Philol.  1971  —  200  99

zwischen  einen  Evangelischen  Christen  und  Irrenden  Papisten  ..
a.  1613.  IS.  I—IV  und  1—200  Nodi  Gordii  resolutio  ...  1624.

III  S.201  “Historischer  Bericht  von  den  Jüngst  gehaltenen  Privat
Colloquio  am  verlauffenen  15  Januarii  1629  auf  dem  Haufse  Steurwaldt‘.
  Einleitung  in  16  Versen,  dann  2  Briefe  Bissendorff’s  “ex
carcere’  und  das  Todesurtheil  des  Kölner  Gerichts;  diese  3  Stücke
sind  gedruckt  bei  J.  B.  Lauenstein,  Historia  diplomatica  episcopatus
Hildesiensis  II,  158-—167  (1740).  8.218  “Kurtzer  Bericht  von  Herr
Johann  Bissendorff’,  enthält  Nachriehten  iiber  die  Enthauptung  und
Bestattung;  bei  Lauenstein  a.  a.  O.  8.167f.  benutzt.  Stück  III  scheint
gleichfalls  Abschrift  eines  Druckes  zu  sein.  IV  S.221  Solatium
Jesuiticum  ..  a.  1618.  1886  angekauft.

Philol.199  102  Blätter,  hoch  34/,,  breit  21'/;cem.  Um1730.

Deutsche  Gedichte  der  Anna  Margaretha  Pfefferin  zu  Seesen,
geb.  Spechtin  (vgl.  Goedecke  Grundriss  III  329),  in  Concepten,
Reinschriften  und  Kopieen;  vermuthlich  an  Prof.  Ch.  A.  Heumann
in  Göttingen  im  Juni  1734  als  Probe  übersandt,  wie  aus  einem  Brief
der  Verfasserin  auf  Bl.1  hervorgeht.  Lieder  weltlichen  Inhalts
sind  selten  (so  Bl.3,  4,  14),  geistliche  überwiegen  (z.  B.  B1.50—81).
Das  übrige  sind  Gelegenheitsgedichte  meist  an  fürstliche  Personen,
nur  wenige  datiert.  Am  häufigsten  angesungen  sind  Herzog  August
Wilhelm  von  Braunschweig-Wolfenbüttel  und  seine  dritte  Gemahlin
Elisabeth  Sophie  Marie;  mehrfach  auch  Ludwig  Rudolph  von  Braunschweig-Blankenburg
  und  seine  Gemahlin  Christine  Louise  (Bl.17,
29,  33,  43);  Fürst  Christian  August  zu  Anhalt-Zerbst  und  seine
Gemahlin  Johanna  Elisabeth  (Bl.5,.  97);  ferner  König  Georg  II.  (B1.19),
Elisabeth  Ernestine  Antoinette  Abtissin  zu  Gandersheim  (BI1.27),
der  Gesandte  Graf  v.  Dehn  (Bl.41),  die  Geh.  Räthe  Gottfried  von
Wedderkopf  (Bl.15)  und  Baron  v.  Stein  (Bl.23),  A.  J.  von  Krakewitz
Generalsuperintendent  in  Pommern  (Bl.82),  J.  L.  v.  Mosheim,  als  er
1727  Abt  zu  Marienthal  wurde  (Bl.39),  die  Hochzeit  des  Priors  zu
Marienthal  (Bl.11b),  "N.  N.  Dreissigmarck’,  als  er  Abt  zu  Riddagshausen
  wurde  (Bl.91).  1736  aus  der  Göttinger  Gymnasialbibliothek.

Philol.199a  4  Blätter,  hoch  36'/,,  breit  23  cm.  1740.

“Ode  auf  Hofrath  G.  Chr.  Gebauer’s  Geburts  Fest,  den  26.  Oct.
1740°,  10  Strophen  zu  je  6  Zeilen;  dabei  2  Federzeichnungen  (Altar
im  Lorbeerkranz  und  ein  Posaunenengel).  Von  einem  seiner  Schüler
verfasst,  dessen  Namen  das  Monogramm  GG  verbirgt.

Philol.200  42  Blätter,  hoch  14,  breit  6em.  Ende
des  17.  Jahrh.

Deutsche,  Französische  (2)  und  Lateinische  religiöse  Lieder
und  Hymnen,  dazwischen  einzelne  Gebete;  wohl  nur  aus  Drucken
abgeschrieben.  Die  deutschen  Kirehenlieder  sind  zumeist  aus  der
zweiten  Hälfte  des  17.  Jahrh.  Als  gedruckt  nicht  nachzuweisen
waren:  Bl.5b  Schliesset  euch  ihr  Woleken  auf  (7  Strophen).  BI.7
Hemmt  Ihr  Sternen  euern  Schein  (9Strophen).  Bl.9  C.  Hofmann  (von
Hofmannswaldau?):  Ach  höchster  Liebe  Wunder  Zeichen  (9  Strophen).
Bl.15  Ach  mein  Herr!  lehre  mich  (7  Strophen).  B1.31b  Morgenliedt: