46  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

burg,  Die  goldene  Schmiede;  159  Verse  in  folgender  Reihenfolge
nach  Grinm’s  Ausgabe  von  1840:  1—24,  123—168,  199—203,  171
bis  254;  Grimm  führt  diese  Hs.  als  D  auf.  Die  Handschrift
war  vorher  in  Uffenbach’s  Besitz,  vgl.  Bibliotheca  Uffenbachiana
mssta  Halae  1720  ParsIV  Vol.145,  wo  der  Anfang  von  Bl.7  gegeben
  wird.

VU.  10  Bl.  von  Pergament  und  5  von  Papier.

10  Pergamentblätter  einer  Handschrift  des  XIIL  Jahrh.,  von  denen
Bl.1-+2,  3+4,  5+6,  7+10,  8+9  zusammenhängen;  ursprünglich
zu  20%/,:14'/,  cm.  Bl.l  und  2  sind  nur  noch  11'Y/;  em  hoch,  da  die
obere  Hälfte  weggeschnitten  ist;  von  Bl.1  fehlt  ausserdem  der  äussere
Rand,  sodass  es  nur  noch  10  cm  breit  ist.  Bl.4  und  5  sind  noch
11'/,  em  breit,  da  der  äussere  Rand  verloren  ist;  von  Bl.7  und  10
sind  unten  3  cm  abgeschnitten.  Durch  Anwendung  von  Reagentien
ist  ein  Theil  der  Blätter  übel  zugerichtet.  Auf  jeder  Seite  standen
26—29  Zeilen,  die  Reimzeilen  sind  nicht  abgesetzt.

“Aus  einem  unbekannten  Gedichte  des  12.  Jahrhunderts’.  Diese
Bruchstücke  sind  von  W.  Grimm  herausgegeben  unter  dem  Titel
“Grave  Ruodolf’  Göttingen  1828;  dann  wieder  vermehrt  und  verbessert
  als  “Graf  Rudolf”  1844.  Die  Göttinger  Bruchstücke  sind
hier  mit  A  bis  K  bezeichnet.  Den  Bruchstücken  folgen  3  Briefe:
Benecke  an  Spangenberg,  Göttingen  15.1.1826,  W.  Grimm  an
Sp.,  Cassel  12.11.1826  und  26.  4.  1827.

vll.  Unterer  Theil  eines  Pergamentblattes,  noch  12!/,  cm
hoch  und  18  cm  breit,  zweispaltig  beschrieben  mit  zusammen  52
Versen;  die  Reimzeilen  sind  abgesetzt  und  jede  zweite  Zeile  ist
etwas  eingerückt.  AIV.  Jahrh.

Bruchstück  einer  poetischen  nıhd.  Bearbeitung  der  Exodus,  aus
c.IIL,  15.  17—20.  IV,  4—5.  9—10;  vgl.  z.  B.  "Rechte  meselsuchtich  gar
vnd  wiz  als  der  snie  gar’  mit  Exod.IV,5.  Die  Sprache  ist  vom
niederdeutschen  stark  beeinflusst.  Die  Bearbeitung  folgt  nicht  der
Bibel  allein;  an  einer  Stelle  wird  “der  vil  wise  Josephus’  eitirt.

Philol.154k  Druck

Deutsche  Gedichte  des  MA.  hsg.  von  H.  v.  d.  Hagen  und  J.
G.  Büsching  I  (1808).  Darin  8.1—53  König  Rother  mit  Cod.
Palat.  390  verglichen  von  Hoffmann  von  Fallersleben.

Die  Collation  ist  von  Hoffmann  1830  in  seinen  Fundgruben
benutzt.  Uber  die  Richtigkeit  seiner  Lesungen  vgl.  Massmann’s
Ausgabe  von  1857  in  Bibliothek  der  ges.  deutschen  National-Literatur
  III,  2  8.157  Ann.l.

Philol,  1855  177  Seiten  zu  211/2:16  em.  1830.

“Hern  Nitharts  wise.  (Zeilengetreue)  Abschrift  einer  pergamenthandschrift,
  welche  sich  auf  der  Stahrenbergischen  bibliothek  zu
Riedegg  befindet...  von  G.  F.  Benecke,  Göttingen,  Febr.  1830’;  aus
derselben  Hs.  ist  auch  Cod.  Philol.191  abgeschrieben.  S.3—4  Schluss
des  Pfaffen  Amis  (v.2479—2510  Benecke)  aus  der  Riedegger  Hs.
S.5—  177  Nithart;  mit  Bleistift  sind  von  Benecke  einige  Bemerkungen,
besonders  sic’,  zugesetzt.  Diese  Abschrift  hauptsächlich  liegt  der
Ausgabe  Nitharts  zu  Grunde  in  Benecke’s  Beyträgen  zur  Kenntuiss