als  zu  Schönlanke,  und  wo  es  weiter  nöthig  und  in  der  Nähe  dergleichen
nicht  befindlich  ist.  Das  kann  aber  nur  nach  und  nach  geschehen;  mit
einem  male  gehet  nicht  alles  an.  Hiernechst  bringe  auch  in  Crfahrung,
daß

*  11.  das  mehrste  Holz,  so  hier  herum  gebraucht  wird,  aus  Polen
kommt,  das  ist  mir  nicht  lieb,  daß  dafür  soviel  Geld  aus  dem  Lande
gehet,  und  muß  solches  nicht  weiter  geschehen,  vielmehr  darauf  Bedacht
genommen  werden,  den  Holzbedarf  im  Lande  selbst  von  SEdelleuten,  oder
wo  es  zu  haben  ist,  zu  verschaffen.  Da  sind  zum  Erempel  die  Scorzewskas,
  die  haben  die  Menge  Holz  auf  ihren  Gütern  und  werden  es
gerne  verkaufen.  Das  Holz  kann  auch  von  daher,  von  der  Netze  in  die
Brahe  und  Weichsel,  sehr  leicht  geflösset  werden.  Man  muß  sich  nur
darum  Mühe  geben  und  Anstalten  dazu  mit  Ordnung  und  Zusammenhang
  machen,  hiernach  den  Preis  nach  den  Kosten  gehörig  berechnen,  so
wird  das  Holz  wohlfeiler,  wie  das  aus  Polen  zu  stehen  kommen.  Ueberhaupt
  ist  es  ja  auch  allezeit  besser,  unsern  Edelleuten  im  Lande  das
Geld  zu  gönnen,  als  solches  denen  Polen  zuzuwenden.

Dieses  sind  vor  der  Hand  einige  Punkte,  die  Ich  gern  in  Ordnung
gebracht  wissen  will.  Ich  gebe  Euch  daher  auf,  desselben  alle  pflichtschuldige
  Bemühung  sowohl  für  Euch  selbst  anzuwenden,  als  auch  durch
die  Kammern  dahin  anwenden  zu  lassen,  zu  welchem  Ende  Ihr  sie  von
dieser  Meiner  Willensmeinung  hinlänglich  au  kait  setzen  und  gehörig
instruiren  müsset;  damit  sie  Meinen  Idee's,  nach  ihrer  Pflicht  und  Obliegenheit,
  zu  Hülfe  kommen  und  sich  alles  Ernstes  und  Fleißes  angelegen
nein  lassen,  die  Provinz  von  Zeit  zu  Zeit  mehr  in  Aufnahme  und

Ordnung  zu  bringen.

Graudenz,  den  7.  Juni  1776.

Friedrich.

An  den  Westpreußischen  Oberforstmeister  Tecke.
Wegen  Schlageintheilung  in  den  westpreußischen  Forsten.

Es  ist  Meine  Intention,  daß  in  Ansehung  der  hiesigen  Heiden  eine
rechte  Ordnung  getroffen  und  solche  in  gehörige  Schläge,  nach  der  Arth
des  Holzes,  eingetheilet  werden  sollen,  und  zwar  das  Eichen-Holtz  in
Schläge  von  100  Jahren  und  das  Kiehnen-Holtz  in  Schläge  von  40  Jahren.
Ich  gebe  Euch  daher  hierdurch  auf,  dazu  sogleich  und  ohne  Anstand
die  nöthige  Anstalt  zu  machen  und  das  deshalb  Erforderliche  zu  besorgen.
  Es  muß  aber  sodann  kein  anderer  Baum  geschlagen  werden,
als  in  demjenigen  Schlage,  den  die  Ordnung  trifft,  und  wenn  ein
Schlag  gantz  ausgehauen  ist,  müssen  die  Stubben  ausgerodet  werden,
wozu  sich  Leute  genug  finden  werden,  wenn  ihnen  das  Holtz  von  den
Stubben  umsonst  gegeben  wird.  Hiernechst  muß  der  ein  oder  andere  ausgehauene
  Schlag  gleich  wieder  besäet,  und  kein  Vieh  herein  getrieben,
zu  dem  Ende  auch  umgraben  und  umzäunet  werden.  Ihr  habt  also  dieses