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die  Justizverwaltung  bestritten  und  ein  Extraordinarium  zu  Bauten,
  Ausfällen  bei  den  Pachten,  Kolonieanlagen,  wohltätigen  Zwecken
  und  Landesmeliorationen  bestimmt.  Auf  dem  Ausgabeetat  der
Kriegskammer  standen  dagegen  außer  den  Kosten  für  ihre  eigene
Verwaltung  die  Bedürfnisse  für  das  Militärwesen,  die  Kompetenzund
  Retablissementsgelder  der  Städte,  die  Besoldungen  der  Kreisbehörden,
  die  Acciseausgaben  und  ebenfalls  ein  Extraordinarium.
An  der  Spitze  der  Bromberger  Kammerdeputation  stand  ein
Direktor  mit  6  Räten  und  2  Assessoren,  1  Kanzleidirektor,  3  Kammersekretären,
  3  Registratoren  und  mehreren  anderen  Unterbeamten.
Die  Kassenverwaltung  teilte  sich  in  die  Domänenkasse,  die  mit
der  Salz-,  Forst=  und  Netzekanalkasse  verbunden  war,  und  in  die
Kriegskasse.  Die  Kassenüberschüsse  sollten  an  die  General-Kriegsund
  Domänenkasse  in  Berlin  abgeführt  werden.  Die  Behandlung
der  Geschäfte  war  eine  kollegialische.  Für  die  bei  der  Kammerdeputation
  vorkommenden  Justizsachen  wurde  eine  Kammer-Justizdeputation
  errichtet.  Viermal  wöchentlich  sollte  das  Kammerkollegium
  Sitzungen  abhalten.  Unter  der  Kammerdeputation  standen
die  vier  landrätlichen  Kreise  Krone,  Camin,  Bromberg  und  Inowrazlaw
  und  bez.  der  Städte  die  vier  steuerrätlichen  Kreise  Krone,
Camin,  Bromberg  und  Inowrazlaw.  Zum  Ressort  der  Landratsämter
  gehörten  die  Landessachen,  die  Steuern  auf  dem  platten
Lande,  Vorspann=  und  Militärsachen,  zu  dem  der  Steuerräte  die
städtischen  Polizeisachen,  Juden=  und  Kämmereisachen.  Auf  dem
platten  Lande  und  in  denjenigen  Städten,  in  denen  eine  Accisfe
nicht  eingeführt  war,  wurden  die  Steuern  von  den  Kreissteuereinnehmern
  erhoben  und  an  die  Domänen=  und  Kriegskasse  abgeliefert.
  Die  Forstgefälle  wurden  von  den  Forstbediensteten,  die
Salzgefälle  in  dem  Distrikt  zwischen  Netze  und  Brahe  von  den
Salzoffizianten  und  die  Netzekanalgefälle  von  den  Schleusen-Offizianten
  erhoben  und  in  die  mit  der  Domänenkasse  verbundenen
Spezialkassen  abgeführt.  Endlich  befand  sich  in  jeder  Stadt  eine
eigene  Serviskasse,  deren  Erträgnisse  besonders  für  sich  berechnet
wurden.  Für  die  Aecise=  und  Zollverwaltung  errichtete  man  die
Provinzial-Accise=  und  Zolldirektion  mit  dem  Sitze  in  Fordon
und  unterstellte  derselben  die  einzelnen  Accise=  und  Zollämter
Diiese  Verwaltungsorganisation  bildete  ohne  Zweifel  einen  gewaltigen
  Fortschritt  gegenüber  den  einschlägigen  Verhältnissen  der
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