienwerder  (275),  Bromberg  (209),  Danzig  (167),
Königsberg  (153)  und  Gumbinnen  (134).

Einigermaßen  auffallend  ist  es,  daß  sich  unter  der  Arbeiterbevölkerung  des  rheinischwestfälischen
  Kohlenreviers  im  Jahre  1900  kein  einziger  Blinder  mit  ausschließlich  polnischer
und  nur  1  mit  polnischer  und  deutscher  Muttersprache  befand.  Die  anderen  Reichsgebiete
außer  Preußen  und  Elsaß-Lothringen  hatten  entweder  keine  oder  nur  wenige  Blinde  mit
nicht  deutscher  Muttersprache.

3  1  Unter  je  100  neich  l  Unter  je  100
Reichs-  —  8.
Staaten  bezw.  rn  l“  7  3  olne  waren  Staaten  bezw.  ang.  7  z  Blinden  waren
Landesteile  gebörigSeichs.  Reichs.  Landesteile  börige  23  Nelchs.  Neichs.
Blinde  3  ange.  aus-  Blinde  3  ange.  aus-7
  hörige  länder  —  hörige  länder
Ostpreußßen  1883  —,100%  —  #  Sachsen-Weimar  .  .  .  331  —  100%  —
Westpreußen  .......  1231  2  99,,  0,2  Mecklenburg-Strelitz.  70  —%%
Stadtkreis  Berlin.  .  .  1  030  6  99,  0.DOldenburg  14  100%  —
Brandenbunrng  1  895  4  99,  0,  Braunschweig  244—  100%  —
Pommern  .  .  .  .  .  .  .  ..  1  10—  r  100“  —.8Sachsen-Meiningern  122.  —  100%  —
Posen  1  34  99  Oulr  Sachsen-Altenburg  161  1  99,  00%
Schlesteien  30066  99  0,achs.-Coburg--Gotha  1642  98,,  1,
Sachsen  .  11812  299,  O0,Anhalt.  .  .  ....  ..  ..  .  140  —  1000%  —
Schleswig-Holstein.  890  7/  9%  0,chwarzb.-Sonders-  #
Hannover  1456  6  99%  0  hausen  66  1  98“  168
Westfalen  1  456  4  1  99"  0,chwarzb.-Rudolstadt  98  1)  99,  1%
Hessen-Nassanu  10821  5  199,  0,5  Waldeck  ...........  57  —  1000  —
Rheinprovinz  .  ..  ..  3267  19  99.  05,6  Reuß  ä.  .  37  —  100%  —
Hohenzolleern  42  —  100%  —  RNeuß  i.  .  .  .  ..  .  133  199,  0,
Preußeen  21352/  62  99Schaumburg-Lippe  166  —  „100%  —
Lippe  6e6  —  100%  —
Bayren  3  409  98,  1,  6
Lübck  57  —11000%  —
Sachsen  2676569  99  1,,  7  i6"b½unäa2  —
Württemberg  1297  5  996  0  enbur  g  —N’ihe  *
Baden  996  7|/  90  „Oamburg  »  l.-8-«
Henm»»»»»»  536  1  9  O0,  Elsaß-Lothringen  965  32  96..  3,
Mecklenburg.  Schwerin  4552  99%  0,  Deutsches  Reich.34  136  198  99,0