Philol.184  45

IH.  2  Bl.  Pergament  und  4Bl.  Papier.  2  zusammenhängende
Pergamentblätter,  wohl  die  innersten  einer  Lage,  15cm  hoch  und
llem  breit,  XIV.Jahrh.  Die  Reimzeilen  sind  abgesetzt,  jede  Seite
hat  deren  22.

Susanna  im  "Bade,  88  Verse.  DBruchstück  einer  poetischen
Bearbeitung  in  hochdeutsch  gefärbtem  Niederdeutsch.  Mit  vielen
Fehlern  gedruckt  im  Neuen  vaterl.  Archiv  hsg.  von  Spiel  und
Spangenberg  1824  S.147—151,  dann  verbessert  in  Oesterley’s  Niederdeutscher
  Diehtung  im  MA.  8.15.  Auf  das  Bruchstück  folgen  2  Briefe
von  Benecke  an  Spangenberg:  Gött.  31.3.1823  über  dieses  und
die  unter  IV,  V,  VIH  folgenden  Bruchstücke,  und  Göftt.  11.11.1824,
welcher  ein  Verzeichnis  der  Fehler  des  ersten  Abdruckes  enthält;
dieses  ist  im  N.  vaterl.  Archiv  1824  S.VII  gedruckt.

IV.  2  zusammenhängende  Pergamentblätter  zu  20'/,  :  14  em
von  mehreren  Händen  des  XIH.  Jahrh.  geschrieben.  Jede  Seite
hat  2  Spalten  mit  Je  35—37  Versen;  die  Reimzeilen  sind  abgesetzt,
jeder  zweite  Vers  ist  eingerückt,  Anfangs-  und  Endbuchstabe  jedes
Verses  steht  abgesondert  am  Anfang  und  Ende  der  Zeile.

Bruchstück  von  286  Versen  aus  dem  altfranzösischen  Roman
AmadasetYdoine.  Bl.1  entspricht  den  Versen  1110—1246,  Bl.2  den
V.1791—1927  von  Hippeaw’s  Ausgabe  (1863);  also  fehlen  dazwischen
4  Blätter.  Die  Textesfassung  dieser  Blätter  ist  herausgegeben  von
H.  Andresen  in  der  Zeitschrift  für  roman.  Philologie  XIII  (1889)
3.85—97.

V.  2  zusammenhängende  Pergamentblätter  einer  Handschrift
des  XIV.Jahrh.,  welche  an  drei  Seiten  stark  beschnitten  sind  und
dadurch  unten  etwa  je  8  Zeilen  vom  Texte  verloren  haben,  jetzt
noch  19!/;;cm  hoch  und  21cm  breit.  Der  Text  ist  zweispaltig
geschrieben,  die  Reimzeilen  sind  abgesetzt,  jedes  Reimpaar  beginnt
mit  grossem  Anfangsbuchstaben,  jede  zweite  Zeile  ist  etwas  eingerückt.
  Rothe  und  blaue  verzierte  Initialen.

Wolfram’s  von  Eschenbach  Willehalm,  258  Verse.  Bl.1
in  4  Spalten:  Willeh.395,  25  bis  396,  30  (Lachmann);  397,  9  bis
398,  9;  398,  19  bis  399,  22;  399,  30  bis  401,  2.  Bl.2  in  4  Spalten:
Willeh.  435,  16  bis  434,  17;  434,  26  bis  435,27,  436,7  bis  437,  8;
437,  17  bis  438,  19.

Das  Bruchstück  ist  in  Lachmann’s  Ausgabe  benutzt  und  mit
Ss  bezeichnet.

VI.  12  Blätter  einer  Pergamenthandschrift  des  XTV.  Jahrhunderts
zu  221/,:16  cm;  es  hängen  zusammen:  I+4,  2+3  (1  bis  4  aus  der
Mitte  einer  Lage,  mit  zusammenhängendem  Text);  5+6  (B1.5  mit
der  Signatur  VII;  also  erstes  und  letztes  Blatt  einer  Lage);  7  +8
(weder  äusserste  noch  innerste  Blätter  einer  Lage);  9+10  (Bl.7  mit
Signatur  XII;  also  die  äusseren  Blätter  einer  Lage);  11  +12  (innerste
Blätter).  Zweispaltig  beschrieben,  auf  Bl.1—8  je  32,  auf  B1l.I—12
Je  27—30  Zeilen  in  jeder  Spalte;  die  Verszeilen  sind  abgesctzt  und
beginnen  mit  grossen  Buchstaben;  rothe  und  blaue  Initialen.

Bl.1  Rudolf  von  Ems,  Wilhelm  von  Orlens;  1324  Verse  (mieht
9450  Verse,  wie  Pfeiffer  im  Anz.  f.  Kunde  d.  d.  Vorzeit  1854  5.56
sagt);  Schluss  Bl.11  Sp.3  “Dez  felben  muoz  unf  helfen  got  /  Durch
fin  hoh  geloptez  gebot  /  Amen.  Bl.11  Sp.3  Konrad  von  Würz-