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der  Casse  zu  sorgen,  das  ist  die  erste  Sache,  dessentwegend  Ihr  da  seyd.
Zur  fernern  Etablirung  der  Würtenbergschen  Colonisten  gebe  Ich  das
Jahr  200/m  Thlr.,  und  was  denn  noch  nöthig  ist,  auf  künftiges  Jahr.
Was  aber  die  Aemter-Meliorations  anlanget,  dazu  kann  Ich  für  das
Jahr  weiter  nichts  anweisen,  sondern  das  muß  bleiben  bis  künftiges
Jahr.  Uebrigens  ist  nun  noch  die  Sache  wegen  Anlegung  einer  Färberey:
da  muß  Ich  erst  genau  wissen,  wie  viele  Stücken  Tücher  und  von  welchen
Städten  in  Pommern  werden  solche  nach  Elbing  und  zum  weitern  Absatz
nach  Pohlen  geschickt.  Zu  dem  Behuf  muß  eine  Färberey  zu  Elbing  ange—
legt  werden,  wozu  denn  eine  Summe  von  5/m  Thlr.  hinlänglich  seyn
wird.  Was  aber  diejenigen  Städte  sind,  die  ihre  Tücher  über  Stettin
und  so  auswärts  verschiffen,  die  können  solche  nicht  erst  nach  Elbing
zur  Färberey  schicken  und  denn  von  dorten  wieder  zurück  kommen  lassen,
das  würde  die  Waaren  sehr  vertheuern,  sondern  dafür  müssen  die  Färbereyen
bey  den  Städten  in  Pommern  selbst,  wo  die  mehresten  Tuch-Fabricanten
sind,  theils  neu  angelegt,  theils  die  schon  vorhandenen  verstärket  und
erweitert  werden.  Wornach  Ihr  Euch  zu  achten  habt.
Graudenz  den  7.  Juni  1783.
Friedrich.

An  die  Westpreußische  Regierung.
Wegen  besserer  Unterrichtung  der  Bauernsöhne  in  Westpreußen.

Se.  Königl.  Maj.  lassen  Dero  Westpreußischen  Regierung  auf  deren
Bericht  wegen  besserer  Unterrichtung  der  Jugend  dorten  auf  dem  Lande
hierdurch  zu  erkennen  geben,  wie  es  in  soweit  gantz  gut  ist,  daß  sie
sich  angelegen  seyn  lassen,  durch  einen  fleißigen  und  vernünftigen  Unterricht
  der  jungen  Leute  auf  die  moralische  Verbesserung  der  Nation  zu
wirken;  nur  müssen  sie  darauf  sehen,  daß  die  Söhne  von  denen  Bauern
ebenwmohl  ein  bischen  besser  instruirt  werden;  denn  wo  das  nicht  auf
eine  vernünftige  Art  geschiehet,  so  bleiben  solche  zu  roh  und  werden
halbwilde  Menschen  daraus.  Dieses  nun  ist  es,  worauf  die  Regierung
ihre  Aufmerksamkeit  wenden  und  darauf  sehen  muß,  daß  die  Landleute
ihre  Kinder  nicht  nur  fleißig  zur  Schule  schicken,  sondern  daß  sie  auch
darin  gehörig  und  ordentlich  unterrichtet  werden.  Wornach  sie  sich  zu
achten.

Berlin  den  5.  Januar  1785.

Friedrich.

An  den  Westpreußischen  Kammerdirektor  v.  Korckwitz.
Aemter-Meliorationen  und  Ankauf  von  Gütern  in  Westpreußen  behufs
Melioration  derselben.

Ich  habe  mit  Eurem  Bericht  vom  28.  vorigen  Monats  die  Nachweifung
  von  den  Revenues  erhalten,  welche  von  denen  auf  Aemter-Melio-8

