merkt“,  sagt  ferner  eine  unter  dem  6.  Juni  1780  erlassene  Ver—
fügung,  „daß  die  Leute  in  einigen  Gegenden  ihre  Gärten  mit
Weidenbäumen  bepflanzen;  das  ist  ja  ganz  verkehrt.  Was  sollen
die  Weidenbäume  in  den  Gärten  thun?  Obstbäume  müssen  darin
gepflanzt  werden.“

Auch  der  Fischerei  schenkte  Friedrich  seine  Aufmerksamkeit.
„Ohnerachtet  hier  so  viel  Seen  sind“,  führte  eine  an  Domhardt
gerichtete  Ordre  vom  7.  Juni  1776  aus,  „so  wird  die  Fischerei
doch  schlecht  betrieben  und  die  hiesigen  Leute  scheinen  nicht  darauf
zu  achten,  sondern  negligiren  solche  ganz.  Es  muß  also  darauf
Bedacht  genommen  werden,  fremde  Fische  anzusetzen  und  russi—
sche  Netze  zu  verschaffen,  die  sehr  gut  sind,  damit,  wenn  fleißiger
gefischt  wird,  die  Fische  im  Lande  wohlfeiler  werden.“  Weiter
sollten  Leute  herbeigezogen  werden,  die  mit  der  Fischerei  ordent—
lich  Bescheid  wüßten  und  sich  namentlich  auch  auf  das  Einsalzen
und  Räuchern  der  Fische  verständen.

Inmitten  der  Verwilderung  des  Landes  hatten  die  Raubtiere
sich  außerordentlich  vermehrt.  Das  Land  lebte  im  steten  Kampfe
mit  zahlreichen  Herden  von  Wölfen.  Der  König  trifft  vielseitige
Maßregeln  zur  Ausrottung,  wozu  namentlich  die  Forstbediensteten
ernstlich  angehalten  werden.  „Um  den  Endzweck  besser  zu  erreichen“,
sagt  er  u.  A.  in  seinen  Verfügungen  hierfür  (7.  Juni  1776),  „muß
man  auf  Mittel  denken,  die  unzugänglichen  Löcher  und  Brücher,
worin  sich  die  Wölfe  aufhalten,  nach  und  nach  auszutrocknen  und
zugänglich  zu  machen.“  Noch  im  Juni  1786  erläßt  er  Anordnungen
zu  der  Sache.

Dem  Vagabondenwesen  wurde  durch  häufige  Razzias,  meist
durch  Husarendetachements  vorgenommen,  energisch  gesteuert;  überall
  mußte  der  gemeine  Mann  die  Feuerwaffen  abliefern.

Es  lag  mit  in  den  damaligen  Zuständen  des  Landbaues  überhaupt,
  wie  insbesondere  denen  des  Netzedistriktes,  daß  dieser  mehr,
als  auf  späteren  höheren  Stufen,  von  Unglücksfällen  heimgesucht
wurde,  ohne  daß  diese  Unglücksfälle  besonders  verderblich  wirkten.
So  traten  noch  oft  Mißernten  ein,  zum  Teil  in  Folge  mangelhafter
  Bestellung  der  Aecker  oder  sonstiger  Versäumnisse;  oder  Viehsterben,
  veranlaßt  durch  unzweckmäßige  Pflege  des  Viehes,  schwer