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schen,  wo  die  Grentze  von  Pohlen  ist,  da  kommen  ein  Haufen  herüber,  die
müssen  nun  die  Försters  alle  suchen  wegzufangen,  daß  die  Thiere  den
Leuten  nicht  soviel  Schaden  thun  bey  ihrem  Vieh.  20)  Auf  die  Cassen
und  Cassen  Sachen  muß  er  eine  genaue  Aufsicht  haben,  daß  alles  richtig
und  ordentlich  dabey  zugehet  und  nicht  gestohlen  wird.  Zu  dem  Ende
muß  er  öfters  darnach  sehen,  und  sie  revidiren;  desgleichen  muß  er  auch
noch  die  Anschläge  und  Rechnungen  der  Baubediente  sehen,  und  sie  in
guter  Ordnung  halten,  damit  alle  Bauten,  sowohl  was  in  den  Städten,
als  auf  dem  platten  Lande  gemacht  wird,  tüchtig,  dauerhaft  und  gut,
den  Anschlägen  gemäß,  verfertiget,  außerdem  aber  auch  alle  Bauten  ge—
hörig  nachgesehen  und  abgenommen  werden.  21)  So  wird  dem  v.  Korck—
witz  auch  bekannt  gemacht,  daß  die  Marienwerdersche  Cammer  alle  Jahre
eine  Summe  in  Ducaten  einnimmt,  diese  müssen  sodann  umgesetzet,  und
das  davon  aufkommende  Agio  muß  dorten  zusammengehalten  und  bis
zu  Meiner  Hinkunft  verwahret  werden.  Die  Summe  dieses  Agio  ist  nicht
alle  Jahre  gleich,  indeßen  doch  immer  zwischen  25/m  Thlr.  und  27/m
Thlr.  des  Jahres;  und  wenn  Ich  hinkomme,  so  disponire  Ich  darüber,
alsdenn  mir  die  Summe  angezeiget  werden  muß:  erst  werden  daraus
die  Revue  Kosten  und  alle  dabey  vorkommende  Ausgaben  genommen,  sodann
  alle  etwaige  Bonificationes  und  was  sonsten  vorfällt  und  nöthig  ist,
daraus  bezahlt;  und  da  22)  auch  künftiges  Jahr  die  Zeit  um  ist,  daß  die
Cdelleute,  die  in  West  Preußen  Güter  haben  und  außerhalb  Landes
wohnen,  sich  determiniren  müssen,  ob  sie  wieder  ins  Land  zurückkommen
und  hier  ordentlich  wohnen,  oder  ob  sie  außerhalb  dem  Lande  verbleiben
wollen,  so  muß  das  nöthige  darunter  zu  seiner  Zeit  mit  der  Regierung
zugleich  besorget  werden.  Die  Pohlen,  die  dann  hier  nicht  wohnen  wollen,
müssen  ihre  Güter  verkaufen,  und  da  muß  man  denn  sehen,  gute  und
bemittelte  Leute  aus  dem  Reiche  und  der  Gegenden  herein  zu  ziehen,
denen  Se.  Königl.  Maj.  wohl  erlauben  wollen,  daß  sie  Güter  dorten
kaufen  können,  weil  die  als  gute  Bürger  Ihnen  lieber,  und  immer  besser
sind,  als  das  Pohlnische  Zeug.

Im  Uebrigen  muß  der  v.  Korckwitz,  wenn  er  dahin  kommt,  zuerst
das  Land  bereisen  und  sich  alles  bekannt  machen,  auch  das  Volk  da  kennen
lernen,  hiernechst  aber  darauf  denken,  wo  nur  immer  vdeconomische  Verbesserungen
  zu  machen  sind.  Wodurch  er  sich  denn  sehr  recommandiren
kann,  wenn  er  sich  darum  rechte  Mühe  giebet,  und  sich  mit  gantzem
Ernst  angelegen  seyn  lässet,  sowohl  in  Ansehung  der  Städte,  als  des
platten  Landes,  das  beste  und  die  Aufnahme  davon  in  so  weit  es  nur
immer  möglich  ist,  zu  befördern.  Wornach  er  sich  zu  achten  hat.

Potsdam,  den  27.  Juni  1780.  Friedrich.

An  den  Kammerdirektor  v.  Korckwitz  in  Marienwerder.
Colonisation  und  Melioration  in  Westpreußen.

In  Ansehung  des  mit  Eurem  Bericht  vom  gestrigen  Dato  eingereichten
  Kosten-Ueberschlages,  wegen  Ansetzung  der  angekommenen  Kolo-