24  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Philol.107s  Druck

Plautus  (ed.  Camerarius,  Basel,  Heruagen)  mit  zahlreichen  (beachtenswerthen)
  kritischen  Randnoten  eines  Franzosen  aus  dem

16./17.  Jahrh.;  die  meisten  sind  mit  “toos  .  .  M’  gezeichnet.

Philol.108  31Bl.  zu  21:15%/,  em.  15./16.  Jahrh.

Sentenzen  aus  alten  und  mittelalterlichen  Dichtern  und  Prosaikern;
Bl.13-—28  “Sententiae  ex  20  comediis  Plauti  collectae’;  B1.29  “VII
Sapientium  sententiae  moralissime  a  Laertio  deseriptae’.

Philol.109  Perg.  119  Bl.  zu  241/,  :  181/,  em.  Im
XV.  Jahrh.  wohl  in  Frankreich  geschrieben.  Sehr  viele  kleine  Initialen
  mit  Gold,  roth  und  blau  gemalt.

Bl.6—106  Terentii  Fabulae  (Andr.  Eun.  IHeaut.  Ad.  Hec.  Phormio)
  mit  den  Unterschriften  “Calliopius  recensni’.  Ausser  dem  metrischen
  Argument  nnd  dem  Prolog  steht  vor  dem  2.  Stück  noch  ein
kurzes  prosaisches  Argument  “Meretrix....  illuditur’,  vor  dem  2.—6.
Stüeke  die  Didaskalie  (tituli),  vor  dem  3.,  4.  und  5.  eine  Expositio
tituli.  Zwischen  und  neben  den  Zeilen  stehen  sehr  viele  mittelalterliche
  Erklärungen;  die  Verse  sind  meistens  nicht  abgesetzt.

Bl.106a.  Die  3  Distichen  “Natus....  cautus  erit”.  Bl.  106b—109
sind  leer.

Bl.110—  117  “Intentio  fabularum  Terentii’.  Zuerst  über  die  Namen
der  Stücke  “Prima  fabula’,;,  dann  das  Epigramm  “Natus  ...  eautus
erit”.  Damm  Vita  des  Terenz  “Ter.  comieus  genere  quidem  extitit
Afer,  eivis®.  Dann  Erläuterungen  zu  dem  Argument,  Prolog  und  oft
zur  Didaskalie  der  einzelnen  Stücke.  Viele  von  diesen  decken  sich
mit  jenen,  welche  unter  dem  Namen  des  Eugraphius  gedruckt  sind.

Der  Name  des  ältesten  Besitzers  ist  radirt:  Bl.118a  “De  libris  —
(..de  Fresne)  Parisiensis  regis  secretarii’;  Bl.118b  "mei  Hervei  de
Fresneyo’;  Bl.6a  “Ex  libris  Petri  De  Villars  Archiep.  Viennensis’;
dann  besassen  die  Hft  “Woldemarus  baro  a  Schmettau,  Ex  auctione
Sellii  Lipsiae  1737’  und  L.  Kulenkamp  1769,  aus  dessen  Bibliothek
sie  1796  erkauft  wurde.

Philol.110  Perg.  108  Bl.  zu  291),  :22  em.  Schöne
quadratische  italien.  Schrift  aus  dem  Anfang  des  XV.  Jahrh.  Die
schöne  Handschrift  ist  im  Anfang  der  Stücke  verziert  mit  feinen
Miniaturen  (5  zu  etwa  6:6  cm,  3  zu  4:4),  in  denen  BIl.4  der  Dichter,
sonst  Personen  des  Stücks  gemalt  sind;  ausserdem  finden  sich  sehr
viele  blau  oder  rotlı  gemalte  Buchstaben  mit  Schnörkeln,  2—3  cm  im
Geviert.  Holzdeckel  mit  rothem  Leder.

Die  Komoedien  des  Terenz  (And.  Eun.  Heaut.  Ad.  Hec.  Ph.);
Unterschrift  “"Calliopius  recensui’.  Vor  no.l  “Epitaphium  Terrentii
Natus...  cautus  erit’;  metrisches  Argument  und  Prolog.  Vor  no.?
Didaskalie,  pros.  Argument  “Meretrix  ..  illuditur’  (vgl.  die  vorige
Handschrift);  metr.  Argument  und  Prolog;  vor  n0.3—6  stets  Didaskalie,
  metr.  Argument  und  Prolog.  Zwischen  und  neben  den  Zeilen
stehen  Erklärungen;  insbesondere  ist  der  Inhalt  der  einzelnen  Akte
und  Scenen  sorgfältig  klar  gelegt.