130  Goettingen,  Universitäts  -Bibliothek

Philos.11  206  Bl.  zu  32:20  em.  16.  Jahrh.

Melchior’s  von  Ossa  (Testament)  an  August  v.  Sachsen  1556.
Saubere  Copie  des  vollständigen  Werkes,  wie  es  Thomasius  1717
drucken  liess.

1786  aus  Ant.  Jul.  v.  der  Hardt’s  Bibliothek.

Philos.12_  49Bl.  zu  29:22em.  18.Jahrh.  Rother
Lederband  mit  Goldornamenten;  wohl  Original.

(C.  W.)  Meysenbougk,  Mitgliedt  d.  Societät  d.  Wiss.  in  Berlin,
Proiecet  wie  eines  Potentaten  Einnahme  umb  ein  grosses  erhöhet,  das
Commereium  gefördert  und  Ein  zulänglicher  Credit  zuwege  gebracht
werden  möge,  dem  Herzog  zu  Braunschweig  und  Churfürst  Georg
Ludwig  offerirt.  Gedruckt  (Frankfurt  und  Leipzig  1760)  vorhanden
im  Cod.  Achenwall  89  n0.230.

Gehörte  einst  J.  L.  Mehmet.

Philos.14  3504Bl.  zu  32:21em.  15.Jahrh.  Einige
Blätter  sind  ausgerissen.

Bl.2  Mafey  (Maffei)  Vegii  Laudens.  datarii  apostoliei  de  educatione
liberorum  ae  eorunm  elaris  moribus  libri  VI  (öfter  gedruckt  unter  dem
Namen  des  Franc.  Philelfus).  Die  letzten  Blätter  fehlen.

Bl.79  Cithara  morum  aut  lira  plulosophorum  et  dieitur  Citharedus.
Prolog  beginnt  "Est  morum  eithara  liber  et  lira  philosophorum;  Ideo
lira’;  das  Werk  beginnt  “More  suo  Seneca  mores’.

Bl.141—281  Firmiani  Laetantii  divinarum  institutionum  contra
gentiles  libri  VII;  voran  geht  Bl.127—140  alphab.  Register  und  Index
capitulorum.  BI1.281  desselben  Liber  de  ira  dei  und  BI1.293  Liber
de  opificio  hominis.

Die  Hft  ist  reich  rubrieirt.  Als  Schreiber  nennt  sich  B1.140
Andreas  Petten.  1726  besass  sie  J.  F.  Reimmannus  Superint.
Hildes.

Philos.15  4Bände  in  fol.  18.  Jahrh.

Johann  Daniel  Gruber’s,  (Historiograph  und  Bibliothekar  zu
Hannover  7  1748),  schriftlicher  Nachlass.*)

Bd.I.  461  Blätter:  Bl.1—163  Vorrede  und  Noten  zum  Chronieon
Livoniae  vetus  (Entwurf).  Bl.164—-190  Darauf  bezügliche  Auszüge,
  bes.  Bl.175—190  Flores  sparsi  ad  genealogiam  mat.  Alberti
(=  Silva  doeum.  IX).  Bl.193  (J.  J)  Hombergk,  Darmst.  12.  Nov.
1742,  an  Gruber  und  Gruber’s  Antwort.  Bl.199  Frid.  Christ.
Schmincke  (Gött.  12  Kal.  Jan.  1742)  fragt  Gr.  über  Henr.  Raspo;
dazu  Gr.’s  Antwort.  B1.204  J.  J.  Hombergk,  Darmst.  25.  Jul.  1742,
über  Ludwig  den  Bärtigen,  mit  Gr.’s  Antwort.   B1.209—  236  Excerpte
zur  Genealogie  der  späteren  Karolinger.

B1.239—  263  Kurtzer  diplomatischer  Beweisz,  dass  die  Rechte
des  Reichs  an  Schlesien  älter  sind  als  die  Rechte  der  Cron  Böhmen

*)  Gruber  war  in  Wahrheit  Münchhausen’s  Historiograph  und  geheimer  Rath.
Dafür  geben  diese  Papiere  interessante  Beweise.  Nur  die  deutschen  Stücke  (ohne
Namen)  sind  von  Münchhausen  geschrieben;  die  lateinischen  sind  von  Gruber
nach  Münchhausen’s  deutschen  Entwürfen  übersetzt  und  ausgearbeitet  (vgl.  Bd.  IV

1.85,  86).