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rationen  verwendeten  Geldern  aufkommen  werden,  und  bin  davon  gantz
wohl  zufrieden  gewesen.  Zum  Güter-Ankauf  werde  Ich  zwar  dieses  Jahr
nicht  schreiten,  sondern  solches  bis  künftiges  Jahr  anstehen  lassen.  In—
dessen  müßt  Ihr  die  deshalb  erforderliche  Untersuchungen  und  vorläufige
Arrangements  keineswegs  vernachlässigen;  zu  dem  Ende  mache  Ich  Euch
Meine  Meynung  dahin  bekannt,  daß  Ich  von  Leuten,  die  im  Lande  wohnen
und  ihren  beständigen  Aufenthalt  darin  haben,  die  Güter  gar  nicht
kaufen  will,  sondern  nur  von  solchen  Leuten,  die  in  Pohlen  sitzen,  den
Ertrag  ihrer  Güter  aus  dem  Lande  schleppen  und  auswärts  verzehren.
Dabey  geht  Mein  Augenmerk  vorzüglich  auf  die  Gegenden  von  der
Netze,  weil  daselbst  noch  große  Defrichements  und  weitläuftige  Brücher
uhrbar  zu  machen  stehen  mögten.  Diejenigen  Edelleute,  die  sich  selbst
damit  abgeben  wollen,  mögen  ihre  Güter  behalten,  und  Mir  soll  es
lieb  seyn,  wenn  sie  solches  dadurch  verbessern;  von  andern  und  auswärts
sich  aufhaltenden  hingegen  will  Ich  dergleichen  im  Distriet  an  der  Netze
gelegene  Güter  kaufen,  und  Ich  glaube,  daß  für  20/m  Thlr.  schon  ein
großes  Terrain  zu  erhalten  stehen  werde.  Ich  glaube,  daß  dergleichen
Besitzungen,  wenn  sie  erst  uhrbar  gemacht  und  eingerichtet  sind,  sehr
important  werden  können,  daß  sie  besonders  zu  Anlegung  großer  Holländercyen
  die  Gelegenheit  verschaffen,  und  sehr  viel  Kühe  darauf  können
gehalten  werden.  Indessen  schicken  sich  die  Pohlen  überhaupt  zu  Holländereyen
  nicht,  sondern  man  muß  zu  deren  Betreibung  entweder  Holländer
und  Hollsteiner,  oder  Leute  aus  solchen  Gegenden  kommen  lassen,  wo
sic  damit  umzugehen  und  gute  Butter  zu  machen  verstehen.  Die  Butter
kann  am  besten  nach  Warschau  gehen,  und  an  Debit  wird  es  daselbst
nicht  fehlen.  Wenn  solchergestalt  die  dortige  einländische  Butter  nach
Warschau  verkauft  wird,  so  ist  es  weiter  nicht  nachtheilig,  wenn  in  hiesiger
Gegend  wiederum  Butter  aus  Sachsen  dagegen  gekauft  wird.  Ihr  werdet
Euch  möglichst  befleißigen,  Meiner  Absicht  darunter  ein  Genüge  zu  leisten
Potsdam  den  3.  Juni  1786.
Friedrich.

An  den  Minister  v.  Gaudi.
Anordnungen  zur  weiteren  Hebung  der  Kultur  Westpreußens.

Aus  meiner  mündlichen  Unterredung  wisset  Ihr  bereits,  wohin  meine
Meinung  und  Absichten  in  Ansehung  der  Provinz  Westpreußen  und  der
daselbst  zu  machenden  Arrangements  und  Verbesserungen  eigentlich  gehet.
Um  deswillen  habe  Ich  hierdurch  nur  wiederholen  wollen,  daß  ich  von
Curer  besonderen  Aufmerksamkeit  auf  diese  Angelegenheiten  die  Erreichung
meines  Zwecks,  der  lediglich  die  Emporbringung  dieser  Provinz  zum
Grunde  hat,  erwarte.  Ich  habe  zwar  den  zu  dem  Ende  hieher  berufenen
Kammer-Direktor  von  Domhardt  vollständig  darüber  instruirt  und  die
dortigen  Collegia  haben  mir  auch  einige,  wirklich  gut  überlegte  Vorschläge
  gethan.  Im  Gantzen  aber  fehlt  es  doch  denen  dortigen  Cammer-