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gründlich  beurtheilet  und  nicht  so  im  Ganzen  genommen,  sondern  von
einer  jeden  Sache  und  von  einem  jeden  Vorwerk  ein  aparter  Plan  ge—
machet  werden.  Damit  eines  nach  dem  andern  vorgenommen  und  ausgeführet
  werden  kann.  20)  Juden  müssen  so  wenig  wie  möglich  in  der
Provinz  geduldet  werden,  außer  solche,  die  einen  gewissen  Handel  und
ein  festes  Etablissement  in  Städten  haben  und  sich  auch  mit  Fabriquen-Sachen
  beschäftigen,  aber  alles  das  Bettel-Juden-Volk  auf  dem  Lande
muß  man  wegschaffen  und  suchen  dafür  Christen-Familien  anzusetzen.
21)  In  dem  monatlichen  Zeitungsbericht  muß  er  die  Vorfälle  in  der
Provinz,  was  da  fehlet,  wo  Feuer  und  Unglück  geschehen,  mit  anzeigen
und  zugleich  anführen  wie  das  wieder  gebauet  werden  soll,  und  denn
muß  er  auch  darauf  sehen,  daß  bessere  Häuser  wie  die  alten  sind  und
mit  Wellerwänden  gebauet  werden,  daß  die  Städte  ein  bischen  ordentlicher
  aussehen:  Bromberg  ist  jetzt  so  ziemlich,  aber  die  andern  kleinen
Städte  sind  noch  schlecht,  und  mehrentheils  mit  Fachwerk  gebauet,  es  wird
deoshalben  auch  alle  Jahr  ein  gewißes  zum  bessern  Ausbau  der  Städte
und  zu  Ansetzung  nützlicher  Fabriquanten  in  denselbigen  gegeben;  wie
denn  für  das  Jahr  für  die  kleinen  Städte  in  dem  Brombergschen  Departement
  zu  dem  Behuf  23,000  Thlr.  ausgesetzet  sind.  22)  Weilen  wir  auch
denen  Polen  alle  Waaren  die  wir  von  ihnen  nehmen  mit  Ducaten  bezahlen
  müssen,  so  ist  nichts  billiger,  daß  wir  uns  auch  für  unsere  Waaren,
die  wir  an  sic  verkaufen,  auch  wieder  Ducaten  bezahlen  lassen.  Worauf
er  also  sehen  muß.  Ferner  muß  er  Nachweisungen  anfertigen  lassen
vom  Getreide-Gewinst  in  der  Provinz  auf  drei  Jahre  im  Durchschnitt
zu  rechnen,  nehmlich  nach  guten,  mittlern  und  schlechtern  Jahren.  Wornach
man  wissen  kann,  wie  viel  in  guten  Jahren  übrig  und  außerhalb  zu  verkaufen
  ist;  wie  es  in  mittlern  Jahren  stehet  und  wie  viel  in  schlechten
Jahren  von  auswärts  nöthig  ist.  Der  Obstbau,  sowie  auch  die  Anpflanzung
von  Garten-Gewächsen,  Gemüsen  und  dergleichen  muß  ebenfalls  besser
befördert  werden,  sowie  auch  der  Hopfen-Bau.  Denn  dazu  haben  sie  die
beste  Gelegenheit  an  der  Netze  lang.  Ueberhaupt  muß  der  v.  Domhardt
auf  alles  Attention  nehmen,  woran  es  in  der  Provinz  fehlet,  daß  alles
nachgepflanzet  und  fleißig  cultiviret  wird,  damit  das  Geld  im  Lande
bleibt.  Da  sind  auch  die  Gegenden  zwischen  der  Netze  und  der  Tuchelschen
  Heide,  die  weiter  zu  nichts  zu  gebrauchen  sind;  da  müssen  die  Flecken
mit  Kiehn-Saamen  besäet,  und  auf  diese  Weise  brauchbar  gemacht  werden.
Denn  wenn  auch  dabei  weiter  nichts  herauskömmt  als  daß  etwas  krummes
Holz  gewonnen  wird,  so  wird  doch  der  Boden  dadurch  fest  gemacht  und
verhindert,  daß  die  Sandschollen  nicht  den  guten  Acker  verderben.  Sodann
ist  noch  ein  Artikel,  um  die  Brauerei  zu  befördern,  es  wird  nach  Polen,
ein  Haufen  englisch  Bier  eingeführt,  es  ist  also  darauf  zu  denken,  ob  wir
eine  dergleichen  Brauerei  von  englisch  Bier  dorten  anlegen  können,  da
würde  bei  Bromberg  die  beste  Gelegenheit  sein,  eine  dergleichen  englische
Bierbrauerei  zu  etabliren,  und  könnten  wir  sodann  dieses  englische
Bier  bis  nach  Warschau  hin  debitiren  und  ganz  Polen  damit  versorgen.