Schulitz,  Gniewkowo,  Zastrow,  Inowrazlaw,  Kruschwitz,  Exin,  Nakel,
Schneidemühl,  Kamin,  Budsin,  Usch  und  Deutsch-Krone;  zu  den
zweiten:  Labischin,  Rynarzewo,  Margonin,  Schubin,  Bartsch,  Pa—
kosch,  Gembitz,  Vandsburg,  Zempelburg,  Lobsens,  Krojanke,  Fla—
tow,  Miasteczko,  Radolin,  Schönlanke,  Schloppe,  Märkisch-Friedland,
  Filehne,  Czarnikau,  Chodziesen,  Samotschin,  Gollantsch,  Mrotschen,
  Wilcyn,  Wirsitz,  Wissek,  Witkowo;  zu  den  dritten  Gonsawa,
Poln.  Krone,  Kwieciszewo,  Mogilo,  Strelno,  Wilatowo,  Zein.
Schönlanke,  Filehne  zählten  über  1700—1800  Einwohner,  Czarnikau,
  Schneidemühl,  Chodziesen  über  1500  Seelen,  von  den  übrigen
keine  über  1000;  Kruschwitz,  die  alte  Königsstadt  der  Piasten,  gar
nur  57  Einwohner.  )

Zuvörderst  wurden  in  allen  diesen  Städten  nach  dem  Reglemenk
  vom  13.  September  1773  die  Magistrate  neu  eingerichtet.
Sie  erhielten  ihre  eigene  Kämmereiverwaltung,  deren  Etatsaufstellungen
  aber  von  der  landesherrlichen  Zustimmung  abhängig
waren.  Die  Jagd=  und  Fährgerechtigkeit  auf  ihrem  Grund  und
Boden  verblieb  ihnen.  Die  Statuten  und  Privilegien  der  Zünfte
und  Innungen  wurden  durch  Kabinetsordre  vom  17.  Dezember
1772  nach  den  in  den  alten  Provinzen  darüber  bestehenden  Vorschriften
  neu  geordnet.  Dem  Aufblühen  aller  dieser  Orte  waren
namentlich  zwei  Umstände  hinderlich  gewesen:  das  Uebergewicht
des  jüdischen  Elements  in  der  städtischen  Bevölkerung  und  der  Wegfall
  des  Getränkedebits,  da  jeder  adlige  Gutsherr  und  Beamte  auf
den  königlichen  Gütern  das  Recht  hatte,  Branntwein  zu  brennen,
Bier  zu  brauen  und  auszuschenken.  Aber  auch  sonst  wurden  auf
dem  Lande  die  meisten  bürgerlichen  Arbeiten  betrieben,  so  daß  den
Städten  fast  nichts  übrig  blieb  als  Detailhandel,  Tuchmacherei,  )
Färberei  und  einige  andere  wenig  einträgliche  Gewerbe.  Der  König
bestimmte  daher,  daß  alle  Gewerbetreibenden,  mit  Ausnahme  von
Schmieden,  Stell=  und  Rademachern,  Zimmerleuten,  Schuhflickern,
Leinewebern,  Schneidern,  wenn  letztere  Küster  waren,  Hökern  mit
Theer,  Thran,  Oel,  Licht,  Seife,  Schwefel,  Leinen  und  Schnür-1)

  Beheim-Schwarzbach  S.  194.

2)  Sie  wies  namentlich  in  Schönlanke,  Jastrow  und  Schneidemühl  eine  gewiße
  Blüte  auf.