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sich  wieder  aufhelfen  sollen.  In  Ansehung  der  Aemter  ist  das  leicht
zu  machen,  denn  was  dadurch,  wenn  die  Brauereyen  und  Brennereven
denen  Aemtern  entzogen  und  den  Städten  beygeleget  werden,  beym  Do—
mainen  Etat  ausfällt,  muß  die  Acciseregie  dahin  vergütigen:  was  in—
dessen  solche  adeliche  Güter  sind,  die  die  alte  Gerechtigkeit  zum  brauen
und  brennen  einmal  gekriegt  haben,  und  damit  auf  eine  legale  Weise
verliehen  sind,  die  müssen  solche  auch  behalten,  und  werden  nur  die—
jenige  hierunter  verstanden,  die  solche  auf  eine  unrechtmäßige  Weise  und
durch  Conniventz  der  Cammer  sich  zugeeignet  haben;  wie  denn  auch  der—
gleichen  Privilegien  von  neuem  schlechterdings  nicht  gegeben  werden  müssen.
Nichtweniger  muß  er  von  dem  Geheimen  Rath  de  Launay  wegen  des
Commerce  der  Stadt  Elbing  genau  von  allen  dabey  obwaltenden  Um—
ständen  sich  unterrichten  lassen;  denn  die  Absicht  ist,  das  Commerce
von  Dantzig  dahin  zu  ziehen,  wovon  aber  die  Kaufleute  von  Dantzig
bishero  sehr  zu  profitiren  gewußt;  wie  auch  von  Warschau,  denn  da
haben  einige  sich  zum  Schein,  und  auf  eine  geringe  Weise  zu  Elbing
etabliret,  um  die  Vortheile  der  geringen  Abgaben,  womit  das  Commerce
der  Elbinger  begünstiget  worden,  als  welches  um  8  pro  Cent  geringer
gegen  die  Dantziger  reguliret  worden,  zu  erschleichen,  und  wenn  sie
denn  einen  Gewinst  von  20  bis  30/m  Thlr.  dadurch  geschafft  haben,  so
/sind  sie  wieder  davon  gegangen.  Um  also  diesem  Mißbrauch  vor  das
künftige  vorzubeugen,  ist  ein  neues  Reglement,  wie  die  Anlage  besaget,
heraus  gegeben  worden,  was  in  Ansehung  des  Commerce  zu  Clbing,  und
derer,  die  daran  Theil  nehmen  und  davon  profitiren  wollen,  beobachtet
werden  soll.  Wegen  aller  dieser  Umstände  nun  ist  der  Geheime  Finanz
Rath  de  Launay  angewiesen  worden,  ihm  die  gehörige  und  ausführliche
Nachrichten  zu  geben.  Nun  kommt  es  3)  auf  die  Land  Oeconomie  in
West  Preußen,  da  muß  der  Cammer  Director  v.  Korckwitz  nun  sich  alle
ersinnliche  Mühe  geben,  eine  bessere  und  ordentlichere  Landwirthschaft
einzuführen,  denn  die  ist  in  Westpreußen  in  der  größten  Bredouille  von
der  Welt,  und  gantz  erbärmlich,  denn  da  säen  sie  zum  Exempel  an  5
Meilen  weit  herum  bloß  in  den  gepflügten  Acker,  ohne  das  Land  gehörigermaßen
  zu  bedüngen  und  zu  bemisten;  das  hilft  den  Leuten  denn
zu  nichts:  wenn  sie  dagegen  einen  kleinen  Fleck  Land,  nach  Verhältniß
des  Bedarfs,  nähmen  und  den  ordentlich  cultivirten  und  Ledüngeten,
so  würden  sie  weit  mehr  gewinnen,  wie  von  allen  den  großen  Flecken,
die  das  Abmähen  nicht  werth  sind.  Sie  haben  auch  an  gewißen  Oertern
nicht  Futter  genug  vor  ihr  Vieh,  darum  schmeißen  sie  das  Korn  nur
so  hin  in's  gepflügte  Land,  um  nur  Stroh  Futter  zu  gewinnen,  und  dieses
ist  besonders  in  der  Gegend  von  Hammerstein  bis  Conitz;  im  Culmschen
ist  dieselbe  schlechte  Wirthschaft;  man  muß  also  darnach  sehen,  eine  bessere
Wirthschaft  einzuführen,  und  den  Leuten  weisen,  nur  ein  kleines  Land
verhältnißmäßig  gut  zu  bestellen  und  dann  zu  besäen,  daß  sie  dadurch
weit  mehr  gewinnen,  und  von  dem  andern  Lande  künstliche  Wiesen
anlegen;  wenn  sie  erst  Turnips  darin  säen,  die  darin  verfaulen,  dann