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zu  kaufen,  so  wäre  das  um  so  besser,  weil  man  alsdenn  den  Mist  nützlich
anwenden,  auch  Bauer-Häuser  erbauen  und  das  Ackerland  sehr  gut  nutzen
könnte.  Ein  jedes  solches  Etablissement  müßte,  nach  Verhältniß  seiner
Größe,  höchstens  40/m  Thlr.  kosten.  Dagegen  müßt  Ihr  auch  einen
vernünftigen  Ueberschlag  von  dem  Betrage  der  davon  erfolgenden  Nutzung
machen;  es  sey  nun,  daß  die  Butter  nach  Warschau  verkauft  werden
kann,  oder  daß  solche,  wenn  es  daselbst  an  Absatz  fehlte,  nach  Berlin
gebracht  werden  müßte.  Dabey  müssen  die  Transport  und  alle  andern
Kosten  richtig  mit  zum  Anschlage  gebracht  und  nach  Abzug  derselben
der  reine  Nutzen  ausgemittelt  und  bestimmt  werden.  Wäre  die  Butter
nach  Warschau  nicht  zu  debitiren,  oder  könnte  solche,  da  zeithero  80/m
Thaler  jährlich  aus  hiesiger  Gegend  dafür  außer  Landes  gehen,  mit
mehrerm  Nutzen  nach  Berlin  gebracht  werden,  so  müßten,  nach  Abzug
aller  Kosten,  doch  wohl  40/m  Thlr.  reiner  Ueberschuß  dabey  heraus
kommen.  W.  aber  die  Butter  in  Warschau  und  der  Gegend  mit  mehrerm
Vortheil  abzusetzen,  so  würde  dadurch  eben  so  viel  und  mehr  Geld  wieder
ins  Land  gezogen  werden  können,  als  dafür  ausgehet,  und  solchergestalt
hätten  wir  die  Sächsische  Butter  in  der  Arth  umsonst,  daß  dafür  das
Land  kein  Geld  verliehret,  weil  solche  für  die  Preußische  Butter  aus
Warschau  zurück  kommen  würde.  Zur  Ausführung  dieser  Meiner  Idee
kommt  es  darauf  an,  ob  die  Edelleute,  denen  daran  gelegen  ist  ihre
Güter  zu  behalten,  dahin  disponiret  werden  können,  den  dabey  befindlichen
  Wiesen-Grund  zu  verkaufen,  welches  um  so  wahrscheinliechr  ist,  da
die  Pohlen  das  Buttermachen  nicht  verstehen;  und  aus  eben  dem  Grunde
wird  die  Preußische  Butter  auch  mit  größtem  Vortheil  in  Vohlen  abgesetzet
werden.  Ihr  müßt  bey  Besorgung  dieser  Angelegenheit  allerdings  sehr
in's  Detail  gehen,  und  ein  Haufen  specieller  und  detaillirter  Plans  entwerfen,
  dadurch  werdet  Ihr  aber  auch  sehen,  was  Ihr  darunter  auszurichten
  im  Stande  seyd,  und  wie  weit  man  damit  kommen  kann.  Ihr
müßt  dieserhalb  alle  Umstände  auf  das  sorgfältigste  überlegen,  und  Mir
melden,  wie  weit  Ihr  meinet,  daß  Ihr  Meine  Idee  auszuführen  Euch
im  Stande  befindet;  woran  um  so  mehr  gelegen  ist,  da  auf  alle  Fälle
dadurch  ein  Commerce  zwischen  West--Preußen  und  denen  hiesigen  Provintzen
  eröffnet  wird,  der  beyden  vortheilhaft  ist.
Potsdam,  den  27.  Juni  1786.
Friedrich.

An  den  Kammerdirektor  v.  Domhardt  in  Bromberg.
Flachsbau;  Ankauf  von  Gütern;  Urbarmachungen.

Wenn  die  Leute  allen  ihren  Leinsaamen  in  dortiger  Provintz  aussäen
  lassen,  so  kann  jeder  wenigstens  einen  Scheffel  säen,  denn  üstes
Terrain  haben  sie  dazu  genug:  Ihr  wisset  Euch  aber  nur  nicht  zu  helfen
und  um  deswillen  ist  der  Euch  aufgetragene  Versuch  unterblieben.  Hiernechst
  wisset  Ihr,  daß  Ich  gesonnen  bin,  von  denen  wüsten  Gütern