48  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

Grimm;  die  Verszahlen  der  Casseler  Hs.  sind  nach  der  Copie,  die
er  besass,  von  Grimm  zugefügt.  Auf  Bl.2  stehen  einige  Bemerkungen
Grimm’s,  Göttingen  30.  7.  1830,  die  hauptsächlich  einer  Beschreibung
der  Fragmente  von  Bauschel  entnommen  sind.

Philol.159a  IL  und  34  Bl.  (Bl.15  und  16  leer)  zu
20'/,:16  em.  19.  Jahrh.

Rudolf  von  Ems,  Wilhelm  von  Orlens.  Auszug  und  theilweise
Abschrift  von  S.1—88  der  Wasserburgischen  Handschrift  zu  Donaueschingen
  (No.74  bei  Barack,  die  Handschriften  ...  zu  Donaueschingen),
angefertigt  von  L.  Uhland,  der  auch  etliche  kritische  Bemerkungen
an  "den  Rand  schrieb.

Von  Karl  Goedeke  1882  geschenkt;  vgl.  dessen  Grundriss  I,  1884,
S.126.

Philol.189b  2  Blätter  einer  Pergamenthandschrift  des
XII.  Jahrh.,  15  em  hoch  und  12  cm  breit;  2  Spalten  mit  je  34  abgesetzten
  Verszeilen,  von  denen  jede  oberste  verstümmelt  ist,  mit
zusammen  264  vollständigen  Versen;  rothe  und  blaue  Initialen.

Rudolf  von  Ems,  Barlaanmı  und  Josaphat.  Bl.i  Vers  364,  31
(Pfeiffer)  bis  350,  6.  Bl.2  Vers374,  3  bis  377,18.

Dabei  ein  Brief  von  Dr.  phil.  Ernst  Volger,  Wülfinghausen
4.2.1862,  mit  dem  er  diese  Fragmente,  von  denen  er  schon  1846
Moritz  Haupt  Kunde  gegeben  habe,  als  Geschenk  für  die  Göttinger
Bibliothek  (an  Prof.  Wilh.  Müller)  übersandt  hat.

1891  aus  W.  Müller’s  Nachlass.

Philol.190  4  Bl.  Pergament,  jetzt  noch  21'/,  em  hoch,
die  2  unvollständigen  8'/s,  die  2  vollständigen  20  em  breit.  XIV.Jahrh.
Bertold  von  Holle,  Crane  °Hir  beginnet  crane”.  Diese
4  Blätter  waren  Theil  einer  grossen  Handschrift;  denn  die  4  Seiten
des  3.  und  4.  Blattes  haben  sehr  alte  rothe  Zahlen  CXVII—-  COXX.
Jede  Seite  war  in  3  Spalten  zu  Je  46  Versen  beschrieben.  Die  zusammenhängenden
  Bl.1  und  4  enthalten  noch  die  46  Verse,  dagegen
Bl.2  und  3  sind  unten  so  beschnitten,  dass  die  Spalten  nur  noch  je
45  Verse  enthalten.  Dann  sind  Bl.1  und  2  an  der  Seite  so  beschnitten,
  dass  nur  noch  die  innerste  Spalte  und  schmale  Reste  der
mittleren  erhalten  sind.  Also  sind  im  Ganzen  730  Verse  vollständig,
182  in  kleinen  Resten  erhalten.
Abgedruckt  ist  Alles  von  W.  Müller  in  der  Zeitschrift  f.  deutsches
Alterthum  I  1841  8.66—95.  Abgelöst  sind  nach  Müller  die  Blätter
aus  einem  1803  in  Köln  ersteigerten  Buche.

Philol.191  60Bl.  zu  21'/,:16em.  1831.

‘Der  phaffe  Amis  (von  dem  Stricker).  Abschrift  der  Riedegger
Handschrift  von  G.  F.  Benecke”.

Zugefügt  ist  (von  Benecke)  am  Rande  die  Verszählung,  unter
dem  Text  einige  Verbesserungen  und  Lesarten  anderer  Hss.  Benutzt
ist  diese  Abschrift  zu  der  Ausgabe  in  Benecke’s  Beyträgen  ..  1I
(1832)  8.493—608;  vgl.  Codex  Philol.185.

Geschenkt  von  G.  F.  Benecke  1832.