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erste  Materit  gut  zu  bekommen,  wo  wohlfeil  zu  leben  und  zu  arheiten
ist  und  wo  die  verfertigte  Waaren  zum  wohlfeilsten  und  zum  leichtesten
wieder  debitiret  werden  können,  dabei  kömmt  es  vorzüglich  darauf  an,
die  Importations-Listen  von  der  Accise  fleißig  durchzustudiren,  was  für
fremde  Waaren  ins  Land  hineingehen  und  wie  solche  im  Lande  an  den
bequemsten  Orten  angefertigt  werden  können,  um  das  Geld  dafür  im
Lande  zu  behalten.  Da  sind  zum  Exempel  anzuführen  die  Nürnberger
Waaren  und  kleine  Spiegels,  die  können  ja  eben  so  gut  im  Lande  gemacht
werden,  und  kömmt  es  nur  darauf  an,  daß  man  dergleichen  Leute,  die
das  verstehen.  sucht  zu  kriegen  und  an  einen  oder  den  andern  Ort  anzusetzen,
  so  brauchen  dergleichen  Waaren  aus  der  Fremde  nicht  mehr  eingeführet
  zu  werden.  Und  dieses  muß  der  Kammer-Direktor  v.  Domhardt
in  Ansehung  aller  übrigen  fremden  Waaren  und  Sachen,  die  in  das
Land  eingeführt  werden,  und  welches  die  Importations-Listen  ausweisen,
beobachten  und  suchen  die  Allerhöchste  Willens-Meinung  zu  (rreichen,  die
dahin  gerichtet  ist,  das  Geld  für  alle  solche  Sachen,  die  im  Lande  selbst
verfertiget  und  hervorgebracht  werden  können,  im  Land  zu  behalten  und
den  inneren  Reichtum  zu  vermehren,  da  es  ohnehin  schon  wegen  der  bisherigen
  üblen  Wirtschaft  dorten  am  Gelde  sehr  fehlet  und  worauf  der
v.  Domhardt  vorzüglich  raffiniren  muß.  Dazu  kömmt  denn  noch  ein
Artikel,  nemlich  wo  die  Polen  ihre  baumwollene  Waaren  alle  hernehmen?
Einen  Theil  ziehen  sie  aus  dem  Oestreichischen  und  der  angränzenden  Gegend,
aber  das  reicht  doch  nicht  bis  an  der  diesseitigen  Grenze.  Da  muß  denn
untersuchet  werden,  von  woher  sie  da  ihre  baumwollene  Waaren  kriegen;
bekommen  sie  solche  aus  den  schlesischen  Fabriken,  so  ist  dabei  nichts
zu  ändern,  sonst  würde  man  diesen  Tort  thun.  Sonsten  müssen  aber  in
den  Grenzstädten  sowohl  Baumwollen-Fabriken  als  auch  alle  Arten  von
Band=  und  Schnürbandmachereien  von  der  Art  wie  sie  in  Polen  gebraucht
werden  angeleget  werden,  um  solche  soweit  es  thunlich  in  Polen  zu  debitiren.
  13,  Die  vornehmste  Sache  worauf  vorzüglich  zu  sehen  und  welches
die  Vasis  von  allem  ist,  ist  die  gute  Cultur  im  Lande  zu  introdueiren,
denn  die  ist  leider  noch  sehr  schlecht  sowohl  bei  den  Beamten  als  bei
den  ECdelleuten;  deshalben  muß  man  sich  bemühen,  bei  den  Beamten
zuerst  eine  bessere  Cultur  einzuführen,  damit  die  Edelleute  und  andere  das
sehen  und  sich  auch  daran  gewöhnen.  Denn  die  Landwirtschaft  ist  das
erste  in  der  Provinz,  daß  die  ordentlich  betrieben,  die  Felder  gehörig
bedünget  und  bestellet  werden,  und  wenn  dieses  in  Ordnung,  vann  muß
man  sehen  die  Manufakturen  zu  verbessern  und  zu  vermehren,  wodurch
der  Landmann  Gelegenheit  erhält  wegen  der  mehreren  Konsumtion  seine
Produkte  besser  abzusetzen,  und  die  Städte  aufgeholfen  werden.  Es  ist
auch  bereits  ein  Plan  gemacht,  was  bei  den  Aemtern  in  der  Provinz
vor  Verbesserungen  zu  machen  und  die  Revenües  zu  vermehren;  diesen  Plan
hat  der  Etats-Minister  v.  Gaudi,  welcher  dem  v.  Domhardt  solchen  mitgeben
  soll,  damit  er  selbigen,  wenn  er  dahin  kommt,  an  Ort  und  Stelle
untersuchen,  und  sich  davon  au  jait  setzen  kann;  und  wenn  hiernächst