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freier  Leute  zugenommer:  hehbeigenschaftverhättunf,  wie  sie  in
tanen  nicht  Meist  erhielten  die  Zuzügler  ihre  Feisekoßten
ersezt.  Die  Bromberger  Kammer  veranschlagte  im  Frühjahr
1781  die  für  die  Ansiedlung  von  Kolonisten  aufgewendeten
Kosten  auf  84,000  Tlr.  Neben  den  fremden  Einwanderern
wollte  der  König  auch  namentlich  seine  Invaliden  bei  dem
Kolonisationswerk  untergebracht  wissen.  Die  Brauchbarkeit  der
fremden  Kolonisten  war  sehr  ungleichartig,  und  ist  hierbei
zwischen  den  ersten  Ankömmlingen  und  den  späteren  Einwanderern
  zu  unterscheiden.  Jene  bestanden  häufig  genug  aus
Gesindel,  welches  arbeitsscheu  sich  goldene  Berge  träumte  und  nach
der  ersten  Enttäuschung  sich  wieder  davon  zu  machen  versuchte,
so  daß  sogar  Prämien  auf  das  Ergreifen  entlaufener  Kolonisten
gesetzt  werden  mußten.  Die  späteren  waren  meist  anderer  Art:  sie
kamen,  zumal  die  Schwaben,  nach  reiflicher  Ueberlegung,  der  sie
erwartenden  Schwierigkeiten  sich  wohl  bewußt.  Sie  erschienen  auch
nicht  wie  jene  einzeln,  sondern  mit  Weib  und  Kind  und  ihrer
beweglichen  Habe,  oft  zu  ganzen  Gemeinden  unter  selbstgewählter
Leitung  verbunden.  Behufs  ihrer  Ansetzung  wurden  teils  Domänenvorwerke
  „abgebaut“,  d.  h.  zu  besonderen  Dörfern  eingerichtet,
teils  wurden  solche  für  sie  in  Gegenden  erbaut,  die  erst  urbar  gemacht
  werden  sollten,  wo  sich  Brüche  oder  dürre,  sandige  Strecken
befanden.  Sie  sollten  nicht  einzeln  unter  der  polnischen.  Bevölkerung,
  „dem  groben  und  bunten  Zeuge“,  leben,  sondern  zusammen
dorfschaftsweise  angesiedelt  werden,  „damit  das  hiesige  Volk  um
so  besser  siehet  und  gewahr  wird,  wie  jene  sich  einrichten  und
wirthschaften"“  Fast  überall,  in  jeder  Stadt,  jedem  Dorf,  jeder
Domäne  und  Neusasserei  waren  Kolonisten  etabliert,  je  nach  der
Tauglichkeit  der  Einzelnen  und  dem  Bedürfnis  des  Orts.  Es
wurde  dafür  Sorge  getragen,  daß  die  Ankömmlinge  die  für  sie
bestimmten  Wirtschaften  mit  allem  nötigen  Hausrat  vorfanden,
auch  Veeh,  Saattorn  und  Futter  wurde  ihnen  unentgeltlich  baträge
  der  seit  dem  Jahre  1285  errichteten  Fenersozietätsruffen
vom  Staate  für  sie  übernommen.  Außer  der  Regierung  setzten  auch
andere  Grundbesitzer  Kolonisten  unter  ähnlichen  Bedingungen  an.
Im  Großen  und  Ganzen  gelang  das  Kolonisationswerk  vortrefflich,