132  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

und  da  verbessert  oder  ergänzt;  nur  wenige  (Bl.118  119  120  143  162)
sind  von  Gruber  selbst  geschrieben.  Es  liegen  hier  vor  die  von
Gruber  ausgearbeiteten  lateinischen  Übersetzungen  von  Münchhausen’s
deutschen  Entwürfen.  Deshalb  fehlen  fast  alle  Adressen  und  sind
die  Daten  von  Gruber  selbst  nachgetragen.

Bl.118,  119  und  126  Münchhausen  an  einige  Junge,  in  Göttingen
studirende  Münchhausen;  3  Briefe  1739  und  1741.

Bl.118a  b  und  120—124  Fünf  Schreiben  Münchhausen’s  (vom
8.  März,  27.  April,  6.  13.  und  20.  Mai  1741)  an  den  Geh.  Kriegsrath
Aug.  Wilh.  v.  Schwichelt,  der  im  März  1741  als  ausserord.  Gesandter
Hannover’s  zu  Friedrieh  d.  Gr.  nach  Schlesien  ging;  vgl.  Grünhagen,
Gesch.  d.  ersten  Schles.  Krieges  I  368—380  und  denselben  in  der
Zeitschrift  f.  preuss.  Geschichte  AII  1875  8.608.  M.  giebt  Schwichelt
hier  allgemeine  Weisungen;  insbesondere  Bl.118ab  giebt  ein  ehrenvolles
  Zeugnis  von  M.’s  deutscher  Gesinnung.

Bl.127—161:  13  Briefe  Ms  an  Chr.  Ludw.  Scheidt,  Professor
und  Erzieher  des  Kronprinzen  in  Kopenhagen,  16.  Jan.  1743  bis
21.  Jan.  1744.  Dazwischen  B1l.138  ein  deutsches  Gutachten  (Gruber’s)
vom  26.  Febr.  1743,  und  Bl.142  desgleichen  (von  Münchhausen?)  vom
l.  März  1743;  dann  insbesondere  6  Briefe  von  Chr.  L.  Scheidt  in
Kopenhagen  (BI.  127:  29.Dee.  1742;  Bl.  120:  15.  Jan.,  Bl.135:  19.  Febr.,
Bl.137:  23.  Febr.,  Bl.150:  22.  Dee.  1743;  B1.159:  11.  Jan.  1744),  Abschriften,
  welche  "wohl  Gruber  sich  machen  liess,  um  M.’s  lateinische
Antworten  leichter  ausarbeiten  zu  können.  Diese  ?1  Schreiben
behandeln  die  Verheirathung  des  dänischen  Kronprinzen  Friedrich  (V.)
mit  Luise,  der  jüngsten  Tochter  Georg  des  II.  von  England-Hannoyer.
Besonders  zu  bemerken  sind:  Bl.12  3)  Scheidt’s  Bericht  vom  15.  Jan.
1743,  auf  welche  Weise  er  den  Sinn  seines  Schülers  auf  Luise  gelenkt
habe;  Bl.143  vom  135.  Aug.  1743,  wo  M.  Scheidt  eine  Professur  in
Göttingen,  an  Schmanss’  Stelle,  anbietet;  Bl.154  vom  30.  Dec.  1749.
wo  M..  Verleumdung  en  gegenüber,  von  seiner  eigenen  Person  und
Stellung  spricht.

Bl.  162  (von  Gruber  geschrieben)  ein  humoristiseher  lateinischer
Brief  Münchhansen’s  an  den  Ober-Forstmeister  Graf  von  Oynhausen,
30.  Oct.  1744,  worin  er  um  Eichenholz  für  das  Wasserwehr  in  Hameln
bittet.

C.B1.163—  212  Verschiedene  Auszüge  über  mittelalterliche  Geschichte
aus  Drucken;  nur  BIl.191  nnd  192  enthalten  etwa  6  Entwürfe  zu
den  Versen  "Sieeine’,  mit  welchen  Gruber  das  Commereium  epistolieum
Leibnitianunı  1745  den  domini  Bomeburgi  gewidmet  hat.

Bd.IH.  287  DI.

Wissenschaftliche  Arbeiten  von  Gruber,  meist  im  Entwurf.

Bl.1—753  Gruber’s  Dissertation  Halle  1710:  Germania  princeps
sub  Conrado  I.

Bl.74  —98  Dissert.  inauguralis:  Differentiae  iuris  romani  et
germanici  in  re  militari,  Ilalle  1721.  Darin  (Bl.54  und  85)  Gedicht
in  Dist.  auf  seine  Schwiegermutter.

Bl.99—  152  Entwurf  zu  Gruber's  Fortgesetzten  Betrachtungen
(parallel  zu  oben  Bd.  I  B1.396  —  443  wnd  zur  Zeit-  und  Gesch.-Beschreibung
  von  Gött.  Theil  IT  S.1—91).

B1L153—  173  &gt;  Historische  Excerpte.