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250,000  Thlr.,  und  er  hätte  noch  mehr  eingebracht,  wenn  nicht  Elbing
gegen  Danzig  so  sehr  begünstigt  worden  wäre,  indem  alle  nach
dem  ersten  Platz  gehenden  Waren  vier  Prozent  weniger  an  Zoll
zahlten,  als  die  nach  Danzig  verladenen.  Die  Kaufleute  erhielten
  ein  Verzeichnis  der  Waren  zugestellt,  die  als  Kontrebandsachen
zu  betrachten  wären;  gleichzeitig  aber  gewährte  man  ihnen  eine
neunmonatliche  Frist,  damit  sie  sich  durch  Verkauf  oder  auf  andere
Weise  nach  und  nach  solcher  Waren  entledigen  könnten.  Außer
dem  Fordoner  Weichselzoll  sollten  die  Schiffe,  welche  durch  das
neue  Fahrwasser  nach  Danzig  oder  von  hier  nach  dem  Meere  segelten,
  noch  einen  zweiten  Zoll  entrichten.  Der  Gewinn  war  beträchtlich,
  und  Friedrich  freute  sich,  daß  Domhardt,  damit  von
den  Gefällen  nichts  verloren  ginge,  sogleich  daselbst  einen  Einnehmer
  und  Kontrolleur  bestellt  hatte.  Wie  wunderte  und  ärgerte
  man  sich  in  Danzig,  als  alle  die  Abgaben,  welche  bisher
auf  der  städtischen  Zollkammer  entrichtet  worden  waren,  vom  Könige
  von  Preußen  gleichfalls  verlangt  wurden!  Aber  dieser  befahl,
  es  sollte  davon  nicht  das  Mindeste  nachgelassen  werden.  Er
meinte,  wenn  der  Danziger  Magistrat  und  besonders  die  Kaufmannschaft
  sehen  werde,  daß  man  hierbei  dreist  und  ernstlich  zu
Werke  gehe  —  und  er  forderte  das  auf  das  entschiedenste  von  Domhardt,
  —  alsdann  werde  man  sich  zur  Zahlung  schon  verstehen.
Den  Bedrängten  blieb  es  allerdings  freigestellt,  die  Hafengefälle
noch  einmal  bei  sich  zu  erheben;  aber  zugleich  ließ  Friedrich  ihnen
erklären,  er  werde  nicht  mehr,  als  was  in  Danzig  sonst  erlegt
worden  sei,  in  Elbing  fordern.  Er  besaß  außerdem  die  Vorstädte
Schottland,  Stolzenberg,  Schetlitz  und  Langfuhr.  Um  nun  seinen
Anstalten  und  Einrichtungen  das  nötige  Gewicht  zu  geben,  befahl
der  König  dem  General  von  Stuttenheim,  zwei  Garnisonbataillone
dorthin  zu  legen  und  davon  eine  Abteilung  von  100  Mann  nebst
6  Kanonen  an  den  Hafen,  wo  ein  Wachthaus  erbaut  werden  mußte,
zu  schicken.  Aber  das  schien  ihm  noch  nicht  genug.  „Bei  dieser
Zollerhebung  wird,  wie  ich  leider  sehe,“  schrieb  er  drei  Tage  später,
  „viel  zu  saumselig  und  nachsichtig  verfahren,  als  daß  ich  solches
  länger  zu  dulden  gemeint  sein  könnte.“  Deshalb  trug  er
der  General-Acccise=  und  Zolladministration  auf,  sofort  einen  guten
  Direktor  dahin  zu  senden,  welcher  sich  dieses  Geschäftes  mit
mehr  Eifer  und  Nachdruck  annehmen  würde.  Er  bezeichnete  dann,