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Exportation  von  der  Accise  sich  geben  lassen  und  solche  genau  durchstudiren,
  was  für  fremde  Waaren  ins  Land  hineingehen,  und  sodann
distinguiren,  von  welchen  Waaren  die  erste  Materie  im  Lande  ist  oder  wo
solche  am  nächsten  herzunehmen.  Die  neue  anzulegende  Fabriquen  müssen
besonders  zu  Bromberg,  Nackel,  Schneidemühle,  Crone  und  Schönlanke,
an  welchem  letztern  Ort  bereits  viel  Tuchfabrikanten  sind,  etabliret  werden.
Dabei  ist  denn  noch  die  Spekulation  zu  machen,  da  ein  Haufen  Wolle
aus  Polen  nach  Holland  und  anderen  Orten  verschicket  wird  und  dagegen
viel  Englisches  und  Holländisches  Tuch  nach  Polen  wieder  eingeführet
wird,  daß  im  Lande  eben  dergleichen  Tücher  von  eben  der  Qualits,  Breite,
Länge  und  Farbe  wie  jene  sind  angefertiget  und  denen  Polen  wieder
verkauft  werden  können.  Es  kömmt  also  darauf  an,  was  für  Gattungen
von  Tüchern  das  sind,  und  daß  denn  solche  Fabriken  angelegt  werden,
die  die  nehmlich  Sorten  Tücher  verfertigen.  Alsdann  kann  man  den
Polen  die  Wolle,  die  sie  sonst  nach  England  und  Holland  verschicken,
lieber  abnehmen  und  ihnen  dagegen  die  Tücher  wieder  verkaufen.  11)  Sodann
  ist  auch  das  Augenmerk  darauf  zu  nehmen,  mehrere  Gärbereien
von  allen  Arten  anzulegen,  und  muß  man  untersuchen,  welche  Arten  von
Leder  im  Lande  noch  fehlen  und  dann  nachsehen,  wo  es  zum  Besten  angehet,
die  Gärbereien,  die  da  fehlen,  noch  anzulegen;  desgleichen  auch  Fabriquen
von  Strümpfen,  Mützen  und  Handschuh,  Wagen  von  der  Art,  wie  sie
die  Polen  gebrauchen,  und  überhaupt  alle  die  Sachen,  die  in  der  Provinz
noch  nicht  genug  sind  und  die  auch  nach  Polen  hin  debitiret  werden
können;  dabei  muß  denn  Rücksicht  genommen  werden  einestheils  auf
solche  Oerter,  wo  die  erste  Materie  am  leichtesten  zu  bekommen,  und  anderntheils,
  wo  die  verfertigten  Waaren  am  besten  abzusetzen,  dieses  ist  denn
vorzüglich  in  denen  Städten  an  der  polnischen  Grenze,  um  die  Sachen
dahin  desto  bequemer  und  wohlfeiler  debitiren  zu  können.  Auch  ist  zu
examiniren,  ob  an  Brantwein  so  viel  im  Lande  gemacht  wird,  wie  nöthig
ist?  oder  ob  noch  was  fehlet?  ferner,  ob  Glashütten  genug  im  Lande
sind?  oder  ob  deren  noch  mehr  angeleget  werden  müssen?  in  welchen
Gegenden  das  zum  Besten  angehet?  nemlich  wo  Holz  genug  ist,  denn
das  wird  vorzüglich  dazu  gebraucht.  Ziegelstreicher  sind  in  der  Provinz
auch  noch  nicht  genug,  und  da  ist  die  Intention,  daß  die  Ziegelstreicher,
die  jetzt  bei  der  Festung  Graudenz  arbeiten,  hiernächst,  wenn  der  Bau
fertig,  im  Lande  angesetzt  werden  sollen,  an  solchen  Orten,  wo  es
zum  Besten  angehet,  wo  die  Erde  darnach  beschaffen  und  wo  die  Ziegel
am  leichtesten  weiter  zu  schaffen.  Welches  dann  vorzüglich  am  Wasser  sein
muß.  12)  In  Ansehung  aller  derer  anzulegenden  neuen  Mannfakturen
muß  der  Kammer-Direkter  von  Domhardt  sich  mit  dem  Kammer-Direktor
v.  Korckwitz  zu  Marienwerder  ganz  genau  concertiren  und  sich  darüber
mit  ihm  einverstehen,  daß  die  eine  Provinz  der  andern  darunter  nicht
entgegen  handeln,  und  die  Oerter  unter  sich  ordentlich  ausmachen,  wo
ein  jeder  nach  seinem  besten  Wissen  vor  nöthig  findet,  neue  Manufakturen
  zu  etabliren.  Der  Ort  muß  immer  decidiren,  nemlich  wo  die