alles  mit  Fleiß  und  Ordnung  zu  besorgen  und  weil  Ich  Euch  auch  über
die  Umstände  der  hiesigen  Forsten  selbst  sprechen  will,  Euch  zu  Mockerau
fördersamst  einzufinden.
Graudenz,  den  7.  Juni  1776.
Friedrich.

An  den  Oberpräsidenten  v.  Domhardt.
Ersatz  von  Einbussen  bei  Grenzregulirungen  durch  Meliorationen.

Da  Ich  bey  der  neuen  Grenzregulirung  (von  Westpreußen)  an
Meinen  Revenues  verliere,  so  ist  es  nothwendig,  darauf  Attention
zu  nehmen,  welcher  Gestalt  der  Ausfall  einigermaßen  zu  ersetzen.  Die
Mittel  dazu  sind  erstlich  Vorschläge  zu  ansehnlichen  Meliorationen,  wodurch
  etwa  an  20/m  an  den  revenues  zu  gewinnen,  und  zweytens,
dem  Pohlnischen  Zeuge  ihre  Güter  abkaufen  und  dann  darauf  Verbesserungen
  zu  machen.  Ich  habe  Euch  daher  hierdurch  aufgeben  wollen,
diese  Sache  pflichtmäßig  in  Erwägung  zu  ziehen  und  alle  Aufmerksamkeit
darauf  zu  wenden,  wie  Meine  Intention  zum  besten  zu  erreichen,  und
mit  allem  Fleiß  darauf  zu  raffiniren,  wo  etwa  dergleichen  Verbesserungen
im  Lande  zu  machen,  die  so  an  20/m  jährlich  einbringen,  und  Mir
darüber,  nebst  Beyfügung  eines  gründlich  durchdachten  Plans,  Euren
umständlichen  Bericht  zu  erstatten.  Ich  werde  sodann  sehen,  ob  Ich
auf's  Frühjahr  die  dazu  erforderlichen  Kosten  hergeben  kann.  Wie  denn
auch,  wenn  Güter  vortheilhaft  anzukaufen  sind,  Ich  das  dazu  nöthige
Geld  ebenfalls  auf  künftiges  Frühjahr  herbeizuschaffen  suchen  werde.  Ich
will  daher  Eure  pflichtmäßige  Vorschläge  deshalb  baldmöglichst  erwarten.

Potsdam,  den  13.  September  1776.

Friedrich.

Andie  Westpreußische  Kammer.
Retablissements-Angelegenheiten.

Se.  Königl.  Majestät  finden  vor  nöthig,  in  Ansehung  des  Retablissements
  der  Städte  und  des  platten  Landes  der  Provinz  Westpreußen
dero  Allerhöchste  Willens-Meynung  den  Cammern  annoch  näher  zu  erkennen
  zu  geben;  wonach  selbige  sich  stricte  achten  müssen.

1.  Wegen  Retablissement  der  Städte  kömmt  es  darauf  nicht  an,
nur  ein  Haufen  Häuser  zu  bauen,  sondern  die  Hauptsache  ist,  wie  solche
mit  nützlichen  Professionisten  und  solchen  Leuten,  die  im  Lande  nöthig
sind,  zu  besetzen.  Es  ist  daher  nothwendig,  zuvor  einen  ordentlichen
Plan  zu  machen,  was  vor  Professionisten  und  Handwerker  in  der  Provinz
überhaupt  nöthig  sind,  und  welche  davon  sich  vornehmlich  vor  diesen
und  wiederum  vor  einen  andern  Ort  am  besten  schicken  und  nach  Beschaffenheit
  der  Umstände  jeden  Orts  am  nöthigsten  sind.  Besonders
ist  darauf  zu  denken,  dergleichen  Leute  zu  etabliren,  die  solche  Sachen