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dieser  Richtung  hin.  Lebhaft  spricht  sich  in  den  ersten  Jahren,  und
bis  sich  Besserung  zeigt,  sein  Tadel  der  vorgefundenen  landwirtschaftlichen
  Zustände  aus.  Das  wesentlichste  Hemnis  des  Vorschreitens
  sieht  er  immer  wieder  in  den  persönlichen  Eigenschaften
der  eingeborenen  landbautreibenden  Bevölkerung.  „Die  Leute  sind
gar  zu  träge  und  zu  faul  und  haben  nicht  Lust  zu  arbeiten“,  lautet
eine  seiner  Aeußerungen,  „das  Volk  muß  in  einen  andern  Schlenter
gebracht  werden,  wenn  die  Provinz  in  einen  besseren  Wohlstand
kommen  soll.“  In  sachlicher  Beziehung  eine  Menge  von  Rügen.
  „Die  Landwirtschaft  in  Westpreußen  ist“,  sagt  er,  „in  der
größten  Bredouille  von  der  Welt  und  ganz  erbärmlich.  Denn
da  säen  sie  z.  B.  an  ¾4  Meilen  weit  herum  blos  in  den  gepflügten
Acker,  ohne  das  Land  gehörigermaßen  zu  bedüngen  und  zu  bemisten;
  wenn  sie  dagegen  einen  kleinen  Fleck  Land  nach  Verhältniß
  des  Bedarfs  ordentlich  kultivirten  und  bedüngeten,  so  würden
sie  weit  mehr  gewinnen.“  Hand  in  Hand  mit  ungenügender  Kräftigung
  des  Bodens  ging  Nichtbeachtung,  ja  Vergeudung  des  Düngers.
  In  manchen  Gegenden  —  so  bei  Inowrazlaw  —  wurde
derselbe  geradezu  ins  Wasser  geworfen.  „Die  Leute“,  reskribiert
der  König  im  Jahre  1780,  „müssen  dazu  angehalten  werden,  den
Mist  auf  den  Acker  zu  fahren  und  solchen  gehörig  auseinanderzubringen,
  denn  wenn  das  nicht  geschiehet  und  der  Mist  bleibet
auf  Klumpen  liegen,  so  ist  das  wieder  nichts.“  Die  Landwirte
wurden  angewiesen,  das  Leinsäen  zu  versuchen,  das  längjährige
Ruheland  zur  Viehweide  zu  benutzen,  indem  man  nach  englischer
Weise  das  Haidekraut  abmähen,  auf  Haufen  verbrennen  und  die
Asche  nebst  anderem  Dünger  unterpflügen,  oder  auch  Lupinen  und
Turnips  säen,  darnach  das  Kraut  unterpflügen  könnte,  um  darauf
Futterkräuter  zu  bauen.  Die  Landleute  wurden  durch  Prämien
aller  Art  zur  Verbesserung  ihrer  Wirtschaft  aufgemuntert  und
große  Mengen  von  Sämereien  unter  sie  verteilt.  Zahlreiche  Verordnungen
  betreffen  die  Verbreitung  des  Hopfenbaues:  „zu  dem
Ende  muß  man  suchen,  Hopfengärtner  aus  dem  Dessauischen  zu
kriegen,  damit  die  Provinz  ihren  Hopfenbedarf  selbst  gewinnt.“

Man  soll  sich,  bei  der  Gunst  von  Boden  und  Klima  für  diese
Kultur,  mehr  auf  Anbau  von  gutem  Leinsamen  und  dessen  Vertrieb
  nach  Schlesien  legen;  ferner  da,  wo  der  Kornbau  nicht  lohnt,
auf  den  Anbau  von  Hanf  und  Farbekräutern.  Auch  für  die  He-