36  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

aus  B.  ,  die  immer  reichhaltiger  werdend,  zuletzt  fast  den  vollständigen
  Text  geben.  Das  I.  Buch  hat  die  Überschrift  Aulusgellius
in  cap.  primo;  das  2.  keine;  das  3.—5.  nur  liber  tercius,  quartus,
quintus.  Das  6.  beginnt  Bl.  33a  ohne  Überschrift  Quod  de  olimpiade;
das  7.  beginnt  BI.  40a  “liber  Sextus  In  homines  fecisse’,  und  endet
Bl.44b  “ineensas  sunt.  Explicit  liber  sextus’.  Zwar  hat  der  geistreiche
  Mann,  der  diese  Auszüge  machte,  oft  und  keck  abgeändert;
doch  schon  die  richtige  Stellung  der  Praefatio  und  des  6.  und
7.  Buches  zeigt,  dass  diese  Handschrift  aus  einer  vorzüglichen
Quelle  geflossen  ist.  Dasselbe  beweisen  einzelne  Lesarten  z.  B.  IV,
185  si  modo  id.  VI,  11$2  quasi  vilitatem  et  nequam  und  $  9
eonceptis  iurasti.  VI,15$5  noster  autem  Taurus  qua  (Vielleicht
interpolirt  aus  cap.  14  85);  Santre  dicendum;  ut  absona;  16  $1  inconditis.
  $2  totidem  mea.  $9  Catullus  Cui.  $12  pro  aulo  cecina
consimiliter.  Demnach  verdient  dieser  Theil  der  Handschrift  genaue
Untersuchung.

II.  Theil.  Bl.44b  beginnen  die  Capitula  des  IX.  Buchs  (in  Bl.1
bis  44  fehlen  die  Zusammenstellungen  der  Capitula;  über  den  einzelnen
Abschnitten  steht  dort  nur  Anfangs  kurze  Andeutung);  dann  folgen
Buch  X—XIV  mit  den  Capitelverzeichnissen  und  Subseriptionen;  z.  B.
Bl.49—50  im  Anfang  des  10.  Buches:  Auligellii  noctium  Atticarum
liber  AXnıns  explieit  /  Ineipit  liber  XImus  felieiter  Aurelii  Romuli  /
Bl.50:  Auligellii  Noctium  Atticarım  commentariorum  haec  insunt  /
Cecropias....  eustachius  /  Viuat..  dedit  /  Capitula  XImi  libri  /  nach
den  eapitula:  Liber  undeeimns.  Bl.78b  brieht  die  Handschrift  ab
mit  den  Worten  (XIV,  1822)  exordia  impari.

In  diesem  Theil  ist  unsere  Handschrift  nahe  verwandt  mit  den
Handschriften  B  (Beru),  @  (Paris  8664)  und  Z  (Leiden  Voss.  Lat.
F.),  doch  ist  sie  wiederum  von  manchen  Fehlern  derselben  frei.

B1.78b  folgt  "Et  sie  est  finis  aulii  gelii  per  me  Petrum  Chappellam
  famate  parrhisiensis  achademie  artium  magistrum.  Am
Vorderdeckel  ein  Stich  etwa  aus  dem  17.  Jahrh.:  ein  Palmbaum,  an
dessen  Fuss  Bücher  und  ein  Wappen  liegen,  darüber  die  Buchstaben
H.  ©.  F.V.  TS  (verschlungen).  V.  oO.

Philol.163  110Bl.  zu  151/,:10  em.  16.Jahrh.
Selecta  quacedam  capita  ex  noctibus  Gellianis.  Die  Auszüge
scheinen  aus  einer  Ausgabe  gemacht  zu  sein;  aus  den  früheren
Büchern  ist  Vieles,  aus  den  spätern  sehr  Wenig  ausgeschrieben.
B1.107  Hier  onymaus  Algasiae  quaestione  octava’:  vgl.  Migne
Patrol.  lat.  22  p.  1007.
1799  vom  Fürsten  von  Waldeck  geschenkt.

Philol.163d  Druck

Seriptores  historiae  Augustae,  Leiden  1632;  am  Rand  die
Collation  der  Bamberger  Handschrift  von  Ludw.  Schweiger;  vgl.
Cod.  plilol.  1a,  Bd.  II,  Bl.92.

Philol.164  Perg.  38Bl.  zu  17'/;,:13em.  XIL/XILU.  Jahrlı.

"Ineipit  Mareianus  Capella’;  Buch  I  und  IL  TmTIS1—40
(Eyssenhardt)  stehen  am  Rand  und  zwischen  den  Zeilen  zahlreiche
Scholien.