310  Goettingen,  Universitäts  -  Bibliothek

maisterlichen  thenen.  und  solichs  puech  ist  peschlossen  als  man  zalt
1554  ior  am  23  tag  octobris.  got  sey  lob  in  ewikait.  -Amen.

Bl.TI—X  Register,  durchaus  nach  Tönen  geordnet,  wie  die
folgenden  Bl.  1—235.

Bl.1—288  Meistergesänge  von  Hans  Sachs  von  1531—1554.
Dieselben  sind  auf  Bl.1—235  nach  den  Erfindern  der  Töne  geordnet;
“die  eltisten  und  fremden  maister  sint  heran  nach  einander  gesetzt
und  hernach  (etwa  von  Bl.96  an)  die  Nürnberger  Dichter  auch  nach
ein  ander’.  Von  Bl.235  an  ist  keine  Ordnung  mehr  erkennbar.
Unter  jedem  Gedicht  ist  Jahr,  Tag  und  Monat  der  Entstehung  angegeben.


Nach  dem  von  anderer  Hand  erweiterten  Inhaltsverzeichnis  umfasste
  der  Band  ehemals  mindestens  301  Bl.;  von  den  von  Hans
Sachs  selbst  verzeichneten  204  Gedichten  fehlt  eins  am  Schluss
(B1.'289°),  die  übrigen  verlorenen  waren,  wie  im  Inhaltsverzeichnis,
so  in  der  Handschrift  selbst  von  anderer  Hand  nachgetragen.

Gedruckt  wurde  eine  Auswahl  dieser  Meistergesänge  (56)  in
“Diehtungen  von  Ilans  Sachs’  I,  herausg.  von  K.  Goedeke  (Deutsche
Dichter  des  16.  Jahrh.,  Bd.  IV  1883);  daselbst  ist  diese  Hit  mit  U
bezeichnet.

Die  Blätter  sind  durch  vielen  Gebrauch  beschmutzt.  Die  Hft
stammt  aus  Gebauer’s  Bibliothek.

Philol.195  60  Bl.  zu  32'/,:19cm  (Bl.44  leer).  Im
17.  Jahrh.  von  2  Händen  geschrieben;  die  zweite  beginnt  Bl.14b.

Meisterlieder,  grösstenteils  von  Hans  Sachs.

Im  Ganzen  umfasst  der  Band  50  Meistergesänge;  vom  ersten
fehlt  der  Anfang.  Uber  jedem  Gedichte  steht  der  Ton  und  seine
Verszahl,  am  Schluss  gewöhnlich  das  Datum  und  oft  der  Name  des
Hans  Sachs;  andre  Verfasser  nur  Bl.18  “Anno  1525.  dichts  Hannsz
Karer  (?)  von  der  Freystatt’;  B1.29  und  37b...  “1563  dichts  Daniel
Holtzmann’;  Bl.52b  "Anno  1585  dichts  Math.  Joh.  Spreng’.  Eine
Hand,  die  den  ganzen  Band  durcheorrigirt  hat,  hat  unter  den  meisten
übrigen  Gedichten  °H.S.’  hinzugefügt,  auch  bei  Gedichten  von  1578
(Bl.53b)  und  1580  (Bl.40b).

Der  Band  hat  durch  Wasser  stark  gelitten.  Früher  war  er  mit
Philol.196  zusammengebunden.  Es  ist  daher  wahrscheinlich,  dass
er  aus  A.  Metzger’s  Besitz  stammt  und  nebst  Philol.197  zu  der
Sammlung  von  Meistergesängen  gehört,  die  als  von  ihm  hinterlassen
erwähnt  werden.  \

Philol.195k  2Bl  zu  19Y,:13!/,  em.  16.Jahrh.
“Einn  gesang  van  der  vpstandige  Christi  vnses  vorlosers,  vp  de
Östernn  tho  singen,  in  der  wise,  Wi  schullenn  alle  frolich  sinn’:
12  Strophen,  deren  erste  lautet  “Godt  vnse  vader  in  ewicheit,  de
gaff  uns  sine  barmherticheit,  vth  lutter  gnade  vnd  gudicheit”.
Dies  wie  es  scheint  nicht  gedruckte  Lied  fand  sich  im  Göttinger
Exemplar  der  Christliken  Kerken-Ordeninge  im  lande  Brunschwig
Wulffenbüttels  deles.  Wittemberg  1543.