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nisten-Familien,  habe  Ich  Euch  hierdurch  zu  erkennen  geben  wollen,  daß
dieser  Anschlag  mir  sehr  hoch  vorkommt,  und  daß  Ihr  daher  solchen  zuvor
noch  ganz  genau  und  mit  Beobachtung  aller  möglichen  Menage  und
Oekonomie  nachsehen  und  untersuchen  müsset,  ob  diese  Etablissements
nicht  wohlfeiler  und  mit  wenigern  Kosten  zu  bewerkstelligen;  wie  das  in
andern  Provinzen,  wie  in  Pommern  und  Schlesien  geschiehet,  wo  die
Ansetzung  einer  Büdnerfamilie  nur  etwa  150  Thlr.  zu  stehen  kommt.
Indessen  accordire  Ich,  zum  Behuf  dieses  ganzen  Etablissements  für
dieses  Jahr,  sowohl  in  dem  hiesigen,  als  in  dem  Bromberger  Departement,
  60,000  Thlr.,  worüber  Ihr  Euch  mit  dem  Geheimen  Rath  von
Gaudi  gehörig  zu  concertiren  habt,  wie  viel  von  diesen  60,000  Thalern
verhältnißmäßig  für  jenes  Departement  anzusetzen.  Soweit  nun  dieses
Quantum  hinreichet,  so  viele  müssen  von  den  fremden  Familien,  sowohl
im  hiesigen,  als  Brombergschen  Departement  etablirt,  die  übrigen  Familien
  aber  vor  der  Hand  in  den  Amtsdörfern  untergebracht  werden,  so
gut  wie  möglich,  damit  die  Leute  doch  ihr  Brod  verdienen  und  sich  so
lange  ernähren  können,  bis  Ich  auf  künftig  Jahr  ein  Mehreres  darzu
hergeben  kann.  Anlangend  hiernächst  den  von  Euch  eingereichten  Plan
von  denen  in  hiesiger  Provinz  bei  Meinen  Aemtern  annoch  zu  machenden
  Verbesserungen,  so  kann  ich  für  dieses  Jahr  dabei  weiter  nichts  thun,
und  kein  Geld  dazu  geben,  sondern  das  muß  noch  anstehn,  und  bis  dahin
zuvor  noch  alles  näher  und  gründlicher  untersucht  werden,  worin  die
Verbesserungen  bestehen,  und  ob  solche  auch  nützlich  und  solide  sind.  Denn
bei  Ablassung  der  Seen  und  Austrocknung  der  Brücher  kommt  es  darauf
an,  daß  zuvor  genau  examinirt  wird,  wie  das  Niveau  beschaffen,  genugsames
  Gefälle,  das  Wasser  abzuführen  und  wegzuschaffen,  ohne  den  Angrenzenden
  das  Wasser  über  den  Hals  zu  schicken,  auch  wie  der  Boden
oder  der  Grund  geartet  ist,  ob  Schilf  und  Wasserkräuter  darin  wachsen,
oder  ob  es  nur  ein  blosser  Moorgrund  ist;  ersternfalls  kann  man  sicher
darauf  rechnen,  daß  sich  gute  Wiesen  davon  werden  machen  lassen,  im
letztern  Fall  hingegen  ist  auf  nichts  nützliches  zu  rechnen,  und  die  Kosten
würden  vergeblich  angewendet  worden  sein.  Das  muß  daher  erst  ganz
eigentlich  untersucht  werden.  Dabei  gehet  auch  Meine  Intention  wegen
der  Verbesserungen  im  Lande  dahin,  daß  wir  bei  denen  Aemtern  anfangen,
  und  zuvor  da  alles  in  den  vollkommensten  Stand  setzen  wollen,
hiernächst  und  wenn  wir  damit  fertig  sind,  und  auch  auf  den  städtischen
Grundstücken  alles  gemacht  ist,  alsdann  wollen  wir  bei  den  Edelleuten
anfangen,  welche  die  besten,  die  ordentlich  und  gut  sind.  Indessen  müssen
wir  alle  die  Plans  beibehalten  und  sehen  hiernächst,  wie  viele  Familien
bei  Gelegenheit  der  andern  Verbesserungen  mit  etablirt  werden,  und
wie  viele  Familien  sodann  noch  anzusetzen  verbleiben.
Graudenz,  den  7.  Juni  1781.  ·
Friedrich.