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hätte,  daß  von  jährlich  10,000  Thlr.  an  sichern  Interessen  zu  dem  erwehnten
  Behus  erfolgen  könnten.  Ich  habe  Euch  demnach  auftragen
wollen,  die  Sache  zu  überlegen  und  dieser  Meiner  zur  wahren  Wohlfahrt
  des  Landes  gereichenden  Absicht  darin  zu  Hülffe  zu  kommen,  und
auf  Mittel  zu  denken,  wie  diese  200,000  Thlr.  bey  der  Banque  vor  der
Hand  und  bis  Ich  Mich  besser  arrangiren  kann,  dergestalt  zu  nutzen,
daß  davon  die  gedachte  10/“m.  Thlr.  jährlich  Zinsen  zu  Salarirung  derer
Schulmeister  erfolgen;  worüber  Ich  dann  Euren  fördersamsten  Bericht
entgegen  sehe.

Potsdam,  den  8.  October  1775.

Friedrich.

An  den  Oberpräsidenten  v.  Domhardt.
Retaflissement  von  Westpreußen;  Ankauf  von  Gütern.

Da  Ich  die  Regulirung  des  Schul-Wesens  und  die  Besetzung  derer
Schulmeisters  in  Westpreußen  gerne  je  eher  je  besser  zum  Stande  gebracht
  wissen  will  und  mit  den  Güter-Ankauf  es  nicht  so  geschwinde
reüssiren  möchte,  so  ist  Meine  Idee,  die  dazu  destinirten  200/m.  Thlr.
vor  der  Hand  a.uf  1  oder  1½  Jahr  auf  Zinsen  sicher  unterzubringen,
damit  das  Geld  nicht  länger  vergebens  lieget,  sondern  davon  Interessen
aufkommen,  und  dafür  die  Schulmeister  sogleich  angestellet  werden  können.
Ich  habe  zu  dem  Ende  Meiner  Westpreußische  Cammer  Dato  diese  Meine
Intention  bekannt  gemacht,  und  derselben  befohlen,  Euch  aber  hierdurch
aufgeben  wollen,  der  Sache  Euch  mit  zu  unterziehen  und  alle  Mühe
anzuwenden,  damit  diese  Meine  Absicht  erreichet  werde,  und  das  Schulwesen
  je  eher  je  besser  in  Ordnung  komme.  Was  hiernechst  den  Ankauf
betrifft,  so  qualificiret  sich  das  importante  Guth  Schönlanke,  das  beinahr
  allein  so  viel  werth  ist,  besonders  gut  dazu,  weil  dadurch  die
Leute  aus  der  Catholischen  Oppresion  kommen,  und  daselbst  ohnehin
noch  eine  Kirche  gebauet  werden  muß:  sodann  auch  Ossa-Mühle  bey
Graudentz,  denn  diese  Mühle  muß  ich  ohnehin  haben,  wenn  Ich  Meine
Arrangements  dorten  machen  will.  Ueberhaupt  werden  noch  Güther  genug
zum  Verkauf  kommen,  besonders  solcher  Leute,  die  an  mehreren  territoriis,
als  in  Pohlen,  oder  unter  Oestreicher  und  Russischer  Hoheit  noch  Güther
haben,  und  sich  mit  ihrer  Wohnung  doch  gerne  unter  einer  Hoheit  nur
fixiren  wollen,  die  werden  ihre  Güther  in  Westpreußen  gerne  verkaufen.
Ihr  müsset  also  Eures  Orths  also  auch  sowohl  die  Cammer  alle  Aufmerksamlkeit
  darauf  verwenden,  wie  Meine  Euch  bekannte  Willens-Meynung
  sobald  als  möglich  ausgeführet  werden  möge,  und  will  Ich  Euren
Bericht  und  Vorschläge  fördersamst  erwarten,  sowohl  in  Ansehung  der
vorläufigen  sichern  zinsbaren  Unterbringung  des  Capitals,  als  auch  was
demnächst  den  Güther-Ankauf  selbst  betrifft.

Potsdam,  den  18.  November  1775.

Friedrich.