Philos.  19  —  21  135

Philos.20i  168Bl.  zu  32:20!/,  cm.  16.  Jahrh.

Vornewte  Bergk-Ordenung  des  ...  Herrn  Volckmar  Wolffens  Graffen
v.  Honstein  ..  Gedruckt  zu  Magdeburg  durch  Wolfg.  Kirchner  1576.

Philos.21  274Bl.  zu  29:20  cm.  1463  geschrieben.

I.  Hand  Bl.1—138  ‘Anno  d.  1463  per  me  Matlıiam  Molitorem  in
Wyda  completum  est’  (Bl.138b).

Bl.1—12b  Vonn  der  Hussorge  und  wy  man  sich  dorynnen
halden  sol.  Vorrede:  Wenne  is  nu  ist  alzo  in  der  rechten  warheyt..
habe  ich..  eyn  buchelin  willen  zu  schryben  von  der  huszsorge  und
wil  das  neme  usz  dem  buche  des  heydenischen  meysters  Aristotiles
(Yconomicorum),  und  eyn  teyl  usz  den  Glosen  dor  ober.  Das  kräftig
geschriebene  Büchlein  umfasst  23  Capitel.

Bl.12b—138b  Johann’s  von  Vitpech  Katherina  divina.
Bl.12b  Register;  Bl.14b  Vorrede  des  I.  Buches  “Der  grosse  lerer  der
Christenheit  spricht  also  in  dem  andern  buche  von  der  heylgen  dryfeldigkeit’;
  dann  (Bl.16b)  “dy  ...  frouwe  Katherin  Marggrafiynne
von  Myssen  ..  hat..  mir  Johanne  von  Vitpech  bruder  der  eynsidele
Sente  Augustinus  orden  mit  erste  befolen,  das  ich  ir  fugete  des  lebens
eyn  vormanen  und  eyn  bilde.  das  habe  ich  ..  geheyssen  glich  dem
werdin  namen  Katherina  divina’.,  3  Bücher:  das  I.  behandelt  die
Tugenden  in  uns;  das  II.  (Bl.59)  “wy  man  das  huse  haldin  sal  und
meystern  sal’;  das  II.  (B1.96)  Regiment  der  Städte  und  Reiche  in
Frieden  und  Krieg.  Citirt  wird  besonders  Aristoteles  und  über  die
Kriegführung  Vegetius;  sonst  oft  Seneca  und  Boethius,  deren  Aussprüche
  oft  in  Versen  gegeben  werden.  Dieses  Werk,  welches
W.  Müller  und  Schröer  übersehen  haben  und  nur  F.  Pothorn  in
einer  Strassburger  Seminararbeit  (vgl.  Gesch.  d.  deutschen  Litter.
von  Wackernagel-Martin  I  S.433)  besprochen  hat,  scheint  nur  in
dieser  Hft  erhalten  zu  sein.

B1.139—143  sind  nicht  beschrieben.

II.  Hand  Bl.144—274  Das  sind  die  Getichte  Meister  Heinrichs
Mögelin  (von  Müglin);  an  deren  Schluss  steht  Bl.274b  "Explieit  per
me  Bernhardum  a.  d.  1463  in  die  Mareci’.

Aus  dieser  Handschrift  (der  wichtigsten)  gab  Wilh.  Müller  in  den
Göttinger  Studien  1847  II  5.903  —929  einige  Gedichte  heraus;  dann
hat  Schröecr  in  den  Sitzb.  d.  Wien.  Akad.  pliil.  hist.  Cl.  LV.  1867
S.451—520  die  Handschrift  genau  beschrieben  und  manche  Stücke
abgedruckt;  ihm  schliesst  sich  die  folgende  Beschreibung  an.  Die
erste  Strophe  eines  jeden  Tones  ist  unter  5  Linien  geschrieben;  doch
sind  die  Noten  selbst  nicht  eingetragen..

A  In  sinem  langen  done  (Bl.  144—  163),  (voran  ein  P’orwort,  gedruckt
bei  Schr  öer).

I.  ‘von  der  herrschaft  des  himels’:  1)  Wer  tichtet  und  gesach
ny  warer  kunste  grunt  nit  Notenlinien.  Dann  die  zwei  Verse  Preceptor
  ..  rethe  und  Domine  ..  Christi  (ad  Romanos  X  15  und  V  9);
dann  die  Str  ophe  noch  einmal  ohne  Notenlinien.  2)  (Bl.145b)  Dem

vater  aller  göte  ich  ymmer  tiehten  wil.  3)  In  siner  langen  wise
von  des  hynmels  ort  ‚Spricht  Regenbogen  daran.  4)  (Bl.146)
Naturen  wil  bie  nicht  in  orienten  sie.  5)  Usz  nichte  nieht  wirt

spricht  alle  meisterschafft.  6)  Im  anefang  das  got  den  hymmel