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Dieses  aber  liegt  lediglich  an  der  Kammer,  weil  sie  sich  nicht  pflichtschuldigst
  bemühet,  und  darauf  Bedacht  nimmt,  die  Unterthanen  besser
zu  instruiren  und  sie  anzuweisen,  wie  sie  ihren  Acker  in  mehrere  Ordnung
  und  Cultur  bringen  sollen;  denn  die  üble  Gewohnheit  die  gehet
dorten  soweit,  daß  sie  den  Dünger,  statt  solchen  auf  den  Acker  zu  bringen,
aus  Faulheit  lieber  ins  Wasser  werfen.  Daraus  kann  nichts  anderes
erfolgen,  als  daß  die  Leute  von  ihrem  Ackerbau  wenig  gewinnen  und  dadurch
  außer  Stand  kommen,  die  festgesetzten  Abgaben  richtig  abzutragen
und  immerfort  Revisiones  verlangen.  Hoöchstdieselben  befehlen  demnach
der  Cammer  hierdurch  alles  Ernstes,  darauf  mehrere  Attention  zu  nehmen,
und  die  dortige  Unterthanen  besser  zu  rechte  zu  weisen,  wie  sie  ihren  Acker
ordentlich  kultivieren  und  benuben  sollen,  damit  sie  noch  von  ihrer  alten
Trägheit  abgewöhnet,  und  ihre  Wirtschaft  besser  eingelenket  werde,  denn
das  ist  unumgänglich  nöthig;  sonsten,  und  wenn  daran  nicht  immer  gearbeitet
  und  das  Volk  In  anderen  Schlenker  gebracht  wird,  kann  die
Provintz  nie  in  einen  besseren  Wohlstand  kommen  und  das  bleibt  denn
lediglich  der  Cammer  ihre  Schuld.  Se.  Königl.  Majestät  ist  hiernechst
wohl  bekannt,  daß  die  mehrsten  der  dortigen  Einsassen  so  sehr  an  ihre
alten  üblen  Gewohnheiten  kleben,  daß  sie  davon  durch  keine  vernünftige
Vorstellung.  Anweisung  und  gütige  Behandlung  abzubringen  sind:  diese
Art  Leute  muß  die  Cammer  dadurch  umzukehren  suchen,  daß  sie  selbige
bedrohet,  wofern  sie  sich  nicht  in  Güte  bequemen  und  auf  eine  bessere
Ordnung  und  Cultur  ihres  Ackerbaues  nach  der  ihnen  zu  gebenden  Anweisung
  sich  befleißigen  würden,  daß  sie  sodann  auf  die  Oesterreichische
Methode  behandelt,  und  sie  eben  so  tractiret  werden  würden,  wie  es
mit  denen  geschiehet,  die  unter  Oesterreichische  Hoheit  gekommen  sind.
Hiernechst  ist  der  zweyte  Gegenstand  die  Wiederaufhelfung  des  städtischen
Verkehrs.  Se.  Königl.  Majestät  verwenden  in  dieser  Absicht  jährlich
eine  ansehnliche  Summe  Geldes  zum  bessern  Aufbau  der  Städte,  um
diesen  Endzweck  zu  erreichen.  Der  letzthin  von  der  Cammer  eingereichte
Plan,  wie  die  für  das  künftige  Jahr  zu  dem  Behuf  ausgesetzte  100/  Rthlr.
zu  verwenden,  ist  der  Intention  gar  nicht  gemäß,  wie  solches  der  Cammen
auch  geschrieben  worden.  Sie  muß  daher  ihr  Augenmerk  besonders  darau
richten,  was  in  den  Städten  Graudentz,  Culm  und  Bromberg  am  nothwendigsten
  zu  bauen  ist,  ferner  was  etwa  in  Elbing  und  in  Marienburg
noch  zu  machen  ist,  auch  was  in  Nackel  und  in  Schönlanke  abgebrannt,
daß  das  wiederhergestellt  wird.  Wobey  denn  auch  auf  den  Anfang  der
Baues  der  steinernen  Häuser  Bedacht  zu  nehmen;  und  hiernach  wollen  Se
Königl.  Maj.  einen  ordentlichen  und  soliden  Plan  erwarten.  Dabey  wird
denn  aber  auch  nothwendig  erfordert,  daß  die  Cammer  sich  ernstlicher
angelegen  seye  lässet,  die  Nahrung  der  Städte  mehr  in  Aufnahme  zu
bringen  und  eine  hinlängliche  Anzahl  von  Professionisten  und  Handwerkern
  in  den  Städten  anzusetzen,  die  im  Stande  sind,  denen  Pohlen  alle
ihre  Sochen  und  Bedürfnisse,  die  sie  gebrauchen,  zu  fournieren,  und  sic
mit  allem  nöthigen  zu  versehen,  so  wie  das  in  Schlesien  geschiehet,